{"id":2139,"date":"2015-01-27T12:27:54","date_gmt":"2015-01-27T11:27:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=2139"},"modified":"2015-01-27T12:27:54","modified_gmt":"2015-01-27T11:27:54","slug":"noten-rock-pop-piano-von-michael-gundlach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2015\/01\/27\/noten-rock-pop-piano-von-michael-gundlach\/","title":{"rendered":"Noten: \u201eRock &#038; Pop Piano\u201c von Michael Gundlach"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/RockPopPiano.jpeg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2137\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/RockPopPiano-212x300.jpeg\" alt=\"RockPopPiano\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/RockPopPiano-212x300.jpeg 212w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/RockPopPiano.jpeg 245w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/a>Der Autor Michael Gundlach ist Pianist und Musikp\u00e4dagoge und hat Mitte der 1980er an der Hochschule f\u00fcr Musik in Mannheim studiert. Als Keyboarder hat er bei Musicals und bei Tourneen diverser Band mitgewirkt und begleitet regelm\u00e4\u00dfig Musikpredigten im Fernsehgottesdienst. Im Laufe der letzten Jahre hat er eine beeindruckende Anzahl von Arbeitsb\u00fcchern, Methoden und Spielheften zum Thema Pop-, Rock-, Bluespiano und zum Thema Improvisation (zum Teil auch f\u00fcr andere Instrumente) ver\u00f6ffentlicht. Im Oktober 2014 erschien nun der erste Teil der zweib\u00e4ndigen Publikation \u201eRock &amp; Pop Piano\u201c mit dem Untertitel \u201eKlavier-Improvisationen leicht gemacht. F\u00fcr Anf\u00e4nger und Fortgeschrittene\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Gundlach bezeichnet das Arbeits- und Spielheft selbst als \u201eLehrgang\u201c. Er bedient sich dabei nicht der \u00fcblichen Herangehensweise \u00fcber Skalen oder Akkordzerlegungen, sondern einer \u201eIntervallmethode\u201c. Im ersten Teil des Buches stellt er dieses Improvisationskonzept mit zwei T\u00f6nen (Grundton &amp; Quinte), mit drei T\u00f6nen (Grundton, Sekunde, Quinte \/ Sekunde Terz, Quinte) und vier T\u00f6nen (Grundton, Sekunde, Terz, Quinte) vor, die dann im weiteren Verlauf modal \u00fcber einfache Harmoniefolgen angewendet werden. Die vier- und achttaktigen \u00dcbungen m\u00fcnden jeweils in exemplarische Eigenkompositionen in denen die Ideen dann in allen erdenklichen Variationen vorgef\u00fchrt werden. Alle \u00dcbungen sind auf einer beiliegenden CD enthalten, die Spielst\u00fccke sogar in zwei Versionen (Halbplayback ohne Piano und Vollplayback mit Piano).\u00a0Mit der vorgestellten \u201eIntervallmethode\u201c bietet der Autor einen interessanten Ansatz, prinzipiell stimmt auch der Aufbau, leider schreiten die (Vor-)\u00dcbungen vom Schwierigkeitsgrad viel zu schnell voran. Der spieltechnische Anspruch, die vielen Synkopen und die erforderliche Blattspielkenntnis d\u00fcrften echte Anf\u00e4nger komplett \u00fcberfordern. Noch heftiger wird es in den Spielst\u00fccken: Sie sind mit den Synkopen, Akkordgriffen, Lagenwechseln, Vorschl\u00e4gen und Trillern durchaus virtuos und sehr, sehr lang geraten. Das wirkt eher abschreckend als motivierend. Es kommt erschwerend hinzu, dass alle \u00dcbungen und Spielst\u00fccke sich unheimlich \u00e4hneln und zu wenig Varianten bieten. Tonarten (C-Dur), Harmoniefolgen (C-Am-F-G), Taktarten (4\/4), Tempi und Stilistik sind nahezu identisch. Alles klingt extrem nach pianistischem Popvirtuosentum der sp\u00e4ten 80er\/fr\u00fchen 90er (Bruce Hornsby, Marc Cohn, etc.). Puh.<\/p>\n<p>Nach diesem, in die Methode einleitenden Teil folgen vier kurze, aber sehr z\u00e4he Harmoniefolgen (jeweils vier Takte, kein Thema) und mehrere Seiten auf denen furztrocken die Stufenakkorde aller zw\u00f6lf Dur-Tonarten inkl. Zwei-, Drei- und Viertonpatterns gelistet sind. Das Buch endet mit sage und schreibe 23 unkommentierten, zum Teil mehrseitig notierten \u00dcbungen vorzugsweise in den Tonarten F-Dur und Eb-Dur, alles 4\/4. Keine dieser 23 St\u00fccke kann man sich anh\u00f6ren, sie sind auf der beigelegten Audio-CD schlichtweg nicht enthalten (auch ein Download im Internet war nicht zu finden).<\/p>\n<p>Fazit: Der flei\u00dfige Individualist Gundlach bietet in seinem Buch \u201eRock &amp; Pop Piano\u201c einen spannenden Ansatz zur Pop-Improvisation, kann aber mit dem didaktischen Aufbau des Heftes nicht \u00fcberzeugen. F\u00fcr Anf\u00e4nger sind die Spielst\u00fccke zu technisch und virtuos, kleinere Portionen und mehr Varianten w\u00e4ren hier sicherlich zielf\u00fchrender gewesen. Selbst fortgeschrittene Anf\u00e4nger und Pianisten der Mittelstufe d\u00fcrften beim Durcharbeiten des Buches wohl eher mit den technischen Herausforderungen besch\u00e4ftigt sein, als sich dem eigentlichen Thema Improvisation zu widmen. Zus\u00e4tzlich ist der stilistische Rahmen viel zu eng gefasst. Das im Titel postulierte Thema Rock kommt im Buch eigentlich nicht vor, ebenso ist auch kein pophistorisches Bewusstsein zu erkennen, so etwas wie eine Stildiversit\u00e4t der nun ja wirklich sehr reichhaltigen pianistischen Popgeschichte fehlt komplett. Dem eigenen formulierten Anspruch \u201eSchluss mit dem langweiligen, sich wiederholenden Geklimpere\u201c wird das Buch daher leider nicht gerecht. Vielleicht etwas f\u00fcr fortgeschrittene Techniker, die noch keine Erfahrungen mit Improvisation gemacht haben und auf Musik der End 80er stehen. That\u2019s just the way it is!<\/p>\n<p>\u201eRock &amp; Pop Piano\u201c erscheint bei Artist Ahead und kostet inkl. Audio-CD 19,95 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Autor Michael Gundlach ist Pianist und Musikp\u00e4dagoge und hat Mitte der 1980er an der Hochschule f\u00fcr Musik in Mannheim studiert. Als Keyboarder hat er bei Musicals und bei Tourneen diverser Band mitgewirkt und begleitet regelm\u00e4\u00dfig Musikpredigten im Fernsehgottesdienst. 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