{"id":220,"date":"2013-03-14T22:53:43","date_gmt":"2013-03-14T21:53:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=220"},"modified":"2013-03-14T22:53:43","modified_gmt":"2013-03-14T21:53:43","slug":"recording-come-on-in-my-kitchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2013\/03\/14\/recording-come-on-in-my-kitchen\/","title":{"rendered":"Recording: Come on in my kitchen"},"content":{"rendered":"<p>\u201eCome on in my kitchen\u201c ist ein Bluessong von Robert Johnson, der am 23. November 1936 bei seiner ersten Session f\u00fcr Vocalion mit mobilen Equipment in einem Hotelzimmer in San Antonio, Texas aufgenommen wurde. Der Titel passt gut zum Thema, denn ich m\u00f6chte davon erz\u00e4hlen unter welchen Umst\u00e4nden ich Musik in meiner K\u00fcche aufnehme.<!--more--><\/p>\n<p>Songideen und Demos habe ich \u00fcber die Jahre immer mal wieder aufgenommen um Ideen festzuhalten. Seit 2011 nehme ich aber auch Material f\u00fcr offizielle Albumver\u00f6ffentlichungen selbst auf. Zum ersten Mal habe ich das f\u00fcr das Musikstudenten-Album MS Tanzbar gemacht. Schlagzeug und Kontrabass waren zu dem Zeitpunkt bereits aufgenommen und meine E-Gitarre selbst in Studioqualit\u00e4t aufzunehmen habe ich mir gerade noch so zugetraut. Hat auch hingehauen, ich habe damals \u00fcber ein Interface direkt mit Logic in den imac aufgenommen. Zum ersten Mal h\u00f6rte ich w\u00e4hrend der Aufnahmen nicht den Taxameter laufen (Studiozeit ist teuer). Das hatte den Vorteil, dass ich mir viel Zeit f\u00fcr die Aufnahmen lassen konnte, ein Umstand, der sich aber auch in einen Nachteil verwandeln kann, wenn man immer weiter macht und kein Ende findet.<\/p>\n<p>Anfang 2012 habe ich zusammen mit Jan Hees die Produktion eines neuen Dennis Sch\u00fctze-Albums gestartet und noch w\u00e4hrend die ersten Basistracks fertig wurden, hat traurigerweise das Kraftstrom-Studio von Michael Hanf dicht gemacht. Dort hatte ich die kompletten Alben \u201eSideburner\u201c, \u201eLive fast, love hard, die young\u201c, \u201eEwig jung und sch\u00f6n\u201c, \u201eShine like Gold\u201c und Teile von \u201eB-Sides &amp; Rarities\u201c aufgenommen. Auch die Lead-Vocals von \u201eMS Tanzbar\u201c habe ich da im Fr\u00fchsommer 2011 eingesungen. Nachdem in dem Studio nichts mehr ging, war der n\u00e4chste logische Schritt, dass ich nun zus\u00e4tzlich auch meine Vocals und Akustikgitarren selbst aufnehmen w\u00fcrde und das mache ich nun seither. Den besten Sound und abends auch am meisten Ruhe habe ich daf\u00fcr in meiner K\u00fcche. Vor einer Session baue ich da dann die Ger\u00e4te auf. Ich verwende Logic auf einem imac und nehme per Firewire 800 auf eine externe LaCie-Festplatte auf. Als Interface verwende ich das FireStudio mobile von Presonus und nehme mit 24bit auf. Meine Mikros sind zwei Rhode NT5 f\u00fcr akustische Instrumente und ein Neumann TLM 103 f\u00fcr meine Stimme. Es hat eine ganze Weile gedauert bis ich einen dienlichen Arbeitsablauf gefunden habe. Anfangs war es schwer f\u00fcr mich zwischen der Rolle als Musiker und der als Recorder zu trennen. Ich habe mir deswegen insbesondere bei Gesangsaufnahmen angew\u00f6hnt an einem Tag aufzunehmen und erst an einem folgenden Tag das Ergebnis anzuh\u00f6ren und den Take auszuw\u00e4hlen bzw. zu schneiden. Weil mich Zeit bei dieser Methode nicht automatisch Geld kostet, habe ich im Verlauf immer mehr musikalische Ideen ausprobiert. Zum ersten Mal kann ich jetzt auch meinen recht ansehnlichen Instrumentenfundus einsetzen, deswegen kamen bei den aktuellen Aufnahmen nun schon viele verschiedene Akustikgitarren und ca. f\u00fcnf E-Gitarren zum Einsatz, au\u00dferdem noch Banjo, Mandoline, Melodika, Klavier, Glockenspiel, Mundharmonika, E-Bass und einiges mehr. So was war im Studio nur schwer m\u00f6glich gewesen, weil ich immer nur eine handvoll Klampfen dabei gehabt hatte und die Zeit teuer und daher knapp war.<\/p>\n<p>Die Aufnahmen k\u00f6nnen sich als Folge der gem\u00fctlichen Heimarbeit allerdings ziemlich in die L\u00e4nge ziehen und ein Problem gab es dann leider auch. Musikerkollege Jochen Volpert tat sich bei den E-Gitarren-Sessions in meiner K\u00fcche etwas schwer in Stimmung zu kommen. Mit virtueller Amp-Simulation, Playbacks auf dem Kopfh\u00f6rer und eingeklemmt zwischen Tripp Trapp Hochstuhl, Seppelfricke und Sp\u00fclmaschine kam bei ihm irgendwie keine richtig rock\u2019n\u2019rollige Spiellaune auf. Wir haben dann beschlossen seine Gitarren-Parts im Studio aufnehmen zu lassen und uns f\u00fcr br\u00fcllende R\u00f6hrenamps, gl\u00fchende Analog-Effektboards und gepimpte B\u00e4ndchenmikrophone entschieden. Dazu noch etwas Zeit- und Gruppendruck und eine gut abgestimmte kulinarische Versorgung von McDonald\u2019s in den Pausen und JV war im formidabelsten Playermode in dem ich ihn je gesehen habe.<\/p>\n<p>Epi-Log: In einer K\u00fcche k\u00f6nnen nicht nur delikate Speisen zubereitet werden, es kommen auch hei\u00dfe Licks, kochende Beats und w\u00fcrzige Grooves auf den reich gedeckten Tisch. Gru\u00df aus der K\u00fcche und guten Appetit!<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"http:\/\/www.youtube.com\/embed\/qT44BoAGdZg?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eCome on in my kitchen\u201c ist ein Bluessong von Robert Johnson, der am 23. November 1936 bei seiner ersten Session f\u00fcr Vocalion mit mobilen Equipment in einem Hotelzimmer in San Antonio, Texas aufgenommen wurde. 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