{"id":4436,"date":"2017-02-28T13:06:03","date_gmt":"2017-02-28T12:06:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=4436"},"modified":"2017-02-28T13:06:03","modified_gmt":"2017-02-28T12:06:03","slug":"kochbuch-cafe-cornersmith-von-alex-elliott-howery-james-grant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2017\/02\/28\/kochbuch-cafe-cornersmith-von-alex-elliott-howery-james-grant\/","title":{"rendered":"Kochbuch: \u201eCaf\u00e9 Cornersmith\u201c von Alex Elliott-Howery &#038; James Grant"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/CafeCornersmith.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4435\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/CafeCornersmith-220x300.jpg\" alt=\"\" width=\"220\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/CafeCornersmith-220x300.jpg 220w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/CafeCornersmith.jpg 366w\" sizes=\"(max-width: 220px) 100vw, 220px\" \/><\/a>F\u00fcr gew\u00f6hnlich widme ich mich dem Konservieren von Klang, Musik und Geschichten. Im Folgenden geht es um die Konservierung von Lebensmitteln vorzugsweise Obst und Gem\u00fcse als Eingemachtes. Komisch eigentlich, dass uns das am Konservatorium nicht beigebracht wurde.<br \/>\nDas \u201eCaf\u00e9 Cornersmith\u201c wurde vor ein paar Jahren von Alex Elliott-Howery und James Grant im Westen Sydneys in Australien er\u00f6ffnet. Schwerpunkte sind &#8211; neben Kaffee und Kuchen \u2013 \u201eFrische Saisonk\u00fcche und k\u00f6stliches Eingemachtes\u201c. 2015 erschien das dazugeh\u00f6rige Koch- und Einmachbuch (Recipes from the Cafe and Picklery\u201c), ein Jahr sp\u00e4ter die deutsche \u00dcbersetzung.<\/p>\n<p>Nach zwei kurzen, einleitenden Texten pr\u00e4sentiert das Gastronomenpaar auf 270 Seiten viele originelle und appetitliche Speisen. Unterteilt werden die Koch- und Zubereitungsanleitungen in die Kapitel Fr\u00fchling, Sommer , Herbst, Winter und das Extrakapitel Einmachen. Danach folgen Anmerkungen zu Rezeptgrundlagen, Location und ein hilfreicher Register.<!--more--><\/p>\n<p>Mit der Ver\u00f6ffentlichung folgen die Macher einem weltweiten Trend: Erfahrungen in der Gastronomie sammeln, Lebenspartner finden, Familie gr\u00fcnden und dann &#8211; was k\u00f6nnte n\u00e4her liegen \u2013 ein kuscheliges Caf\u00e9, Bistro, Kneipe, Bar, Restaurant mit ausgew\u00e4hltem kulinarischen Angebot er\u00f6ffnen. Je nach Geschmack saisonal, nachhaltig, bio-dynamisch, veggie, vegan, low-carb, laktose- und\/oder glutenfrei, mit m\u00f6glichst ausgepr\u00e4gtem Regional\/Lokalkolorit und viel Do-it-Yourself bzw. Re-Discover-Yourself. Wenn der Laden dann l\u00e4uft und die Kinder schon etwas gr\u00f6\u00dfer geworden sind, wird ein Kochbuch \u00fcber den eigenen, individuellen Werdegang und die erfundenen oder wenigstens neu zusammengestellten Rezepte ver\u00f6ffentlicht. So weit so gut, das Modell erscheint in letzter Zeit nur etwas inflation\u00e4r umgesetzt zu werden.<\/p>\n<p>Im vorliegenden Fall lassen sich die Alleinstellungsmerkmale auf die Schlagworte: australische K\u00fcche und Einmachen reduzieren. Was genau daran allerdings australisch sein soll, bleibt unklar, die meisten Rezepte erscheinen international und die solidesten kommen von der deutschen Mitarbeiterin Sabine Spindler, die im Caf\u00e9 als K\u00fcchenmeisterin arbeitet und das Kochbuch mitverfasst hat (auf dem Titel jedoch nicht vermerkt ist). So kommt es dazu, dass deutschen Lesern einige der besonderen Rezepte durchaus bekannt vorkommen k\u00f6nnten: Brot, K\u00e4sekuchen, Eintopf, Gurken- und Kartoffelsalat. F\u00fcr Australier mag das au\u00dfergew\u00f6hnlich sein, in Mitteleuropa geh\u00f6rt das zum kulinarischen Standard. Auch das Thema Einmachen klingt wohl in erster Linie f\u00fcr kochunerfahrene Hipster interessant. Wer ernsthaft einmachen will, braucht erstmal Gem\u00fcsebeete, muss pflanzen, gie\u00dfen, pflegen, hegen und darf dann irgendwann ernten. Welchem St\u00e4dter kann das leisten? Und als alternative gekauftes Einlegbares besorgen f\u00e4llt wohl aus. Und au\u00dferdem: Eingelegtes kann man in Mitteleuropa in jedem Lebensmittelgesch\u00e4ft vom Discounter bis zum Delikatesseladen finden, teilweise hat schon eine irritierend breite Auswahl.<\/p>\n<p>Es ist sch\u00f6n anzusehen, was sich das Paar in wenigen Jahren aufgebaut hat, und wie ansehnlich es auf den Buchseiten in Wort und Bild inszeniert wird. Einige inspirierende Vorschl\u00e4ge sind bei aller Kritik auch darunter. Die Kochanleitungen sind klar und pr\u00e4zise und jedes Gericht ist mit einer ansprechenden Abbildung illustriert (Fotos: Alan Benson). Hervorzuheben ist noch die gelungene \u00dcbersetzung aus dem Englischen von Gundula M\u00fcller-Wallraf. Die Sprache wirkt immer sehr nat\u00fcrlich, verst\u00e4ndlich und geschmeidig. Alle typisch australischen Zutaten, Portionsangaben, Zutaten oder sonstige Spezialit\u00e4ten sind sehr unkompliziert ins Deutsche \u00fcbertragen worden. Hin und wieder stutzt man, wenn beispielweise ganz nebenbei erw\u00e4hnt wird, dass man verschiedene Quarksorten in Australien angeblich nicht einfach im Laden kaufen kann. Es ist offensichtlich, dass aus englischer Sicht jede andere Nationalk\u00fcche, und mag sie noch so einfach sein, raffiniert und au\u00dfergew\u00f6hnlich erscheinen muss. Vielleicht gilt das in \u00e4hnlichem Ma\u00dfstab auch f\u00fcr die ehemalige Kolonie Australien.<\/p>\n<p>Fazit: Ein gelungenes und hervorragend designtes Kochideen und Bilderbuch mit Rezepten f\u00fcr jede Jahreszeit. Interessant vor allem f\u00fcr gastronomische Gr\u00fcnderpaare, Foodtruckbetreiber und Urban Gardener.<\/p>\n<p>\u201eCaf\u00e9 Cornersmith\u201c erscheint bei Knesebeck und kostet 29,95 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr gew\u00f6hnlich widme ich mich dem Konservieren von Klang, Musik und Geschichten. Im Folgenden geht es um die Konservierung von Lebensmitteln vorzugsweise Obst und Gem\u00fcse als Eingemachtes. Komisch eigentlich, dass uns das am Konservatorium nicht beigebracht wurde. 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