{"id":2978,"date":"2015-08-27T10:40:38","date_gmt":"2015-08-27T08:40:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=2978"},"modified":"2015-08-27T10:40:38","modified_gmt":"2015-08-27T08:40:38","slug":"noten-arrangieren-fuer-den-gitarristen-von-felix-schell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2015\/08\/27\/noten-arrangieren-fuer-den-gitarristen-von-felix-schell\/","title":{"rendered":"Noten: \u201eArrangieren f\u00fcr den Gitarristen\u201c von Felix Schell"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/ArrangierenF\u00fcrDenGitarristen.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-2977\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/ArrangierenF\u00fcrDenGitarristen-216x300.jpg\" alt=\"ArrangierenF\u00fcrDenGitarristen\" width=\"216\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/ArrangierenF\u00fcrDenGitarristen-216x300.jpg 216w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/08\/ArrangierenF\u00fcrDenGitarristen.jpg 360w\" sizes=\"(max-width: 216px) 100vw, 216px\" \/><\/a>Felix Schell versucht mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten einer deutschen Leserschaft die musikalischen Konstruktionsprinzipien von Gitarrenmusik zu erkl\u00e4ren. Ab Mitte der 1980er Jahre \u00fcbernahm er den deutschen Vertrieb f\u00fcr den amerikanischen Notenverlag Mel Bay, ab Anfang der 1990er Jahre erschienen dann mehrere, musiktheoretische Ver\u00f6ffentlichungen im eigenen Verlag Schell Music. Das Studienheft \u201eArrangieren f\u00fcr den Gitarristen\u201c erschien erstmals 2002 und wurde nun in einer \u00fcberarbeiteten und erweiterten Neuausgabe wiederver\u00f6ffentlicht. Der Untertitel lautet \u201eMusikschreiben f\u00fcr Gitarre und kleines Ensemble\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Felix Schell hat sich daf\u00fcr einiges vorgenommen: Allein die Inhaltsangabe umfasst drei komplette DinA4 Seiten. Das Heft unterteilt sich in acht Kapitel: \u201eMelodie, Bass, Akkorde\u201c, \u201eBegleitung\u201c, \u201eMehrstimmiger Satz\u201c, \u201eThema und Variation\u201c, \u201eAkkordtypen\u201c, \u201eJazz-Soloarrangement\u201c, \u201eStil und Form\u201c, \u201eRhythmusgruppe\u201c und endet mit einer knappen Schlussbetrachtung.<\/p>\n<p>Diese sehr breit angelegte, thematische Vielfalt ist zugleich Vorteil und Manko dieser Publikation. Als Gitarrist mit etwas Spielerfahrung bekommt man einen weitgef\u00e4cherten Rundumschlag durch viele allgemeinmusikalische und instrumentenspezifische Disziplinen geboten, fachlich zwar grunds\u00e4tzlich korrekt, allerdings mit deutlicher Tendenz zur Verk\u00fcrzung und Sprunghaftigkeit. Zudem unternimmt Schell die Betrachtung ausschlie\u00dflich aus gitarristischer Perspektive, was in Ordnung geht, aber den Blick mitunter doch betr\u00e4chtlich einengt.<br \/>\nDas Manko des Buches ist, dass sich der Autor dann doch erkennbar zuviel vornimmt. Das Buch streift tats\u00e4chlich die Themenbereiche: Melodik, Harmonik, Rhythmik, Tonsatz, Formenlehre, Stilkunde, Musikgeschichte, Stimmf\u00fchrung, Solo und Ensemblearrangement, mehrstimmiger Satz, Basslinien, Reharmonisation, Fingerpicking, Opentunings etc.pp. und ger\u00e4t dadurch immer wieder sp\u00fcrbar an didaktisch-methodische Machbarkeitsgrenzen. Es ist einfach nicht m\u00f6glich all diese Themen in einem 100 Seiten Heft auch nur halbwegs seri\u00f6s abzuhandeln. Deswegen werden sie vielfach nur angerissen und skizziert. Schell will zu viele Inhalte unterbringen. Weniger w\u00e4re hier ziemlich sicher mehr gewesen.<\/p>\n<p>Etwas bedauerlich ist auch, dass Schell zur Demonstration seiner Arbeitsweise durchg\u00e4ngig wirklich uralte Volksweisen und Folksongs heranzieht. Das hat ziemlich sicher Copyright-Gr\u00fcnde, aber hier wurde leider am falschen Ende gespart. Es ist nicht verkehrt ein sch\u00f6nes Arrangement von \u201eScarborough Fair\u201c, \u201eGreensleeves\u201c oder \u201eSt. James Infirmary\u201c zu erstellen, aber mit auch nur halbwegs zeitgem\u00e4\u00dfem Liedgut hat das nat\u00fcrlich nichts zu tun. Da ist das Material zu sehr aus der Zeit gefallen, ist teilweise Jahrhunderte alt oder im besten Fall aus den ersten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. Da h\u00e4tte man sich lieber eine paar Songs aus den letzten Jahren gew\u00fcnscht, die dann vielleicht auch stilistisch f\u00fcr ein paar modernere Arrangementideen herhalten k\u00f6nnen. Eine CD wie bei der Erstausgabe ist diesmal nicht im Lieferumfang enthalten.<\/p>\n<p>Fazit: Ein korrektes Lehrbuch f\u00fcr den ersten \u00dcberblick, leider mit etwas antiquierten Musikbeispielen.<\/p>\n<p>Das broschierte Heft hat 100 Seiten, erscheint bei Schell Music und kostet 24,95 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Felix Schell versucht mittlerweile seit mehreren Jahrzehnten einer deutschen Leserschaft die musikalischen Konstruktionsprinzipien von Gitarrenmusik zu erkl\u00e4ren. 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