{"id":1416,"date":"2014-04-11T21:46:20","date_gmt":"2014-04-11T19:46:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=1416"},"modified":"2014-04-11T21:46:20","modified_gmt":"2014-04-11T19:46:20","slug":"konzertkritik-von-chaops-bloggs","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2014\/04\/11\/konzertkritik-von-chaops-bloggs\/","title":{"rendered":"Konzertkritik von Chaops Bloggs"},"content":{"rendered":"<p>von <a href=\"http:\/\/chaopsbloggs.blogspot.de\/2014\/04\/konzertbesuch-dennis-schutze-cd-release.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Simon Vogel<\/a><\/p>\n<p>Zuerst zur \u00d6rtlichkeit. Der blaue Adler ist zun\u00e4chst einmal das Vereinslokal des W\u00fcrzburger Fussballvereins ETSV W\u00fcrzburg. Seit Dezember 2012 ist es unter der Leitung von Otto Keinert, der durch wechselnde Musik-Events einen echten Geheimtipp f\u00fcr Liebhaber von Live Musik etabliert hat. Das Sportheim bietet eine sehr gro\u00dfe B\u00fchne im hinteren Teil des Raumes, dazu zwei Theken und reichlich Platz. Hier scheint etwas zu wachsen und immer popul\u00e4rer zu werden und ich werde das Musikprogramm der Kneipe im Auge behalten. Lediglich die Bedienungen h\u00e4tten etwas flotter den in den Pausen doch sehr gro\u00dfen Ansturm an den Theken abarbeiten k\u00f6nnen. Ansonsten bot das Lokal alles was notwendig ist um einen Konzert zu lauschen &#8211; hervorragende Akustik inklusive.<!--more--><\/p>\n<p>Nun zum Konzert selbst. Dennis und seine Band (siehe unten) gingen sofort in die Vollen und pr\u00e4sentierten das aktuelle Album fast komplett und in der Reihenfolge, in der die Songs auf der Platte zu finden sind. Lediglich der Titel \u201eDancer\u201c schaffte es nicht auf die B\u00fchne, was ich pers\u00f6nlich sehr bedauert habe, aber sehr gut nachvollziehen konnte. Der Titel eignet sich vor einem deutschsprachigen Publikum nicht um den Zuh\u00f6rer f\u00fcr einen zu gewinnen. Zu langsam und textlich zu ausschweifend ist der Song, als das man der Geschichte sofort folgen k\u00f6nnte. Trotzdem schade!<br \/>\nDer Rest des Albums wurde von der Band wie aus einem Guss pr\u00e4sentiert. Man merkt einfach, dass die Jungs die Songs nicht zum ersten Mal spielen und dementsprechend gut war die Performance. Ganz weit vorne findet sich nat\u00fcrlich der Titelsong &#8222;Unsung Songs&#8220;, der Live ebenso facettenreich klang wie auf der Platte und mein pers\u00f6nlicher Favorit &#8222;Black as the Devil&#8220;. Songs dieser Gattung bekommen noch einmal einen echten Schub, wenn sie direkt vor einem stattfinden und etliche weitere F\u00fc\u00dfe gemeinsam zum Beat wippen. Ein tolles erstes Set.<\/p>\n<p>Nach einer ca. 20 min\u00fctigen Pause machte Dennis sich an den zweiten Durchgang und pr\u00e4sentierte \u00fcberwiegend Songs seines Cover Albums \u201eElectric Country Soul\u201c. Auch hier kannte ich nahezu jeden Song \u2013 sowohl die Originale als auch die Dennis Sch\u00fctze Version \u2013 und war deshalb gut aufgehoben. Insbesondere \u201eUp on Cripple Creek\u201c von Robbie Robertson (The Band) sowie \u201cWorkin\u00b4at the Carwash Blues\u201d von Jim Croce stachen als Highlights f\u00fcr mich heraus.<br \/>\nNicht so gelungen \u2013 und ein echter Wehrmutstropfen f\u00fcr mich \u2013 dass eigentlich tolle \u201eManic Depression\u201c von Jimmy Hendrix. Wobei hier nicht der Song an sich zu beanstanden w\u00e4re \u2013 die Band zeigten sich auch hier extrem gut aufeinander eingespielt \u2013 sondern der Zeitpunkt. Beginnend mit \u201eNine to Five\u201c war das Set ein wunderbarer Mix eing\u00e4ngiger Lieder, dass zum mitwippen einlud und ein gutes Gef\u00fchl vermittelte. Manic Depression war hier f\u00fcr meinen Geschmack, vor allem zum Ende des Sets, einfach fehl am Platz und sorgten f\u00fcr einen kleinen Bruch in der Aufmerksamkeit. Hier h\u00e4tte mir beispielsweise &#8222;City of New Orleans&#8220;, ebenfalls von &#8222;Electric Country Soul&#8220; besser gefallen.<\/p>\n<p>Den letzten Teil des Konzertes k\u00fcndigte Dennis unter dem Namen \u201eBest of Dennis Sch\u00fctze\u201c an, wobei hier die meisten Lieder auf dem Album \u201eB-Sides &amp; Rarities\u201c zu finden sind. F\u00fcr mich, der die Release Platte fast auswendig kennt, und von den \u00e4lteren Platten nur Ausz\u00fcge, war es, als w\u00e4ren die neuen Lieder am Ende des Konzertes an der Reihe. Dies stellte sich jedoch keinesfalls als Nachteil heraus. Nach dem sehr bewussten H\u00f6ren der ersten zwei Sets konnte ich mich nun zur\u00fccklehnen und die Musik einfach wirken lassen. Insbesondere \u201ePictures in my mind\u201c und \u201cShine like gold\u201d habe ich gedanklich abgespeichert und werde ich in K\u00fcrze noch einmal genauer anh\u00f6ren.<br \/>\nZum Abschluss spielte \u2013 nein, zelebrierte \u2013 die Band noch \u201eHey Joe\u201c von Jimmy Hendrix. Jochen Volpert, der den Abend \u00fcber schon durch einige Soli zu \u00fcberzeugen wusste, wurde mehrfach mit einem Sonderapplaus belohnt, ehe das St\u00fcck nach sicher zehn oder f\u00fcnfzehn Minuten mit dem letzten Akkord ausklang.<br \/>\nPers\u00f6nlich bin ich bei der Bewertung des letzten Sets hin und her gerissen, da zwei Herzen in meiner Brust schlagen. Einerseits das Herz des Gitarrenspielers, der schlicht und einfach \u00fcber den tollen Sound und die hervorragenden Soli staunt. Andererseits der Zuh\u00f6rer und Musikliebhaber, dem das irgendwann nicht mehr zug\u00e4nglich ist und der sich ein ums andere Mal fragt, ob es nicht langsam genug Solo war. Da ich das Konzert mit drei \u201eNicht-Musikern\u201c besuchte, die davon zum Ende etwas abgeschreckt waren, m\u00f6chte ich dem Aspekt der reinen Zuh\u00f6rer bei meinem Fazit etwas mehr Platz einr\u00e4umen.<\/p>\n<p>Fazit: Es war schlicht ein tolles Konzert, dass mir als Zuh\u00f6rer jedoch ein, zweimal den Wind aus den Segeln genommen hat. Ein Verzicht auf Manic Depression, ein bisschen weniger Gitarren Solo und daf\u00fcr vielleicht ein eing\u00e4ngigerer Titel (City of New Orleans?) mehr, h\u00e4tten meine Konzerterfahrung noch gesteigert. Gerne h\u00e4tte ich auch neben Jochen Volpert noch andere Bandmitglieder mit einem Solopart geh\u00f6rt und so vielleicht etwas Variation im Konzertablauf gehabt. Nichtsdestotrotz wusste die Band absolut zu \u00fcberzeugen. Jedes Puzzelteil passte und f\u00fcgte sich zu einem gro\u00dfartigen akustischen Bild zusammen. Ein hervorragenden Auftritt, der sowohl musikalisch hochklassig als auch (\u00fcberwiegend) eing\u00e4ngig und sympathisch pr\u00e4sentiert wurde.<br \/>\nGerne wieder!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Simon Vogel Zuerst zur \u00d6rtlichkeit. Der blaue Adler ist zun\u00e4chst einmal das Vereinslokal des W\u00fcrzburger Fussballvereins ETSV W\u00fcrzburg. 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