{"id":4444,"date":"2017-03-02T11:35:42","date_gmt":"2017-03-02T10:35:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=4444"},"modified":"2017-03-02T11:35:42","modified_gmt":"2017-03-02T10:35:42","slug":"noten-dowland-for-guitar-von-martin-hegel-hg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2017\/03\/02\/noten-dowland-for-guitar-von-martin-hegel-hg\/","title":{"rendered":"Noten: \u201eDowland for Guitar\u201c von Martin Hegel (Hg.)"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DowlandForGuitarCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4443\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DowlandForGuitarCover-229x300.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DowlandForGuitarCover-229x300.jpg 229w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/DowlandForGuitarCover.jpg 381w\" sizes=\"(max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a>B\u00f6se Zungen behaupten es h\u00e4tte vor den Beatles in England keine ernstzunehmende Musikkultur gegeben. Das stimmt so selbstverst\u00e4ndlich nicht, aber man muss die englische Geschichte der Kunstmusik schon sehr genau betrachten um herausragende Komponisten und Werke zu finden. Am meisten sticht der Barockmusiker Georg Friedrich H\u00e4ndel heraus und der war bekanntlich deutscher Immigrant. Richtet man den Blick zeitlich noch weiter zur\u00fcck wird man dann aber zweifelsohne f\u00fcndig.\u00a0<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/John_Dowland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">John Dowland<\/a> (1563-1626) z\u00e4hlt zu den bedeutendsten und einflussreichsten Komponisten und Lautenisten der Renaissance. Von ihm sind viele Lieder und ca. 100 Tabulaturen f\u00fcr solistische Renaissancelaute \u00fcberliefert. Die Instrumentalkompositionen bestehen zum gr\u00f6\u00dften Teil aus epochetypischen T\u00e4nzen wie z.B. Almains, Pavanen, Galliarden und geh\u00f6ren heute zum festen Repertoire von Lautenisten und klassischer Gitarristen.<!--more--><\/p>\n<p>Der deutsche Gitarrist Martin Hegel hat unter dem Titel \u201eDowland for Guitar\u201c 24 Tabulaturen aus den bekannten Quellentexten ausgew\u00e4hlt und neu f\u00fcr Gitarre transkribiert. Die Auswahl besteht aus leichten bis mittelschweren Einzelst\u00fccken, die nach Schwierigkeitsgrad sortiert wurden. Da die Vorlagen gr\u00f6\u00dftenteils f\u00fcr 6-ch\u00f6rige Renaissancelaute komponiert wurden, bietet sich auf der modernen Gitarre die Anpassung der 3. Saite (G-Saite) auf F# an und entsprechend wurden alle Transkriptionen gesetzt und bzgl. Fingers\u00e4tzen beziffert. Zus\u00e4tzlich empfiehlt Hegel den Einsatz eines Kapodasters im dritten Bund um dem hellen Originalklang nahezukommen und ganz nebenbei das Spiel etwas zu erleichtern. Bei Angaben zu m\u00f6glichen Verzierungen h\u00e4lt sich der Herausgeber dankenswerterweise zur\u00fcck und so entsteht ein sehr \u00fcbersichtliches und fl\u00fcssig lesbares Notenbild.<\/p>\n<p>Die Bearbeitungen haben einen mittleren instrumental-technischen Anspruch und sollten f\u00fcr etwas fortgeschrittene Spieler ab ca. dem 2-4 Studienjahr gut zu bew\u00e4ltigen sein. Fingers\u00e4tze, Notenbild, Seitenformat und Papierqualit\u00e4t sind vollkommen einwandfrei. Unter jedem St\u00fcck ist die Provenienz akkurat verzeichnet. Das Heft umfasst folgende Werke:<\/p>\n<p>Mr. Dowland&#8217;s Midnight<br \/>\nOrlando sleepeth<br \/>\nMrs. Winter&#8217;s Jump<br \/>\nMrs. Nichols&#8216; Almain<br \/>\nWhat if a day<br \/>\nTarleton&#8217;s Resurrection<br \/>\nPreludium<br \/>\nMy Lord Willoughby&#8217;s Welcome Home<br \/>\nFortune my foe<br \/>\nCome away<br \/>\nThe King of Denmark&#8217;s Galliard<br \/>\nCaptain Cavendish&#8217;s Galliard<br \/>\nRound battle Galliard<br \/>\nThe shoemaker&#8217;s wife (A Toy)<br \/>\nMrs. White&#8217;s Nothing<br \/>\nMrs. Vaux Galliard<br \/>\nLady Leighton&#8217;s Almain<br \/>\nHasellwood&#8217;s Galliard<br \/>\nLord Strang&#8217;s March<br \/>\nDowland&#8217;s Galliard<br \/>\nMelancholy Galliard<br \/>\nMy Landy Hunsdon&#8217;s Puffe (Allemande)<br \/>\nThe Frog Galliard<br \/>\nSir John Smith his Almain<\/p>\n<p>Fazit: \u201eDowland for Guitar\u201c ist eine gelungene Zusammenstellung f\u00fcr klassische Gitarristen von fortgeschrittenem Anf\u00e4nger bis Mittelklasse und wird seinem eigenen Anspruch in vollem Umfang gerecht. Man darf gespannt sein, welche Komponisten sich Hegel f\u00fcr zuk\u00fcnftige Projekt vornimmt. Silvius Leopold Weiss, Robert de Vis\u00e9e, Mauro Guliani, Ferdinando Carulli, Dionisio Aguado? Es gibt noch viel zu tun und sorgf\u00e4ltige editierte Herausgaben sind unter Gitarristen immer willkommen.<\/p>\n<p>Das Notenheft umfasst 24 Transkriptionen auf 37 Seiten, erscheint bei Edition Schott und kostet 16,00 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>B\u00f6se Zungen behaupten es h\u00e4tte vor den Beatles in England keine ernstzunehmende Musikkultur gegeben. Das stimmt so selbstverst\u00e4ndlich nicht, aber man muss die englische Geschichte der Kunstmusik schon sehr genau betrachten um herausragende Komponisten und Werke zu finden. 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