{"id":3510,"date":"2016-02-14T10:58:10","date_gmt":"2016-02-14T09:58:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=3510"},"modified":"2016-02-14T10:58:10","modified_gmt":"2016-02-14T09:58:10","slug":"essential-poprock-guitar-tracks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2016\/02\/14\/essential-poprock-guitar-tracks\/","title":{"rendered":"Essential Pop\/Rock Guitar Tracks 1950-2010"},"content":{"rendered":"<p>Als Gitarrist, Gitarrenlehrer und Popmusikforscher greife ich bei meiner Arbeit instinktiv auf einen Fundus von historischen Einspielungen zur\u00fcck. Darunter sind musikhistorisch bedeutende und einflussreiche Aufnahmen, kommerziell besonders erfolgreiche, viele davon haben methodisch-didaktisch oder instrumentaltechnisch interessante Passagen, waren zur Entstehungszeit innovativ, manche erzielen mit geringen Mitteln erstaunliche Effekte, definieren exemplarisch eine Epoche, einen Musikstil, einen Spielstil, einen Personalstil, einen Sound. Auf der anderen Seite sind auch pers\u00f6nliche Lieblinge darunter, Passagen, die man einfach gerne h\u00f6rt, \u00fcbt, spielt, interpretiert und im Unterricht an interessierte Sch\u00fcler und Studenten weitergibt. \u00dcber die Jahre entwickelt sich so eine Sammlung, darin enthalten u.a. die eigene \u201eBag of Licks\u201c, die melodisch\/rhythmisch\/harmonischen Passagen aus Intros, Hooks, Riffs, Licks etc., die man instinktiv in den Fingern hat. Es sind die musikalischen Einfl\u00fcsse auf die man sich im Laufe eines Musikerlebens bezieht, die man abgeh\u00f6rt, eigen\u00fcbt hat, die man versteht, \u00fcbernimmt, ins eigene Spiel integriert, dann variiert, ver\u00e4ndert, auf den Kopf dreht, entstellt, dekonstruiert, neu erfindet usw.<br \/>\nJeder Musiker, Lehrer und Forscher hat so einen mehr oder weniger individuellen musikalischen Bezugsrahmen auf dessen Grundlage er\/sie arbeitet, auf dessen Basis musiziert, komponiert, produziert, unterrichtet, gelehrt und\/oder geforscht wird. Man k\u00f6nnte auch von einem pers\u00f6nlichen Kanon oder Traditionsstrom (nach dem Kulturwissenschaftler Jan Assmann) sprechen. Dieser bleibt allerdings selten unver\u00e4ndert. Mit der Zeit wirken alte Einspielungen unmodern und \u00fcberkommen, werden uninteressant, geraten in Vergessenheit, verlieren ihre Bedeutung, neue, neu- oder wiederentdeckte Einspielungen kommen hinzu, ersetzten, erg\u00e4nzen und \u00fcberlagern den alten Fundus. Im Laufe eines Lebens stabilisiert sich der pers\u00f6nliche Kanon meist immer mehr, es f\u00e4llt immer schwerer Ver\u00e4nderungen vorzunehmen. Mit Musik- und Arbeitskollegen hat man sich meist unterbewusst auf diesbez\u00fcgliche Gemeinsamkeiten geeinigt, im besten Fall gibt es eine Schnittmenge. Falls es die nicht gibt, ist eine Zusammenarbeit, eine Jamsession, eine Musikproduktion, ein gemeinsamer Artikel oft anstrengend bis unm\u00f6glich. Man geht von verschiedenen Vorstellungen aus, kommt nicht auf einen gemeinsamen Nenner, zieht einander widersprechende Schl\u00fcsse.<!--more--><\/p>\n<p>Um mir selbst und meinem Umfeld Klarheit zu verschaffen habe ich im Folgenden meinen pers\u00f6nlichen Kanon (oder Traditionsstrom) von essentiellen Pop\/Rock-Gitarren-Einspielungen zusammengestellt. Diese ausgew\u00e4hlten Tracks sind aus meiner pers\u00f6nlichen Sicht exemplarisch f\u00fcr die instrumental-stilistischen Entwicklungen auf der Pop\/Rock-E-Gitarre von Ende der 1940er Jahre bis Anfang des 21. Jahrhunderts. Es handelt sich dabei um herausragende Einzeleinspielungen aus dem anglo-amerikanischen Kulturkreis. Blues, Jazz, Folklore wurden nicht besonders ber\u00fccksichtigt, ebenso wenig Punk, Metal oder Progressiv Rock.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Zusammenstellung ist mit bewusst geworden, dass es relativ einfach war Titel von 1950-1990 festzulegen. Es wimmelt in dieser Zeit nur so von Einspielungen mit charakteristischen Gitarrenpassagen (mit Einspielungen der 1950er Jahre hatte ich mich bereits intensiv in meiner Dissertation auseinandergesetzt). H\u00f6hepunkt d\u00fcrfte so ca. zwischen 1965-85 liegen. In den 1990ern (die ich ja aktiv als junger Mensch durchlebt habe) war es schon schwerer herausragende Einspielungen zu finden. Die Grungebewegung hatte Anfang der 1990er das instrumentaltechnische Virtuosentum ganz bewusst auf den Nullpunkt zur\u00fcckgefahren (wenig Riffs und Melodien, fast keine Solos). In den 00er Jahren wurde es dann noch schwieriger. Viele Einspielungen werden gitarristisch fast ausschlie\u00dflich durch einfaltsloses Powerchordgedresche bestimmt, instrumentaltechnische Parameter treten in dieser Zeit merklich den Hintergrund. Die 2010er habe ich komplett ausgelassen, ich habe einfach nichts gefunden, vielleicht ist das Zeitalter der charakteristischen Pop\/Rock-E-Gitarre einfach vorbei oder wir sind zeitlich noch zu nah dran. Ich tendiere zur ersteren Aussage.<\/p>\n<p>Anmerkung: Meine hier pr\u00e4sentierte Auswahl hat f\u00fcr mich gro\u00dfe Bedeutung und bildet den Hintergrund f\u00fcr meine eigene Arbeit als Musiker, Lehrer und Forscher. Sie ist allerdings nur ein Ausschnitt (eben Pop\/Rock Gitarre, ca. 70 Tracks), hinzu kommen viele Einspielungen und Werke aus Klassik, Blues, Jazz, Folklore, Elektronik etc. H\u00e4tte ich die Liste vor 10 oder 20 Jahren zusammengestellt, w\u00e4re sie sicher anders ausgefallen, in 10 Jahren sieht sie vermutlich auch wieder etwas anders aus, w\u00e4re zumindest l\u00e4nger. Trotzdem ist die Liste zum jetzigen Zeitpunkt nach bestem Wissen und Gewissen zusammengestellt. \u00dcber Kommentare und Anregungen zu meiner Auswahl w\u00fcrde ich mich sehr freuen.<\/p>\n<p><strong>1940s<\/strong><br \/>\n\u201cGuitar Boogie\u201d von Arthur Smith (1946)<br \/>\n\u201cT-Bone Shuffle\u201d von T-Bone Burnett (1947)<\/p>\n<p><strong>1950s<\/strong><br \/>\n\u201cRock around the clock\u201d von Bill Haley &amp; His Comets (1954)<br \/>\n\u201cThat\u2019s all right\u201d von Elvis Presley (1956)<br \/>\n\u201cBe-Bop-A-Lula\u201d von Gene Vincent (1956)<br \/>\n\u201cRace with the Devil\u201d von Gene Vinent (1956)<br \/>\n\u201cHonky Tonk\u201d von Bill Doggett (1956)<br \/>\n\u201cWalk the Line\u201d von Johnny Cash (1956)<br \/>\n\u201cRoll over Beethoven\u201d von Chuck Berry (1956)<br \/>\n\u201cSuzie Q\u201d von Dale Hawkins (1957)<br \/>\n\u201cThat\u2019ll be the day\u201d von Buddy Holly (1957)<br \/>\n\u201cRaunchy\u201d von Bill Justis (1957)<br \/>\n\u201cRebel-\u2018Rouser\u201d von Duane Eddy (1958)<br \/>\n\u201cJohnny B. Goode\u201d von Chuck Berry (1958)<br \/>\n\u201cRumble\u201d von Link Wray (1958)<\/p>\n<p><strong>1960s<\/strong><br \/>\n\u201cApache\u201d von The Shadows (1960)<br \/>\n\u201cWalk don\u2019t run\u201d von The Ventures (1960)<br \/>\n\u201cHide Away\u201d von Freddie King<br \/>\n\u201cJames Bond Theme\u201d (1962)<br \/>\n&#8222;Walk right in&#8220; von The Rooftop Singers (1963)<br \/>\n\u201cPipeline\u201d von The Chantays (1963)<br \/>\n\u201cWipe Out\u201d von The Safaris (1963)<br \/>\n\u201cHouse of the Rising Sun\u201d von The Animals (1964)<br \/>\n\u201cYou really got me\u201d von The Kinks (1964)<br \/>\n\u201cOh, Pretty Woman\u201d von Roy Orbison (1964)<br \/>\n\u201cI feel fine\u201d von The Beatles (1964)<br \/>\n\u201cDay Tripper\u201d von The Beatles (1965)<br \/>\n\u201c(I can\u2019t get no) Satisfaction\u201d von The Rolling Stones (1965)<br \/>\n\u201cHey Joe\u201d von Jimi Hendrix Experience (1966)<br \/>\n\u201cPurple Haze\u201d von Jimi Hendrix Experience (1967)<br \/>\n\u201cSunshine of your Love\u201d von Cream (1967)<br \/>\n\u201cOh Well\u201d von Fleetwood Mac (1969)<\/p>\n<p><strong>1970s<\/strong><br \/>\n\u201cGet up (I feel like being a sex machine)\u201d von James Brown (1970)<br \/>\n\u201cSamba pa ti\u201d von Santana (1970)<br \/>\n\u201cLayla\u201d von Derek and the Dominos (1970)<br \/>\n\u201cStairway to Heaven\u201d von Led Zeppelin (1971)<br \/>\n\u201cIron Man\u201d von Black Sabbath (1971)<br \/>\n\u201cSmoke on the Water\u201d von Deep Purple (1972)<br \/>\n\u201cFree Bird\u201d von Lynyrd Skynyrd (1973)<br \/>\n\u201cSweet Home Alabama\u201d von Lynyrd Skynyrd (1974)<br \/>\n\u201cTush\u201d von ZZ Top (1975)<br \/>\n\u201cStranglehold\u201d von Ted Nugent (1975)<br \/>\n\u201cWalk This Way\u201d von Aerosmith (1975)<br \/>\n\u201cCocaine\u201d von J.J. Cale (1976)<br \/>\n\u201cHotel California\u201d von Eagles (1976)<br \/>\n\u201cSultans of Swing\u201d von Dire Straits (1978)<\/p>\n<p><strong>1980s<\/strong><br \/>\n\u201cBack in Black\u201d von ACDC (1980)<br \/>\n\u201cYou shook me all night long\u201d von ACDC (1980)<br \/>\n\u201cI love Rock and Roll\u201d von Joan Jett (1981)<br \/>\n\u201cCrazy Train\u201d von Ozzy Osborne (1981)<br \/>\n\u201cBeat it\u201d von Michael Jackson (1982)<br \/>\n\u201cEvery Breath you Take\u201d von The Police (1983)<br \/>\n\u201cPurple Rain\u201d von Prince (1984)<br \/>\n\u201cRock you like a Hurricane\u201d von Scorpions (1984)<br \/>\n\u201cSummer of \u201869\u201d von Bryan Adams (1985)<br \/>\n\u201cLivin\u2019 on a Prayer\u201d von Bon Jovi (1986)<br \/>\n\u201cWanted Dead or Alive\u201d von Bon Jovi (1987)<br \/>\n\u201cSweet Child O\u2019Mine\u201d von Guns\u2019n\u2019Roses (1987)<br \/>\n\u201cWelcome to the Jungle\u201d von Guns\u2019n\u2019Roses (1987)<\/p>\n<p><strong>1990s<\/strong><br \/>\n\u201cStill got the Blues\u201d von Gary Moore (1990)<br \/>\n\u201cEnter Sandman\u201d von Metallica (1991)<br \/>\n\u201cUnder the Bridge\u201d von Red Hot Chili Peppers (1991)<br \/>\n\u201cNothing Else Matters\u201d von Metallica (1991)<br \/>\n\u201cSmells like Teen Spirit\u201d von Nirvana (1991)<br \/>\n\u201cCome as you are\u201d von Nirvana (1991)<br \/>\n\u201cKilling in the name of\u201d von Rage against the Machine (1992)<br \/>\n\u201cAre you gonna go my way\u201d von Lenny Kravitz (1993)<br \/>\n\u201cWhen I come around\u201d von Green Day (1994)<br \/>\n\u201cWonderwall\u201d von Oasis (1995)<br \/>\n\u201cSong 2\u201d von Blur (1997)<br \/>\n\u201cCalifornication\u201d von Red Hot Chili Peppers (1999)<\/p>\n<p><strong>2000s<\/strong><br \/>\n\u201cSeven Nation Army\u201d von White Stripes (2003)<br \/>\n\u201cBoulevard of broken Dreams\u201d von Green Day (2004)<br \/>\n\u201cWake me up when September ends\u201d von Green Day (2004)<br \/>\n\u201cSteady as she goes\u201d von Raconteurs (2006)<br \/>\n\u201cI got Mine\u201d von The Black Keys (2008)<br \/>\n\u201cAnother way to die\u201d von Jack White &amp; Alicia Keys (2008)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Gitarrist, Gitarrenlehrer und Popmusikforscher greife ich bei meiner Arbeit instinktiv auf einen Fundus von historischen Einspielungen zur\u00fcck. 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