{"id":4502,"date":"2017-03-20T09:25:37","date_gmt":"2017-03-20T08:25:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=4502"},"modified":"2017-03-20T09:25:37","modified_gmt":"2017-03-20T08:25:37","slug":"noten-beatles-songs-traditionals-von-dieter-kreidler","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2017\/03\/20\/noten-beatles-songs-traditionals-von-dieter-kreidler\/","title":{"rendered":"Noten: \u201eBeatles-Songs &#038; Traditionals\u201c von Dieter Kreidler"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Beatles-SongsCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-4501\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Beatles-SongsCover-229x300.jpg\" alt=\"\" width=\"229\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Beatles-SongsCover-229x300.jpg 229w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/03\/Beatles-SongsCover.jpg 381w\" sizes=\"(max-width: 229px) 100vw, 229px\" \/><\/a>Wenn man in den 1980er oder 1990er Jahren in Deutschland das Spiel der klassischen Gitarre erlernen wollte, waren die Lehrwerke \u201eGitarrenschule\u201c (1977) von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dieter_Kreidler\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Dieter Kreidler<\/a> und \u201eDie neue Gitarrenschule\u201c (1984) von <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Heinz_Teuchert\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Heinz Teuchert<\/a> die Standardunterrichtswerke der meisten Instrumentallehrer. Beide Publikationen wurden sp\u00e4ter durch weitere B\u00e4nde und erg\u00e4nzende Spielhefte erweitert und zeichnen sich aus durch einen \u2013 aus heutiger Sicht \u2013 sehr trockenen und akademischen Zugang. Wenn man bedenkt, dass die Zielgruppe wohl haupts\u00e4chlich aus Kindern und Jugendlichen im Alter von 8-16 Jahren bestand, ist erstaunlich wie humorlos und textlastig Beschreibungen und methodischer Aufbau sind und wie uninspiriert und r\u00fcckw\u00e4rtsgewandt die Auswahl der musikalischen St\u00fcckchen. Sie bestand, wohl um Lizenzgeb\u00fchren zu sparen, fast ausnahmslos aus uralten Kinderliedern und internationaler Folklore von anno dunnemal. So wurde vermutlich vielen Gitarristen der Spa\u00df an der klassischer Gitarre schon im Ansatz ausgetrieben. Ein kleiner Lichtblick waren da die Arrangements von Beatles-Songs am Ende des ersten Bandes der Gitarrenschule von Dieter Kreidler (wenn man so lange durchgehalten hatte). Zwischen \u201eYankee Doodle Dandee\u201c, \u201eOh, when the Saints\u201c und \u201eSwing Low\u201c fanden sich die Arrangements von \u201eYesterday\u201c und \u201eYellow Submarine\u201c, die damals freilich auch schon einige Jahre auf dem Buckel hatten, aber immerhin, es war ein Hinweis darauf, dass sich auf der klassischen Gitarre sehr wohl Bez\u00fcge zu halbwegs modernen und\/oder popmusikalischen Inhalten herstellen lie\u00df, wenn man denn wollte.<!--more--><\/p>\n<p>Im Jahr 1977 erschien die Sammlung \u201eBeatles-Songs &amp; Traditionals\u201c mit sieben kleinen Arrangements von Beatlesmelodien f\u00fcr klassische Gitarre. 40 Jahre sp\u00e4ter, im Jahr 2017, wurde diese Heftchen nun in \u00fcberarbeiteter und erweiterter Form wiederver\u00f6ffentlicht. Die Beatles-Songs wurden durch \u201eYesterday\u201c (aus Kreidlers \u201eGitarrenschule 1\u201c) \u201eerweitert\u201c, einige Traditionals sind rausgeflogen und wurden durch andere ersetzt, hinzu kommt die schwache Komposition \u201eFab Four\u201c von Kreidler selbst, die eine Hommage an die vier Liverpooler sein soll, aber eher wirkt wie aus einer Verlegenheit entstanden. Wozu kompositorisch nachempfinden, wenn so viele interessante Originalvorlagen bereit stehen?<\/p>\n<p>Die Arrangements waren bereits zur Zeit ihrer Erstver\u00f6ffentlichung gut gelungen und transportieren recht ordentlich die musikalischen Ideen der zugrundeliegenden Popsongs in kleinster Besetzung. Sie stehen allerdings spieltechnisch voll und ganz in der Tradition der klassischen Spielweise. Selbst kompositorisch altmodische Beatles-Songs wie \u201eLady Madonna\u201c oder \u201eWhen I\u2019m Sixty-Four\u201c wurden nicht in der damals bereits l\u00e4ngst etablierten Klangsprache der Guitar-Ragtime oder des Folkpicking arrangiert. Alle Arrangements erscheinen als traditionelle Notation mit guten und \u00fcbersichtlichen Fingers\u00e4tzen und eine Zeile drunter nocheinmal in Tabulatur (einzige erw\u00e4hnenswerte Erweiterung der Neuauflage).<\/p>\n<p>Etwas unpassend erscheinen in der Sammlung die ausgew\u00e4hlten Traditionals, die weder in der alten, noch in der neuen Ausgabe irgendetwas mit den Beatles oder ihrem musikalischen Umfeld zu tun haben. Warum nicht 3-4 neue Arrangements von Beatles-Songs (z.B. \u201eFree as a Bird\u201c) dazugenommen wurden oder wenigstens Traditionals ausgew\u00e4hlt wurden, bei denen ein musikhistorischer Zusammenhang zu erkennen gewesen w\u00e4re (z.B. \u201eMy Bonnie\u201c, \u201eBesame Mucho\u201c etc.) bleibt wohl das Geheimnis des Arrangeurs und Herausgebers. Zeit genug f\u00fcr ein paar neue Angebote h\u00e4tte er in den dazwischen liegenden 40 Jahren wohl mehr als genug gehabt. Wenn man diesen Hintergrund kennt, erscheint die aktuelle Neu\/Wiederausgabe etwas lieblos und unterambitioniert. Die alten Arrangements dieser uralten Songs klingen freilich immer noch gut. Bleibt nur die Frage, ob die heute noch jemand spielen will.<\/p>\n<p>Versuche mir gerade vorzustellen, wie ich als junger Sch\u00fcler reagiert h\u00e4tte, wenn man mir im Instrumentalunterricht 40 Jahre alte Arrangements von 50 Jahre alten Popsongs auf\u2019s Pult gestellt h\u00e4tte. Die Begeisterung w\u00e4re wohl m\u00e4\u00dfig gewesen. Vielleicht besteht die anvisierte Zielgruppe dieses Heftchens aber auch aus den ehemaligen Gitarrensch\u00fclern der 1980er und 1990er Jahre. Das w\u00fcrde dann einen Sinn ergeben. Hier eine Liste des Inhalts:<\/p>\n<p>Beatles-Songs<br \/>\nYesterday<br \/>\nNorwegian Wood<br \/>\nMichelle<br \/>\nLady Madonna<br \/>\nPenny Lane<br \/>\nFor No One<br \/>\nWhen I\u2019m Sixty-Four<br \/>\nAnd I Love Her<\/p>\n<p>Traditionals<br \/>\nDark Eyes<br \/>\nWe Shall Overcome<br \/>\nFab Four<\/p>\n<p>Das Notenheft umfasst acht Arrangements von Beatles-Songs f\u00fcr klassische Gitarre, zwei Volkslieder und eine Eigenkomposition des Arrangeurs auf 27 Seiten. Es erscheint bei Schott und kostet 15 \u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man in den 1980er oder 1990er Jahren in Deutschland das Spiel der klassischen Gitarre erlernen wollte, waren die Lehrwerke \u201eGitarrenschule\u201c (1977) von Dieter Kreidler und \u201eDie neue Gitarrenschule\u201c (1984) von Heinz Teuchert die Standardunterrichtswerke der meisten Instrumentallehrer. 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