{"id":2944,"date":"2015-08-18T09:08:47","date_gmt":"2015-08-18T07:08:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=2944"},"modified":"2015-08-18T09:08:47","modified_gmt":"2015-08-18T07:08:47","slug":"buch-norwegen-der-laenge-nach-von-simon-michalowicz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2015\/08\/18\/buch-norwegen-der-laenge-nach-von-simon-michalowicz\/","title":{"rendered":"Buch: \u201eNorwegen der L\u00e4nge nach\u201c von Simon Michalowicz"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Norwegen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2943\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Norwegen-202x300.jpg\" alt=\"Norwegen\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Norwegen-202x300.jpg 202w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/Norwegen.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a>Im Fr\u00fchjahr 2013 k\u00fcndigt Simon Michalowicz seinen Job in der IT-Branche und bricht auf um sich einen lang gehegten Traum zu erf\u00fcllen. Er will Norwegen der L\u00e4nge nach von s\u00fcdlichsten Punkt am Kap Lindesnes bis zum Nordkap alleine zu Fu\u00df durchwandern und plant daf\u00fcr vier Monate im nordischen Sommer ein. Die klassische und beschwerliche Tour tr\u00e4gt den Namen und \u201eNorge p\u00e5 langs\u201c und wird f\u00fcr den Autor zur 140-t\u00e4gigen Mut- und Bew\u00e4hrungsprobe. In seinem Buch mit dem Untertitel \u201e3000 Kilometer zu Fu\u00df bis zum Nordkap\u201c beschreibt er die Wanderung vom beschwerlichen Anfang bis zum glorreichen Ende.<!--more--><\/p>\n<p>Das Buch ist in einen Prolog, 18 Kapitel und einen Epilog unterteilt und chronologisch nach den Tourstationen aufgebaut. Die Reise beginnt Ende Mai am Kap Lindesnes, Michalowicz nimmt Abschied von seinen Eltern und stiefelt los. Die ersten Tage sind anstrengend, doch bald gew\u00f6hnt sich der Wanderer an die Strapazen und kommt gut voran. Seine Route kann man an der vorangestellten, etwas kleinformatigen Karte in s\/w mitverfolgen. Nachdem erste Schwierigkeiten \u00fcberwunden sind, schleicht sich bald eine etwas dr\u00f6ge Routine ein, zumindest wirkt das so in der nachtr\u00e4glichen Niederschrift. Der Wanderer leidet unter den k\u00f6rperlichen Strapazen, ihn beschleichen immer wieder Zweifel, ob er diese gewaltige Strecke physisch und physisch bew\u00e4ltigen wird, ihn plagen Einsamkeit, Heimweh, Langeweile, Hunger. Unterbrochen wird die l\u00e4hmende Laufroutine durch einige wenige nette Begegnungen und die Eindr\u00fccke der m\u00e4chtigen skandinavischen Naturkulisse, die in Buchmitte durch etliche, sehr ansprechende Farbfotos dokumentiert ist. Ansonsten drehen sich die Beobachtungen des Autors wieder und wieder um dieselben profanen Dinge: Fu\u00dfschmerzen, Witterung und Essen, Essen, Essen. Es ist anfangs interessant von seinem m\u00e4chtig gestiegenen Kalorienverbrauch und Appetit zu erfahren und wie er dem begegnet. Auf Dauer ist es jedoch extrem redundant st\u00e4ndig von seinem Hei\u00dfhunger auf Chips, Cola, Ananaskonserven und Snickers-Schokoriegel zu lesen. \u00c4hnlich einfallslos wie diese kulinarischen Gel\u00fcste ist leider auch der sprachliche Duktus des Reiseberichts. Unz\u00e4hlige Male spricht der Autor von \u201etief h\u00e4ngenden Wolken\u201c und irgendwelche Dinge lassen ihn \u201enachdenken\u201c. Leider erf\u00e4hrt man fast nie wor\u00fcber (Chips? Cola?). \u00dcber die praktische Ausgangslage und seine pers\u00f6nliche Situation erf\u00e4hrt man nichts Substanzielles au\u00dfer, dass er BVB-Fan ist. Auch seine Motivation diese ungew\u00f6hnliche Unternehmung \u00fcberhaupt anzutreten, ersch\u00f6pft sich augenscheinlich darin es \u201eschaffen zu wollen\u201c. \u00dcber eventuelle Nachwirkungen der Wanderung erf\u00e4hrt man im Epilog nichts und das ist dann in der Summe doch etwas wenig f\u00fcr ein fast dreihundert Seiten langes Buch. Welche Erkenntnisse gewinnt der Wanderer, wie ver\u00e4ndert sich seine Perspektive, welche Schl\u00fcsse zieht er aus seinen Erfahrungen, was lernt er \u00fcber das Land, die Leute und was lernt er \u00fcber sich selbst und sein Heimatland? Hier bleibt der Autor erschreckend farb- und aussagelos, pflegt einen tranigen Protokollstil, spult Wanderstationen und nachfolgende Niederschrift wie eine l\u00e4stige Pflicht ab. Als Leser sp\u00fcrt man, dass Michalowicz vielleicht ein ehrgeiziger Wanderer, aber sicher kein leidenschaftlicher Erz\u00e4hler ist. Zugute halten muss man ihm dabei, dass dies zwar nicht seine erste Reise, aber sein erster Reisebericht in Buchform ist, bisher \u00e4u\u00dferte er sich nur in kurzen Blogartikeln. Es bleibt zu hoffen, dass er bei eventuell folgenden B\u00fcchern etwas mehr zu erz\u00e4hlen haben wird, evtl. auch \u00fcber Dinge, die \u00fcber das reine Wandererlebnis hinausreichen.<\/p>\n<p>Simon Michalowicz dokumentiert seine Reisen auch auf dem Blog www.simonpatur.de<br \/>\nDort sind detaillierte Angaben zu Ausr\u00fcstung und weiteren Touren zu finden. Das Buch erscheint in Lizenz von National Geographic bei Malik, hat 270 Seiten und kostet 14,99\u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Fr\u00fchjahr 2013 k\u00fcndigt Simon Michalowicz seinen Job in der IT-Branche und bricht auf um sich einen lang gehegten Traum zu erf\u00fcllen. 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