{"id":5913,"date":"2018-04-30T13:11:45","date_gmt":"2018-04-30T11:11:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=5913"},"modified":"2018-04-30T13:11:45","modified_gmt":"2018-04-30T11:11:45","slug":"buch-is-this-the-end-von-georg-seesslen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2018\/04\/30\/buch-is-this-the-end-von-georg-seesslen\/","title":{"rendered":"Buch: &#8222;Is This The End?&#8220; von Georg See\u00dflen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IsThisTheEndCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-5895\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IsThisTheEndCover-179x300.jpg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IsThisTheEndCover-179x300.jpg 179w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/IsThisTheEndCover.jpg 298w\" sizes=\"(max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/a>Georg See\u00dflen ist freier Autor, Feuilletonist und Film- und Kulturkritiker. Seit den 1970er Jahren hat er jedes Jahr zum Teil mehrere B\u00fccher zu Regisseuren, Filmen oder ganzen Filmgenres ver\u00f6ffentlicht. Lynch, Scorsese, Tarantino, von Trier, es gibt kaum ein filmerisches Sachgebiet zu dem sich See\u00dflen noch nicht ausf\u00fchrlich ge\u00e4u\u00dfert hat. Dazu kommen seine Artikel f\u00fcr etliche deutsche Leitmedien wie Die Zeit, taz, Frankfurter Rundschau, Freitag oder Jungle World. Immer wieder schreibt See\u00dflen aber auch essayartige Schriften zu kulturellen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Die Essaysammlung &#8222;Is this the End? Pop zwischen Befreiung und Unterdr\u00fcckung&#8220; erscheint gerade beim umtriebigen deutschen Indie-Verlag Tiamat.<!--more--><\/p>\n<p>Das Buch umfasst 11 ausgedehnte Betrachtungen zu popkulturellen und gesellschaftspolitischen Themen. Im Einzelnen geht es dabei um gro\u00dfe Themen wie Klasse &amp; Prekariat, die Rolle der Popkritik, Sexualit\u00e4t &amp; Marktwirtschaft, Liebe und ihre Folgen, rechte Tendenzen in der popul\u00e4ren Kultur, (Post)Demokratie und Befreiung &amp; Unterdr\u00fcckung. See\u00dflens Texte sind klug konzipiert, haben fachliche Tiefe, sind dabei aber keineswegs akademische trocken, sondern \u00fcber weite Strecken unterhaltsam und informativ. Etwas gew\u00f6hnen muss man sich an seinen besonderen Stil: Seine Darstellungen sind zwar durchaus gut beobachtet und nachvollziehbar beschrieben, dabei aber auch thesenhaft und verallgemeinernd mit einer starken Tendenz zu linker Gesellschaftskritik und Besserwisserei. Die Bestandsaufnahmen sind pr\u00e4zise und in ihrer Klarheit bestechend, leider bleibt es aber bei den Interpretationen, eine alternative Handlungsweise oder m\u00f6gliche zuk\u00fcnftige Szenarien werden nicht formuliert. Dadurch wirken die Texte, wenn man sie nacheinander liest, auf Dauer etwas erm\u00fcdend, selbst dann, wenn man das Gef\u00fchl hat, dass der Autor durchaus richtig liegt. Alles wirkt etwas zu sehr 68er-artig, zu tendenzi\u00f6s, streckenweise auch ideologisch\/dogmatisch. Trotzdem nimmt man dem Autor gerne ab, dass er wie eingangs beschrieben Pop Zeit seines Lebens geliebt und gehasst hat, weil Pop hier Befreiung und da Unterdr\u00fcckung war, hier Explosion der Wahrhaftigkeit und dort Implosion der Verlogenheit: &#8222;Pop bewahrte das innere Kind und f\u00f6rderte die Vergreisung, Pop rebelliert und korrumpiert.&#8220;<\/p>\n<p>Zusammengenommen sind die Texte aufkl\u00e4rend und anregend und er\u00f6ffnen einen Blick auf aktuelle Pop(musik)kultur und damit verbundene gesellschaftliche Entwicklungen, den man so von Popkritik eigentlich gar nicht mehr erwartet. Allein das ist ein sehr positiver und l\u00f6blicher Zug des Buches. Allemal lesenswert, nicht nur f\u00fcr Poptheoretiker!<\/p>\n<p>Das Taschenbuch erscheint bei Tiamat in der Reihe Critica Diabolis, hat 224 Seiten und kostet 16 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Georg See\u00dflen ist freier Autor, Feuilletonist und Film- und Kulturkritiker. Seit den 1970er Jahren hat er jedes Jahr zum Teil mehrere B\u00fccher zu Regisseuren, Filmen oder ganzen Filmgenres ver\u00f6ffentlicht. 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