{"id":4121,"date":"2016-09-29T15:47:36","date_gmt":"2016-09-29T13:47:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=4121"},"modified":"2016-09-29T15:47:36","modified_gmt":"2016-09-29T13:47:36","slug":"konzert-terry-lee-hale-kofferfabrik-fuerth","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2016\/09\/29\/konzert-terry-lee-hale-kofferfabrik-fuerth\/","title":{"rendered":"Konzert: Terry Lee Hale @ Kofferfabrik, F\u00fcrth"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-large wp-image-4120\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-1024x768.jpg\" alt=\"img_4375\" width=\"584\" height=\"438\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-300x225.jpg 300w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-768x576.jpg 768w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-1200x900.jpg 1200w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/09\/IMG_4375-1980x1485.jpg 1980w\" sizes=\"(max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a>Gestern hat der amerikanische Singer\/Songwriter Terry Lee Hale in der Kofferfabrik in F\u00fcrth gespielt. Begleitet wurde er von dem italienischen Multiinstrumentalisten Antonio Gramentieri, der auch schon wesentliche Akzente bei der Produktion des aktuellen Albums \u201eBound, Chained, Fettered\u201c (2016) gesetzt hatte.<\/p>\n<p>Die beiden waren tags\u00fcber von Bologna zum Konzert angereist und waren gut durchgekommen. Trotzdem begann der Abend mit schlechten Nachrichten (\u201ebad news first\u201c): Terry Lee Hale war an Angina erkrankt und war schlecht bei Stimme. Beim Sprechen und Gesang in unteren Lagen ging\u2019s gerade noch so, bei den h\u00f6heren T\u00f6nen brach ihm im Verlauf des Konzerts immer wieder die Stimme weg. Der sympathische Songschreiber machte das aber locker wett mit seiner einnehmenden Art und den f\u00fcr ihn typischen fahrigen Ansagen zwischen den St\u00fccken. Und dazu gab\u2019s wieder Mal jede Menge Gelegenheit, denn ein weiteres Markenzeichen seiner Performances ist es, dass Gitarre (oder Resonatorgitarre) bei nahezu jedem neuen Song von einer Alternativstimmung in eine andere umgestimmt werden. Daraus ergaben sich einige Lehrstellen f\u00fcr interessante, teils auch skurrile Monologe, wie z.B:<\/p>\n<p>\u201eDonald Trump or Hillary Clinton? Who\u2019s it\u2019s gonna be? What a fucking mess.\u201c<\/p>\n<p>\u201eThank you for coming out on a workday. I mean, we\u2019re in Germany, you all go to work.&#8220;<\/p>\n<p>Das Programm bestand fast ausschlie\u00dflich aus Songs von dem neuen Album. Trotz schwer angeschlagener Stimme und merklicher Qu\u00e4lerei bot Hale magische und intime Momente, insbesondere bei den Instrumentalst\u00fccken. Daran hat sein kongenialer italienischer Begleiter einen gro\u00dfen Anteil, den sollte Hale sich unbedingt warm halten, guter Mann.<\/p>\n<p>Nach dem Konzert, als dann auch der Albumverkauf und die Unterschriftverteilung beendet waren, ging ich zu ihm, stellte mich kurz vor und fragte, ob er sich noch an unser Treffen im Jahr 1998 erinnern k\u00f6nne. Ich hatte ihn damals in K\u00f6ln besucht und er hatte mir in einem stundenlangen Interview Rede und Antwort gestanden, das ich als Recherche f\u00fcr meine Diplomarbeit eingef\u00e4delt hatte. Er erz\u00e4hlte mir seine ganze Lebensgeschichte, ich sa\u00df gebannt da, lie\u00df ihn einfach nur reden und war ganz Ohr. Zum Gl\u00fcck habe ich das mitgeschnitten und konnte einige Passagen immer wieder nachh\u00f6ren. Terry Lee Hale hat damals durch seine Alben, seine Konzerte und nicht zuletzt diese intensive, pers\u00f6nliche Begegnung im Interview nachhaltigen Einfluss auf mein Selbstverst\u00e4ndnis als Musiker, S\u00e4nger und Songschreiber ausge\u00fcbt. Mein Lieblingssatz von ihm ist nach wie vor:<\/p>\n<p>I learned early on that I wasn\u2019t a great guitar player,<br \/>\nI\u2019m not a great songwriter, I\u2019m not a great singer,<br \/>\nI\u2019m not a great performer, I\u2019m not anything great, great.<br \/>\nBut the one thing that I am great at is being Terry Lee Hale.<br \/>\n(TLH im Interview am 14.3.1998)<\/p>\n<p>Gestern bat er mich noch ihm musikalischen Materialien von mir zukommen zu lassen (\u201eI want to know what it turned into\u201c) und dass ich mit meinem n\u00e4chsten Besuch nicht wieder knapp zwanzig Jahre warten soll. Werde ich nicht, ich komme wieder bei der n\u00e4chsten Gelegenheit. Danke Terry f\u00fcr deine zutiefst menschliche Art, deine wunderbaren Songs und das gestrige Konzert unter erschwerten Bedingungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gestern hat der amerikanische Singer\/Songwriter Terry Lee Hale in der Kofferfabrik in F\u00fcrth gespielt. 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