{"id":3798,"date":"2016-05-17T20:13:04","date_gmt":"2016-05-17T18:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=3798"},"modified":"2016-05-17T20:13:04","modified_gmt":"2016-05-17T18:13:04","slug":"noten-erik-satie-ogives-gymnopedies-gnossiennes-von-jens-rosteck-hg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2016\/05\/17\/noten-erik-satie-ogives-gymnopedies-gnossiennes-von-jens-rosteck-hg\/","title":{"rendered":"Noten: Erik Satie \u2013 &#8222;Ogives, Gymnop\u00e9dies&#8220; &#038; &#8222;Gnossiennes\u201c von Jens Rosteck (Hg.)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Satie.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-3795\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Satie-229x300.jpg\" alt=\"Satie\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Satie-229x300.jpg 229w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Satie-781x1024.jpg 781w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Satie-768x1007.jpg 768w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/Satie.jpg 940w\" sizes=\"(max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a>Heute vor 150 Jahren wurde der franz\u00f6sische Komponist <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erik_Satie\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Erik Satie<\/a> geboren. Anl\u00e4sslich dieses Jubil\u00e4ums hat der deutsche B\u00e4renreiter Verlag einige ausgew\u00e4hlte Klavierwerke in einer Neuausgabe ver\u00f6ffentlicht. Unter anderem erschienen zum Jahresbeginn die beliebten \u201eOgives &amp; Gymnop\u00e9dies\u201c und \u201eGnossiennes\u201c. Beide Editionen umfassen ausf\u00fchrliche Vorworte des renommierten, deutschen Musikwissenschaftlers Jens Rosteck und Hinweise zur Auff\u00fchrungspraxis von Steffen Schleiermacher.\u00a0Rosteck schreibt zu den beiden Zyklen aus dem Fr\u00fchwerk des eigenwilligen Exzentrikers Satie:<!--more--><\/p>\n<p><strong>Am Ende des Vorworts zu den Gymnop\u00e9dies:<\/strong><br \/>\n\u201eSeit der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts haben sich die Gymnop\u00e9dies aus ihrem Kontext gel\u00f6st und sind stattdessen als veritabler \u201eOhrwurm\u201c rezipiert worden. Auch und gerade in der Popularkultur haben sie sich, mit einer Breitenwirkung ohnegleichen, als musikalische Chiffre f\u00fcr ein \u201etypisch\u201c melancholisches Paris und f\u00fcr franz\u00f6sische Musik schlechthin emanzipiert. In unterschiedlichster Besetzung, Verbr\u00e4mung und Abwandlung sind sie in den verschiedenen Medien omnipr\u00e4sent \u2013 zum Beispiel als Jazz-Vokalise f\u00fcr Cleo Laine, als Soundpattern f\u00fcr einen DJ-Mix im Verlauf von Malcolm McLarens musikalischer Zeitreise Paris (1994) oder auch, vor allem im Bereich des Autorenkinos, als Filmsoundtrack.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcber kompositorische Gemeinsamkeiten der Gnossiennes:<\/strong><br \/>\n\u201eVerbindende Stilmerkmale sind, neben der Verwendung modaler, osteurop\u00e4ischer und \u201aarchaisierender\u2019 Tonleitern und Skalenausschnitte sowie dem weitgehenden Verzicht auf Diatonik, die zahlreichen Sekund-, Terz-, Quart-, und gelegentlichen Quintvorschl\u00e4ge (&#8230;)\u201c<\/p>\n<p>Das stimmt zwar alles grunds\u00e4tzlich, trotzdem klingen diese S\u00e4tze abgehobener und komplizierter als es dem Gegenstand angemessen ist. Erik Satie hatte zu Lebzeiten zwar nur m\u00e4\u00dfigen k\u00fcnstlerischen und nahezu gar keinen kommerziellen Erfolg mit seinen ungew\u00f6hnlichen Kompositionen. Aus heutiger Sicht geh\u00f6rt insbesondere sein fr\u00fches Oeuvre f\u00fcr Klavier zu der Sorte von Musik der klassischen Moderne, die man getrost jedem jungen Menschen, Neuling oder Fachfremden ohne weitere Erkl\u00e4rung empfehlen kann ohne schwierige Erkl\u00e4rungen mitzugeben oder sich sonst irgendwie Sorgen machen zu m\u00fcssen, dass die Besch\u00e4ftigung damit Unverst\u00e4ndnis oder Ablehnung ausl\u00f6sen k\u00f6nnte. Ja, es gibt nur wenig moderne Klassik, die von einem H\u00f6rer (oder Spieler) so unvorbereitet und g\u00e4nzlich intuitiv erfasst werden kann wie diese. Lasst uns Saties 150. Geburtstag feiern, indem wir seinen Kompositionen zuh\u00f6ren oder noch besser: sie selbst spielen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"584\" height=\"438\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/0WNCBPdetG4?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p>Zur Notenausgabe: Drucktechnische Aufbereitung und Papierqualit\u00e4t ist &#8211; wie immer bei Urtextausgaben \u2013 hervorragend und tadellos. Die Notenhefte erscheinen bei B\u00e4renreiter und sind jeweils f\u00fcr unter 7 \u20ac erh\u00e4ltlich. Lohnswerte Anschaffung und Pflichtprogramm f\u00fcr junge Komponisten, Jazz- &amp; Popmusiker, Filmmusikschreiber und sonstige Kreative.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute vor 150 Jahren wurde der franz\u00f6sische Komponist Erik Satie geboren. Anl\u00e4sslich dieses Jubil\u00e4ums hat der deutsche B\u00e4renreiter Verlag einige ausgew\u00e4hlte Klavierwerke in einer Neuausgabe ver\u00f6ffentlicht. 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