{"id":4000,"date":"2016-08-11T10:30:17","date_gmt":"2016-08-11T08:30:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=4000"},"modified":"2016-08-11T10:30:17","modified_gmt":"2016-08-11T08:30:17","slug":"fuschl-innsbruck-muenchen-weikersheim-fuschl","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2016\/08\/11\/fuschl-innsbruck-muenchen-weikersheim-fuschl\/","title":{"rendered":"Fuschl \u2013 Innsbruck \u2013 M\u00fcnchen \u2013 Weikersheim \u2013 Fuschl"},"content":{"rendered":"<p>Am Samstag bin ich direkt aus dem Urlaub zur einer kleinen beruflichen Alpen- und S\u00fcddeutschlandrundreise aufgebrochen. Von Fuschl ging\u2019s \u00fcber Salzburg und Bad Reichenhall nach Innsbruck in Tirol. Dort sollte mit meiner musikalischen Mitwirkung eine Hochzeitszeremonie unter freiem Himmel auf einer Alm im Karwendelgebirge abgehalten werden. Wegen ung\u00fcnstigen Witterungsbedingungen musste die Prozedur allerdings bereits vorab in eine kleine, h\u00fcbsche Kapelle ein paar H\u00f6henmeter tiefer verlegt werden. Ich kam dort fr\u00fchzeitig an, konnte aber den Innenraum noch nicht in Augenschein nehmen, weil vorher noch eine Taufe stattfand. Kurze Zeit sp\u00e4ter ging\u2019s dann aber los, es wurde etwas umgestellt, ich machte einen kleinen Check mit der Akustikgitarre, zog ich mich rasch um und nahm meinen Platz neben dem Altar ein. Es war eine sehr stimmungsvolle und ergreifende Zeremonie. Ich spielte ein Instrumental zum Brauteinzug und sang zwei Popsongs zur Gitarrenbegeleitung. Danach flotter Umzug zum feiern in ein nahegelegenes Gasthaus. Dort stie\u00dfen dann auch meine Mitmusiker zu mir, wir spielten erst zum Aperitif und danach zu Abendessen und Tanz bis tief in die Nacht bzw. fast schon in den n\u00e4chsten Morgen. Es war ein wunderbares Fest mit hervorragenden Gastgebern. Die Nacht verbrachten wir in einer Privatwohnung direkt in Innsbruck und den n\u00e4chsten Vormittag schlenderte ich bei strahlendem Sonnenschein durch die Altstadt. Die Band war bereits morgens Richtung Norden abgefahren.<!--more--><\/p>\n<p>Nachmittags ging\u2019s f\u00fcr mich \u00fcber Garmisch nach M\u00fcnchen, wo ich mich am Mo f\u00fcr einen weiteren freien Tag aufhielt. Neben Verwandten- und Freundesbesuchen fuhr ich zum Stachus, lief zu Fu\u00df zum Marienplatz und legte darauf kleine Stopps am Viktualienmarkt, Ludwig Beck, Hieber und Manufactum ein. Danach zum Haus der Kunst, es gab dort aber nichts, was mich interessierte, also weiter den Surfern am nahegelegenden Eisbach zusehen, durch den Englischen Garten zum Chinesischen Turm und von da aus weiter Richtung Schwabing, wo ich einen alten Studienfreund in dem erst k\u00fcrzliche errichteten und bezogenen, zukunftsweisenden Hauskomplex einer Immobiliengenossenschaft besuchte. Nach der Begr\u00fc\u00dfung machte er mit mir einen Rundgang und ich war tief beeindruckt ob der Durchdachtheit des gesamten Konzepts. Neben den klug aufgeteilten Wohnungen gibt es Wasch- und Trockenr\u00e4ume, R\u00e4ume f\u00fcr Spiel, Sport und Musik, Werkst\u00e4tten, ein kleines Caf\u00e9, Sitzungsr\u00e4ume, Freiluftb\u00fchne, eine Dachterrasse mit Gem\u00fcse- und Blumenbeeten, dar\u00fcber hinaus noch von den Bewohnern buchbare Zimmer f\u00fcr \u00dcbernachtungsg\u00e4ste, eine ger\u00e4umige Fahrradgarage. Die Genossenschaft stellt eBikes und eine Carsharinganbieter eAutos zur Verf\u00fcgung, die praktischerweise in der eigenen Tiefgarage geparkt sind und mit selbsterzeugtem Solarstrom betankt werden. Das Projekt ist bzgl. urbaner Stadtentwicklung so au\u00dfergew\u00f6hnlich, dass Delegationen von Interessierten aus aller Herren L\u00e4nder kommen um sich einen eigenen Eindruck zu verschaffen. Diese Woche wurde dar\u00fcber in der SZ berichtet. Wow!<\/p>\n<p>Di ging\u2019s nachmittags weiter nach Weikersheim, wo wir in der Orangerie des Schlosses f\u00fcr eine internationale Schifffahrtsgesellschaft (drei F) zu Tanz und Cocktail spielten. Ich hatte in Innsbruck mein komplettes Equipment der Einfachheit halber meinen Mitmusikern mitgegeben. Als wir alle angekommen waren, packten wir aus, trugen die Sachen rein und beim Aufbau stellte ich best\u00fcrzt fest, dass meine E-Gitarre fehlte. Das war ein kleiner Schock und wir mussten uns schnell was einfallen lassen. Es kam noch dazu, dass v\u00f6llig unklar war, wo sich meine vielgespielte Lieblingsgitarre genau befand. Vielleicht noch in Innsbruck? Oder in Schweinfurt? Oder war sie beim Umpacken an irgendeiner Autobahnrastst\u00e4tte stehengelassen worden? Es gab einige denkbare und zum Teil sehr ungl\u00fcckliche Varianten f\u00fcr den Verbleib, konnte aber im Augenblick nicht zweifelsfrei gekl\u00e4rt werden. Zum Gl\u00fcck hatte ich noch meine klassische Gitarre im Auto, die ich f\u00fcr die Hochzeitszeremonie in Innsbruck benutzt hatte, sie war jetzt meine Rettung. Mit einem Kontrabassmikro, einigen Kabeladaptern und einem Stativ bastelten wir eine Abnahmem\u00f6glichkeit. Weil an der Gitarre kein Gurt befestigt werden konnte, organisierte ich einen Barhocker und so fanden wir zusammen eine schnelle, halbwegs praktikable L\u00f6sung. Nachteil war, dass ich die ganze Zeit nah am Mikro bleiben musste, mich also kaum bewegen konnte und kaum Blickkontakt mit den Mitmusikern herstellen konnte. Zudem war ich trotzdem so leise, dass ich beim Singen mein eigenes Gitarrenspiel kaum geh\u00f6rt habe und meine Gesangsintonation von Kontrabass und Saxophonlinien ableiten musste. Kein optimalen Bedingungen f\u00fcr einen S\u00e4nger, aber musste irgendwie gehen. Meinem Mitmusiker, der mit der mit dem Transport der Gitarre betraut gewesen war, war die Sache furchtbar peinlich und er versuchte den ganzen Abend zu beschwichtigen. Es kl\u00e4nge auch so ganz toll, w\u00e4re eben \u201areal acoustic music\u2019 und \u00fcberhaupt w\u00fcrde ich auf dem Barhocker sehr authentisch und liedermacherm\u00e4\u00dfig r\u00fcber kommen. Ich bedankte mich freundlich daf\u00fcr, dass er mir diese einmalige Gelegenheit verschafft hatte.<br \/>\nLief aber letztlich alles gut, das musizieren hat trotz widriger Bedingungen Spa\u00df gemacht. Das Publikum bestand haupts\u00e4chlich aus Australiern und US-Amerikanern im etwas vorangeschrittenem Alter, grunds\u00e4tzlich also eine sehr wohlwollende und dankbare Zuh\u00f6rerschaft. Es wurde viel getanzt, egal, ob der spezielle Tanzschritt nun bekannt war oder auch nicht. Wir bekamen viel Lob, Applaus und freundliche Blicke (\u201eWonderful dance music\u201c, \u201eOutstandig performance\u201c, \u201eVery entertaining!\u201c). Mein einzige Sorge war: Wo ist nur meine gute Klampfe abgeblieben? Musste mich mit eine Antwort auf diese Frage aber noch gedulden. Nach dem letzten Song (\u201eMoonlight Serenade\u201c) schnell zusammengepackt und durch Nacht und Nebel \u00fcber Berge und T\u00e4ler zur\u00fcck nach M\u00fcnchen, dort \u00fcbernachtet und morgens weiter bzw. zur\u00fcck nach Fuschl.\u00a0Heute Mittag kam als Email folgende Nachricht meines Mitmusikers:<\/p>\n<p>\u201eOptisches Ph\u00e4nomen oder gemeiner Trickbetrug ?! (SW) &#8211; Unter Zuhilfenahme einer sog. Quodlumenlux-Filter-Brille konnte in einem Schweinfurter Musikinstitut eine verloren geglaubte Gitarre eines W\u00fcrzburger Musikers wiedergefunden werden.\u201c<\/p>\n<p>Meine geliebte Guild X-160 ist also da, alles ist gut, es kann weiter gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Samstag bin ich direkt aus dem Urlaub zur einer kleinen beruflichen Alpen- und S\u00fcddeutschlandrundreise aufgebrochen. Von Fuschl ging\u2019s \u00fcber Salzburg und Bad Reichenhall nach Innsbruck in Tirol. 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