{"id":4358,"date":"2017-01-20T09:06:34","date_gmt":"2017-01-20T08:06:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=4358"},"modified":"2017-01-20T09:06:34","modified_gmt":"2017-01-20T08:06:34","slug":"liner-notes-urban-chic-country-cool-side-1","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2017\/01\/20\/liner-notes-urban-chic-country-cool-side-1\/","title":{"rendered":"Liner Notes: Urban Chic &#038; Country Cool (Side 1)"},"content":{"rendered":"<p>Das Album \u201eUrban Chic &amp; Country Cool\u201c erscheint weltweit am 20. Januar 2017 auf allen g\u00e4ngigen Download- und Streamingportalen, z.B. <a href=\"https:\/\/www.amazon.de\/Urban-Chic-Country-Dennis-Sch\u00fctze\/dp\/B01MZ5UJIR\/ref=sr_1_1?ie=UTF8&amp;qid=1484733754&amp;sr=8-1&amp;keywords=urban+chic+country+cool\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Amazon<\/a>,\u00a0<a href=\"https:\/\/itunes.apple.com\/de\/album\/urban-chic-country-cool\/id1192377522\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">iTunes<\/a>, Apple Music, Spotify etc. Weil es keine gepresste CD und demzufolge auch kein Booklet mehr gibt, hier Einzelheiten zu Besetzung und ein pers\u00f6nlicher Kommentar zur Songauswahl.<\/p>\n<p><strong>01. Coming into Los Angeles (Arlo Guthrie)<\/strong><br \/>\nDennis Sch\u00fctze: vocals, acoustic &amp; electric guitars, organ, electric bass, drum loop, Mandy St\u00f6hr: background vocals<\/p>\n<p>Es muss irgendwann Mitte der 1980er Jahre gewesen sein, meine Eltern waren ausgegangen und ich sa\u00df nachts alleine vor dem Fernseher und beim Rumzappen landete ich zuf\u00e4llig bei der Ausstrahlung des Hippiefilms \u201cAlice\u2019s Restaurant\u201d (1969), der auf dem Songepos \u201cAlice\u2019s Reataurant Massacree\u201d (1967) von Arlo Guthrie beruht. Danach ging ich in einen Plattenladen (ja, sowas gab\u2019s damals noch) und kaufte mir das gleichnamige Album auf CD und kurz danach gleich noch eine \u201eBest of\u201c. W\u00e4hrend meiner Zeit als Austauschsch\u00fcler in den USA (1988-89) verbrachte ich ein paar Monate in Tulsa, Oklahoma und hatte dort Gelegenheit Arlo Guthrie und diesen Song im Konzert zu h\u00f6ren. Auch sehr gut gefallen hat mir sein Song \u201cComing into Los Angeles\u201d, in die Stadt bin ich einige Monate sp\u00e4ter tats\u00e4chlich gekommen, allerdings nicht mit dem Flieger wie im Songtext, sondern als minderj\u00e4hriger Beifahrer in einem Pickup Truck, aber das ist eine andere Geschichte.<!--more--><\/p>\n<p><strong>02. Southern Nights (Allan Toussaint)<\/strong><br \/>\nDennis Sch\u00fctze: lead &amp; background vocals, acoustic guitar, piano, lap-steel, Camilo Goitia: bass, Jan Hees: drums<\/p>\n<p>Den Song lernte ich kennen in der Version von Glen Campbell, dem legend\u00e4ren Westcoast Sessiongitarrist. Er hatte u.a. f\u00fcr Produktionen von Bobby Darin, Ricky Nelson, Dean Martin, Nat King Cole, Elvis Presley und The Beach Boys gespielt, bevor er schlie\u00dflich ab 1965 eine Karriere unter eigenem Namen startete. Erst Jahre sp\u00e4ter fand ich heraus, dass der Song eigentlich von Allan Toussaint, dem schwarzen Pianisten, Songwriter und Produzenten aus New Orleans stammt. Dessen Version ist aber, na sagen wir mal, anders. Schon beeindruckend, dass Campbell in der esoterischen, LSD-geschw\u00e4ngerten Version des Urhebers einen feinen Popsong geortet hat. Es gibt \u00fcbrigens ein lustiges Video in dem Glen Campbell den Song zusammen mit Jerry Reed spielt und singt und zwar in kurzen Hosen und mit astreinem BBQ\/Camping-Ambiente. In der Einleitung zum Song erf\u00e4hrt man, dass Campbell das viertaktige kontrapunktische Intro, das auch als wiederkehrendes Zwischenspiel fungiert, von Reed abgeschaut hat.<\/p>\n<p><strong>03. Ophelia (Robbie Robertson)<\/strong><br \/>\nDennis Sch\u00fctze: lead vocals, acoustic &amp; electric guitars, Mandy St\u00f6hr: background vocals, Camilo Goitia: bass, epiano, Jan Hees: drums<\/p>\n<p>Die kanadische Formation The Band lernte ich zu sch\u00e4tzen, w\u00e4hrend ich mit dem ebenfalls kanadischen Gitarristen Rob Collomb zusammenarbeitete. Anfang der Nuller Jahre produzierten wir beide fiebrig an unseren jeweiligen Debutalben als Singer Songwriter. Er spielte Mundharmonika auf einigen meiner Aufnahmen, ich spielte f\u00fcr ihn Lap Steel ein. Habe inzwischen mehrere Titel der Band im Repertoire. An \u201eOphelia\u201c gef\u00e4llt mir dieser l\u00e4ssige Country Soul Groove, der so typisch f\u00fcr den Sound dieser Band ist und erstmal gar nicht an nordische W\u00e4lder erinnert.<\/p>\n<p><strong>04. Pistols &amp; Diamonds (Rick Huckaby &amp; Michael White)<\/strong><br \/>\nDennis Sch\u00fctze: vocals, acoustic &amp; electric guitars, Mandy St\u00f6hr: background vocals, Camilo Goitia: bass, drum programming<\/p>\n<p>Im Jahr 2013 besuchte ich nach 25 Jahren meine alte High School in South Point Ohio. Es war l\u00e4ngst ein neues Schulgeb\u00e4ude errichtet worden, aber das alte stand noch und wurde ersatzweise als Verwaltungsgeb\u00e4ude eingesetzt. Die neue Direktorin war sehr freundlich, aber ich kannte kaum noch jemanden an der Schule, meine alten Lehrer waren verzogen, im Ruhestand, einige sogar bereits verstorben. Nach einem Treffen mit einigen ehemaligen Sch\u00fclern meines Jahrgangs, wollte ich noch zu einem Konzert in nahegelegenen Huntington, West Virginia auf dr anderen Seite des Ohio River, aber keiner wollte mit. Bin dann alleine hin und heute noch froh, dass ich dort war. Rick Huckaby spielte solo die Songs seines damals aktuellen Albums. Der Titelsong fiel mir schon w\u00e4hrend des Konzerts positiv auf, also kaufte ich die CD und h\u00f6rte sie f\u00fcr den Rest meiner Reise jeden Tag mehrere Male w\u00e4hrend der langen Autofahrten bis ich fast alle Lieder auswendig mitsingen konnte. Erst vor kurzem las ich in einem Zeitungsartikel, dass Huntigton eine Hochburg des illegalen Drogenhandels ist, es gibt jedes Jahr unz\u00e4hlige ODs (\u00dcberdosen), Verhaftungen und jede Menge Beschaffungskriminalit\u00e4t. Meistens geht es um Meth und Amphetamine, das sind derzeit die billigen Drogen der armen, wei\u00dfen Landbev\u00f6lkerung.<\/p>\n<p><strong>05. Detroit or Buffalo (Barbara Keith)<\/strong><br \/>\nDennis Sch\u00fctze: vocals, acoustic &amp; electric guitars, organ, Camilo Goitia: bass, drum programming<\/p>\n<p>Den Song lernte ich in der Interpretation von Neal Casal auf seinem fulminanten Debutalbum \u201eFade away Diamond time\u201c kennen. Erst sp\u00e4ter bemerkte ich, dass er ihn nicht selbst geschrieben hatte, sondern die Folks\u00e4ngerin Barbara Keith. Casal weist darauf selbst w\u00e4hrend einer Szene in einer DVD-Dokumentation hin. Das Debutalbum von Barbara Keith war jahrzehntelang vergriffen, irgendwann konnte man die MP3-Version auf iTunes kaufen. Habe ich getan und siehe da, sie spielt den Song in einer Tonart (C-Dur), in der ich ihn auch gut singen kann. Der Songs war einer der Gr\u00fcnde warum ich 2013 einen Halt in Detroit gemacht habe, den Weg nach Buffalo zu den Niagaraf\u00e4llen habe ich mir dann aber gespart.<\/p>\n<p><strong>06. L.A. International Airport (Leanne Scott)<\/strong><br \/>\nDennis Sch\u00fctze: vocals, acoustic guitars, Mandy St\u00f6hr: background vocals, Camilo Goitia: bass, drum programming<\/p>\n<p>Ich kann gar nicht sagen, woher ich diesen Song kenne und warum ich ihn so gerne mag. Vermutlich hat das damit zu tun, dass ich in meiner Kindheit in den 1970er Jahren viel derartige Musik geh\u00f6rt habe. Mein Vater sa\u00df im Wohnzimmer am Esstisch, las die SZ und h\u00f6rte dabei die Country Top 40 auf AFN. \u201eFrom coast to coast and around the world\u201c. Das zog sich \u00fcber Stunden und er wurde dabei nur ungern unterbrochen. Wei\u00df auch nicht, was ich da dann getan hab, war jedenfalls oft bei ihm, verhielt mich ruhig und h\u00f6rte das Zeug mit ihm rauf und runter. Muss damals schleichend in meine DNA \u00fcbergegangen sein, wenn ich heute alte Countrysongs h\u00f6re, bin ich oft ganz ger\u00fchrt und f\u00fchle ich mich daheim. So ein emotionales Verh\u00e4ltnis konnte ich zu kaum einem anderen Musikstil aufbauen.<\/p>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/2017\/01\/21\/liner-notes-urban-chic-country-cool-side-2\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">zweite Teil der Liner Notes<\/a> erscheint morgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Album \u201eUrban Chic &amp; Country Cool\u201c erscheint weltweit am 20. Januar 2017 auf allen g\u00e4ngigen Download- und Streamingportalen, z.B. 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