{"id":3601,"date":"2016-03-15T14:11:03","date_gmt":"2016-03-15T13:11:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=3601"},"modified":"2016-03-15T14:11:03","modified_gmt":"2016-03-15T13:11:03","slug":"buch-inside-chefs-fridges-europe-von-carrie-solomon-adrian-moore","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2016\/03\/15\/buch-inside-chefs-fridges-europe-von-carrie-solomon-adrian-moore\/","title":{"rendered":"Buch: \u201eInside Chefs\u2019 Fridges, Europe\u201c von Carrie Solomon &#038; Adrian Moore"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/InsideChefsFridges.jpg\" rel=\"attachment wp-att-3600\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3600\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/InsideChefsFridges-221x300.jpg\" alt=\"InsideChefsFridges\" width=\"221\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/InsideChefsFridges-221x300.jpg 221w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/03\/InsideChefsFridges.jpg 369w\" sizes=\"(max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/><\/a>Carrie Solomon ist Foodfotografin, Adrian Moore schreibt Artikel \u00fcber kulinarische Trends, beide leben und arbeiten in Paris.\u00a0Jeder kennt den Ausspruch \u201edie kochen auch nur mit Wasser\u201c. Stimmt das, ist das wirklich so? Solomon und Moore haben sich gemeinsam gefragt mit welchen Zutaten kochen Europas Spitzenk\u00f6che in ihren privaten K\u00fcchen daheim. Und was w\u00e4re da hilfreicher als ein Blick in deren K\u00fchlschranke? Also haben sie sich aufgemacht, sind quer durch Europa gereist, haben insgesamt 40 Sternek\u00f6che besucht und den Inhalt ihrer privaten K\u00fchlschr\u00e4nke inspiziert und dokumentiert.<!--more--><\/p>\n<p>Das schwere, gro\u00dfe Buch startet mit einem Vorwort von Nathan Myhrvold (Autor von \u201eModernist Cuisine\u201c) und einer Einleitung der beiden Autoren. Direkt danach beginnt der eigentliche Inhalt. Jedes der insgesamt 40 Kapitel starten mit einem Foto (meist s\/w) des Sternekochs, darauf wird er\/sie in einem kurzen Text portraitiert. Es folgt ein schematische Skizze und genaue Modellbezeichnung und schlie\u00dflich ein farbige Frontalansicht des ge\u00f6ffneten K\u00fchlschranks mit genauer Beschriftung des Inhalts. Manchmal gibt es im Anschluss auch noch einen schnellen Blick ins Gefrierfach, auf jeden Fall stehen am Ende jedes Kapitels noch 1-2 Rezepte des jeweiligen Kochs immer mit Zutatenliste und einem sch\u00f6nen Foto.<\/p>\n<p>Man muss schon einigerma\u00dfen mit dem Thema vertraut sein und hochklassige K\u00fcche sch\u00e4tzen um die Namen all dieser Koryph\u00e4en zu kennen. Aber auch wenn sie einem nicht gel\u00e4ufig sind, so ist dieser direkte Blick in die private Vorratskammer doch recht aufschlussreich. Allen K\u00fchlschrankshots ist gemein, dass es meist doch ziemlich aufger\u00e4umt zugeht, anders als man es vielleicht aus dem eigenen privaten K\u00fcchenbetrieb gewohnt ist. Man muss also davon ausgehen, dass die Besitzer auch daheim eine beeindruckende, professionelle Ordnung pflegen oder, dass sie vor dem Termin extra noch aussagefreudige Produkte besorgt und zurecht gelegt haben. Selbst wenn dies der Fall gewesen sein sollte, so ist doch beeindruckend wie unterschiedlich Ausstattung und Inhalt der verschiedenen K\u00fchlschr\u00e4nke sind. Fast immer zu finden sind K\u00e4se, Sahne, Milch, Eier, Obst, Gem\u00fcse, Wasser, Wein und diverse eingelegte Produkte. Besonders interessant nat\u00fcrlich die regionalspezifischen Besonderheiten, Pasten, Cremes, Dipps, Senf, Aufstriche, Gelees, Marmeladen, Konfit\u00fcren, Saucen, Mischungen, Gew\u00fcrze etc. Man kann auch deutliche Vorlieben f\u00fcr Fisch oder Fleisch gleich erkennen. Und immer wieder zu finden sind alle Sorten kulinarischer Laster wie Bier, Limonaden, Fruchtjoghurt, Waffeln, Schokolade, h\u00e4lt sich aber absolut in Grenzen.<\/p>\n<p>Den beiden US-amerikanischen Autoren, die inzwischen beide in Paris leben, fiel besonders auf, dass europ\u00e4ische K\u00fchlschr\u00e4nke so viel kleiner sind als die amerikanischen Pendants, auch dass sich die Lebensmittelauswahl sehr variantenreich, regional und saisonal gestaltete. Einen sch\u00f6nen Abschluss zu jedem Kapitel bilden die ausgew\u00e4hlten, mit \u00fcbersichtlichem Aufwand zu erstellenden Rezepte. Fotos und Texte stammen von den beiden Autoren.<\/p>\n<p>Fazit: Sie kochen nicht alle nur mit Wasser, sondern mit den verschiedensten Zutaten! Ein wirklich erhellender und gleichzeitig unterhaltsamer Blick in fremde K\u00fchlschr\u00e4nke europ\u00e4ischer Spitzenk\u00f6che. Das Buch ist Fotoband, K\u00fcchengeschichte und Rezeptbuch in einem und tats\u00e4chlich gelingt den Autoren bei dieser Entdeckungstour ein tiefer Einblick nicht nur in K\u00fchlschr\u00e4nke, sondern eben gerade auch in die grunds\u00e4tzliche Denkweise und Lebenseinstellung der Besitzer. Fotos sind sehr gelungen (durfte man erwarten), Aufmachung ist edel und hochwertig, ergibt zusammengenommen ein wundersch\u00f6nes Geschenk. Vielleicht erscheint in absehbarer Zeit auch das entsprechendes Buch mit fotografischen Blicken in US-amerikanischen Chefs\u2019 Fridges, das erg\u00e4be dann mal ein interessanter Abgleich, vielleicht m\u00fcsste dann aber das Buchformat vergr\u00f6\u00dfert werden!<\/p>\n<p>\u201eInside Chefs\u2019 Fridges\u201c hat 330 Seiten, erscheint bei Taschen und kostet 39,99 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Carrie Solomon ist Foodfotografin, Adrian Moore schreibt Artikel \u00fcber kulinarische Trends, beide leben und arbeiten in Paris.\u00a0Jeder kennt den Ausspruch \u201edie kochen auch nur mit Wasser\u201c. Stimmt das, ist das wirklich so? 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