{"id":2129,"date":"2015-01-21T12:55:05","date_gmt":"2015-01-21T11:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=2129"},"modified":"2015-01-21T12:55:05","modified_gmt":"2015-01-21T11:55:05","slug":"music-on-net-de-ueber-take-five","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2015\/01\/21\/music-on-net-de-ueber-take-five\/","title":{"rendered":"Music-on-net \u00fcber \u201eTake Five \u201c"},"content":{"rendered":"<p>von Gerald Langer<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft wp-image-2090 size-thumbnail\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-150x150.jpg\" alt=\"MSTakeFive(2600)\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-150x150.jpg 150w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-300x300.jpg 300w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-768x768.jpg 768w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-2048x2048.jpg 2048w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-1200x1200.jpg 1200w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/MSTakeFive2600-1980x1980.jpg 1980w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>(<a href=\"http:\/\/www.music-on-net.com\/plattentest\/die-musikstudenten-take-five-ep\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">music-on-net<\/a>) &#8211; &#8222;Cover das Cover&#8220; &#8211; die <a href=\"http:\/\/musikstudenten.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Musikstudenten<\/a> sind regelrecht respektlos, m\u00f6chte man meinen. Sie scheuen sich noch nicht einmal, f\u00fcr ihre aktuelle Retroproduktion &#8222;Take Five&#8220; auf die legend\u00e4re Pappummantelung von Cannonball Adderley&#8217;s &#8211; Somethin&#8216; Else, erschienen bereits 1958, zur\u00fcckzugreifen, ohne auch nur einen Song dieses Jazzklassikers neu zu interpretieren. Der visuelle R\u00fcckgriff auf diese Blaupause von Reid Miles, der das Ma\u00dfstab setzende Corporate Design des amerikanischen Plattenlabels Blue Note, welches im letzten Jahr seinen 75. Geburtstag feiern konnte, \u00fcber viele Jahr pr\u00e4gte, ist dabei h\u00f6rbarer Anspruch zugleich. Bringt sich doch das Quartett unweigerlich mit gro\u00dfen Namen wie Miles Davis, Art Blakey, Hank und Sam Jones in Verbindung.<!--more--><\/p>\n<p>Im vokalen Intro zu &#8222;Mercy, Mercy Mercy&#8220; gibt Dennis Sch\u00fctze gleich einmal eine Hand-lungsanweisung, wie man sich verhalten m\u00f6ge, wenn ein Missgeschick passiert. John &#8222;Cannonball&#8220;&#8220; Adderley hatte dieses Komposition von Joe Zawinful einst bekannt gemacht. Die Musikstudenten p\u00e4sentieren ihre Version im klaren Stereomix unter Akzentuierung des Saxophons.<br \/>\n&#8222;What A Difference a Day Made&#8220; hatten die einst Dorsey Brothers in den 1930er Jahren, sp\u00e4ter von Dinah Washington popularisiert. Dr. Hook &amp; The Medicine Show haben bei &#8222;When You &#8218;re In Love With A Beautiful Woman&#8220; Jahrzehnte sp\u00e4ter davon genascht, ohne allerdings die Klasse dieses Evergreens ann\u00e4hernd zu erreichen. Hier in einer schmachtvollen Chill-Out-Version der Musikstudenten. What a difference!<br \/>\n&#8222;Take Five&#8220;, weltbekannt in der Version des Dave-Brubeck-Quartetts, komponiert allerdings von Paul Desmond, ist eine weitere Glanznummer, die mir hier mit gerade einmal drei Minuten Spiell\u00e4nge etwas zu kurz geraten ist.<br \/>\n&#8222;It&#8217;s Only A Paper Moon&#8220; ist eine Hommage an das blecherne Blasinstrument, dass sich als Alt-, Sopra- und Tenorsaxophon immer wieder den Platz in der ersten Reihe erobert. Dieser Jazzstandard klingt hier im besten Sinne altmodisch. Die Interpretation der Musikstudenten w\u00fcrde problemlos jedem schwarzwei\u00df gedrehten Woody Allen Film aus den 1970er Jahren bestens zu untermalen wissen.<br \/>\nDer Schlusspunkt wird mit &#8222;Tico, Tico&#8220;, bekannt gemacht von Carmen Miranda im Musical Copacabana, als relaxte Rumba gesetzt.<\/p>\n<p>Eigentlich m\u00fcsste dieses kleine Werk stilecht auf 12-Zoll-Vinyl mit 45 Umdrehungen\/Min erscheinen, leises Knistern inklusive. Musik nicht nur zum H\u00f6ren, sondern auch zum Anfassen. Ein Exemplar dann auch f\u00fcr Rudy van Gelder, den legend\u00e4ren, noch lebenden Tonmeister des Blue-Note-Labels.<\/p>\n<p>Sind die Musikstudenten ihrem Credo treu geblieben? &#8222;Easy Listening f\u00fcr Easy Listeners&#8220;? Schon auch, aber eben nicht nur. Und schon gar nicht ist Take Five ein &#8211; im negativen Sinne &#8211; kreatives Abfallprodukt auf dem Weg zur <a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/album\/geschlossene-gesellschaft\/id809956875\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;Geschlossenen Gesellschaft&#8220;<\/a>, j\u00fcngst ebenfalls beim <a href=\"http:\/\/fuego.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Online-Label Fuego<\/a> erschienen. Es ist den Musikstudenten also ganz und gar kein Missgeschick passiert, sondern sie hatten &#8222;ihren Lauf&#8220; und haben im Vor\u00fcbergehen mit zwei unterschiedlichen EP&#8217;s zum Doppelschlag ausgeholt. Beide Short-Player reihen sich zudem nahtlos in das sonstige Repertoire &#8211; Tango, Mambo, Cha-Cha, Bossa, Rumba, Samba, Jazzballade und Blues &#8211; der ewigen (Musik-) Studenten ein. Auch Musiker lernen eben nie aus. Beruhigend!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Gerald Langer (music-on-net) &#8211; &#8222;Cover das Cover&#8220; &#8211; die Musikstudenten sind regelrecht respektlos, m\u00f6chte man meinen. 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