{"id":3472,"date":"2016-02-01T14:16:01","date_gmt":"2016-02-01T13:16:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=3472"},"modified":"2016-02-01T14:16:01","modified_gmt":"2016-02-01T13:16:01","slug":"kochbuch-das-lexikon-der-aromen-und-geschmackskombinationen-von-karen-page-andrew-dornenburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2016\/02\/01\/kochbuch-das-lexikon-der-aromen-und-geschmackskombinationen-von-karen-page-andrew-dornenburg\/","title":{"rendered":"Kochbuch: \u201eDas Lexikon der Aromen- und Geschmackskombinationen\u201c von Karen Page &#038; Andrew Dornenburg"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Aromen.jpg\" rel=\"attachment wp-att-3471\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3471\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Aromen-221x300.jpg\" alt=\"Aromen\" width=\"221\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Aromen-221x300.jpg 221w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Aromen-754x1024.jpg 754w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Aromen-768x1044.jpg 768w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/02\/Aromen.jpg 850w\" sizes=\"(max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a>Karen Page und ihr Ehemann Andrew Dornenburg sind ein preisgekr\u00f6ntes Kochbuchautorenteam aus den USA. Sie treten im amerikanischen Radio und Fernsehen auf und sind offensichtlich auch erfolgreiche Selbstvermarkter. \u201eThe Flavor Bible\u201c erschien erstmals 2008 im englischen Original. 2012 erschien es in deutscher \u00dcbersetzung, 2014 erschien nun die zweite, unver\u00e4nderte Auflage im Verlag.\u00a0<!--more-->Der einleitende Teil ist von hochtrabenden Zitaten internationaler K\u00f6che und Gastronomen durchsetzt und startet mit einem Vorwort der Autoren. Es wird mehrfach betont wie intensiv sich die beiden mit der Kochkunst befasst haben, es wurden Gespr\u00e4che mit den \u201einnovativsten K\u00f6chen des Landes [USA] und anderen Experten\u201c gef\u00fchrt. Es folgt eine interessante Einf\u00fchrung in der fundamentale Tatsachen des menschlichen Schmeckens erkl\u00e4rt werden (Geschmacksknospen, Mundgef\u00fchl, Aroma, Duft, Sch\u00e4rfe, Optik, Gef\u00fchl, Verstand, Seele), im Anschluss daran ein grunds\u00e4tzliches Kapitel \u00fcber die \u201eSprache der Speisen\u201c. Danach startet der eigentliche lexikalische Teil, ab hier gibt es weder Zitate, noch Fotos. Die Eintragungen sind streng alphabetisch sortiert, es werden Stichworte gelistet, alle paar Seiten gibt es mal eine knappe, weiterf\u00fchrende Bemerkung in ganzen S\u00e4tzen am Seitenrand. Das ist alles sehr sachlich und aufs Wesentliche reduziert, teilweise werden spaltenweise banale Selbstverst\u00e4ndlichkeiten gelistet, ungew\u00f6hnliche Angaben werden nicht n\u00e4her dargelegt oder erkl\u00e4rt. Das Buch wird zwar durchaus seinem Anspruch gerecht (Lexikon), wirkt aber zumindest gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Weil Fotos und Rezepte komplett fehlen, hat es ungef\u00e4hr den Charme einer ern\u00e4hrungswissenschaftlichen Formelsammlung, sehr sinnlich oder anregend ist es erstmal nicht. Hier ein Beispiel:<\/p>\n<p><strong>Sauerkraut<\/strong><br \/>\nGeschmack: sauer<br \/>\nGewicht: mittel<br \/>\nIntensit\u00e4t: stark<br \/>\nTipp: Sauerkraut ist gehobelter Kohl, fermentiert mit Salz und Gew\u00fcrzen.<br \/>\n\u00c4pfel, Knoblauch, K\u00fcmmel (ganz), Lorbeerblatt, Pfeffer (schwarz), Speck, Wacholderbeeren, Wein, W\u00fcrste, Zwiebeln.<\/p>\n<p>Ja, stimmt schon prinzipiell, aber man merkt schon, dass er wahrscheinlich mehr Eindruck hinterl\u00e4sst, wenn man mal ein Packung Sauerkraut kauft, kostet, ein paar traditionelle Standardzubereitungen in Rezeptform einholt und von da aus selbst weiter ausprobiert. Genau dazu will das Buch ja auch animieren, ob der lexikalische Teil da zum entscheidenden Impulsgeber wird, ist wohl Typsache. Wer sich unsicher ist, kein Risiko eingehen will und etablierte Konventionen nachschlagen will, liegt hier aber richtig. Experimentierfreudige Entdecker sollten vielleicht lieber den regionalen Gem\u00fcsemarkt oder den lokalen Metzger des Vertrauens aufsuchen um sich inspirieren zu lassen. Auch ein spontaner Einkauf am Bauernmarkt, im Hofladen, Gew\u00fcrzbasar und Asialaden, ein Snack am Foodtruck oder eine altmodische Mitbringfete kann da einiges bewirken. Man k\u00f6nnte ausgefallene Restaurants in der eigenen oder anderen St\u00e4dten besuchen und\/oder Reisen in fremde L\u00e4nder unternehmen um neue kulinarische Eindr\u00fccke zu gewinnen. Aber darauf muss man anscheinend auch erstmal kommen. Das Autorenduo war vermutlich\u00a0zu sehr damit besch\u00e4ftigt Spitzenk\u00f6che zu interviewen, Listen anzulegen und das Buch zu vermarkten.<\/p>\n<p>Aus dem Englischen anstandslos \u00fcbersetzt wurde von Ingeborg Dorsch. Ist vermutlich eine ungew\u00f6hnliche Aufgabe f\u00fcr sie gewesen.<\/p>\n<p>Fazit: Gutgemeintes Regelbuch ohne Rezepte f\u00fcr erfahrene, aber verklemmte Hobbyk\u00f6che.<\/p>\n<p>\u201eDas Lexikon der Aromen- und Geschmackskombinationen\u201c erscheint bei AT Verlag und kostet 19,99 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Karen Page und ihr Ehemann Andrew Dornenburg sind ein preisgekr\u00f6ntes Kochbuchautorenteam aus den USA. 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