{"id":6488,"date":"2018-12-29T11:53:09","date_gmt":"2018-12-29T10:53:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=6488"},"modified":"2018-12-29T11:53:09","modified_gmt":"2018-12-29T10:53:09","slug":"mein-mediennutzungsverhalten-2018","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2018\/12\/29\/mein-mediennutzungsverhalten-2018\/","title":{"rendered":"Mein Mediennutzungsverhalten (2018)"},"content":{"rendered":"<p>Anfang 2017, also vor knapp zwei Jahren, habe ich in einer Art Selbstanalyse mein <a href=\"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/2017\/02\/20\/mein-mediennutzungsverhalten\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Mediennutzungsverhalten<\/a> offenbart. Im laufenden Jahr 2018 haben sich etliche Bestandteile massiv ver\u00e4ndert, deswegen hier ein Update.<\/p>\n<p><strong>Internet &amp; Blogs<\/strong><br \/>\nMeine Lieblingsseiten im Netz sind immer noch Wikipedia, sueddeutsche.de, faz.net und einige wenige Blogs, die ich nahezu t\u00e4glich verfolge. Habe RSS-Feeds, nutze sie aber nicht. Mir f\u00e4llt auf, dass viele Blogs und Homepages nicht mehr gepflegt werden. Das hinterl\u00e4sst bei mir ein unangenehmes Gef\u00fchl. Sind die Betreiber umgezogen? Hat sich das Interessensfeld ver\u00e4ndert? Haben sich die Institutionen \/ Projekte \/ Bands aufgel\u00f6st? Eine Schlussbemerkung w\u00e4re da hilfreich, fehlt aber oft. Als genauso schlimm empfinde ich es, wenn Blogbetreiber zwar weitermachen, aber aufh\u00f6ren eigene Inhalte produzieren und nur noch fremde Inhalte verlautbaren.<br \/>\nDas Netz nutze ich weiterhin f\u00fcr Eink\u00e4ufe (amazon, ebay), allerdings nicht mehr f\u00fcr CDs, DVDs etc., sondern f\u00fcr allt\u00e4gliche Kleinigkeiten, f\u00fcr die man fr\u00fcher mal schnell in die Stadt gefahren ist. Musikger\u00e4tschaft und Kabel seit Jahren bei Thomann. Downloads fallen mittlerweile aus (Streaming).<!--more--><\/p>\n<p><strong>Soziale Medien: Facebook, Twitter, Insta, Whatsapp<\/strong><br \/>\nIch war nie und bin immer noch nicht bei Facebook, Twitter, Instagram, Whatsapp etc., ich halte diese Dienste f\u00fcr unseri\u00f6s. Mittlerweile werde ich nicht mehr darauf hingewiesen, dass das ein Fehler ist und eine Mitgliedschaft in Sachen Netzwerken und Eigenwerbung ratsam w\u00e4re. Ich gelte dbzgl. in meiner Konsequenz bei manchen wohl als hoffnungsloser Fall. Nach diversen Datenmissbr\u00e4uchen wenden sich immer mehr Menschen aus meinem Umfeld von Facebook &amp; Co ab. FB und Twitter scheinen Plattformen f\u00fcr w\u00fctende, alte Herren geworden zu sein, vielleicht waren sie das schon immer.<\/p>\n<p><strong>Youtube<\/strong><br \/>\nSehe ich viel weniger als fr\u00fcher, weil ich bzgl. Musik auf Spotify zur\u00fcckgreife. Falls doch, dann meist \u00fcber eine Verlinkung in einem Blog. Hin und wieder sehe ich auch Instruktionsvideos f\u00fcr Instrumente oder Studiohardware, Produktpr\u00e4sentationen oder Filmtrailer. Es geht dabei immer um Information, selten um Unterhaltung.<\/p>\n<p><strong>Kommunikation: Briefe, Email &amp; Festnetz<\/strong><br \/>\nBriefe schreibe ich nur noch an Beh\u00f6rden und verschicke Konzertvertr\u00e4ge an Veranstalter. Ansonsten alles per Mail, auch viele verbindliche Vereinbarungen. Telefonieren \u00fcber Festnetz tue ich gerne und lang, aber es ruft fast niemand mehr an. Wenn ich andere mobil anrufe, habe ich immer das Gef\u00fchl sie haben gerade keine Zeit und h\u00f6ren nicht richtig zu. Telefonate f\u00fchre ich deswegen quasi nur noch mit meinen Eltern und mit Musikerkollegen in Produktionsphasen, wenn es sehr viel zu besprechen gibt.<\/p>\n<p><strong>Presse: Zeitungen &amp; Zeitschriften<\/strong><br \/>\nAls Printpresse habe ich abonniert: S\u00fcddeutsche Zeitung, Rolling Stone, Arte Magazin, bpb magazin. Die Zeit zum Lesen fehlt mir zunehmend, vor allem die Tageszeitung stapelt sich oft \u00fcber mehrere Tage und ich muss am Wochenende nachlesen. Immer \u00f6fter weiche ich aus auf: SZ.de, FAZ.net und t\u00e4glich der-postillion.de. Habe deswegen mein SZ-Abo ab Jan 2019 auf die Fr, Sa\/So-Ausgaben reduziert, ist mir allerdings sehr schwergefallen, weil ich mich weiterhin gerne \u00fcber Menschen lustig mache, die gar keine Tageszeitung lesen.<\/p>\n<p><strong>B\u00fccher &amp; eBooks<\/strong><br \/>\nHabe noch nie so viele B\u00fccher gelesen wie in den zur\u00fcckliegenden Jahren. Und das liegt selbstverst\u00e4ndlich an meiner T\u00e4tigkeit als Rezensent, es sind Sach- und Fachb\u00fcchern, Reiseberichte und Romane. Wird aber weniger, weil Zeit und Muse fehlen. Buchlekt\u00fcre halte ich trotzdem f\u00fcr unersetzlich, vergleichbare Qualit\u00e4t und intellektuelle Tiefe findet man nicht kostenlos im Netz. Ich lese keine l\u00e4ngeren Texte am Rechner, mittlerweile besitze ich einen iPad, aber immer noch keinen ebook-Reader. Ich lese vorzugsweise im Liegen ca. 1-2h t\u00e4glich, seit einem Jahr ausschlie\u00dflich mit Lesebrille, weil ich sonst nichts mehr erkenne.<\/p>\n<p><strong>TV \/ Mediatheken \/ Netflix<\/strong><br \/>\nFernsehen war immer eine Schw\u00e4che von mir. Hatte zwar Phasen, in denen ich das Fernsehen komplett aus meinen Alltag verbannt hatte, kam aber immer wieder darauf zur\u00fcck, es ist f\u00fcr mich eine Art der Entspannung. ARD &amp; ZDF f\u00fcr Tagesthemen, Heute Journal und Sportschau, ansonsten BR (Lebenslinien, Wirthausmusikanten), 3Sat (Dokus, Konzerte) und Arte (Tracks). Seit einem Monat hat ein Netflix-Probeabo meine Sehgewohnheiten allerdings komplett auf den Kopf gestellt. Habe etliche Serien nachgesehen (Narcos, Dark, etc.) und Filme entdeckt, die hier nie im Kino liefen (Sweet Virginia, Minimalismus, Pedal the World). Ein gro\u00dfer Gewinn, erst jetzt f\u00e4llt mir auf wie viel Schrott ich im linearen Fernsehen gesehen habe. Die Mediatheken der \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender nutze ich hin und wieder.<\/p>\n<p><strong>Foto<\/strong><br \/>\nHabe schon immer gern und phasenweise viel fotografiert, immer Canon, z.Z. Canon Powershot G7x Mark II. Da ich kein Smartphone besitze, tendiere ich zu guten und gleichzeitig kompakten Modellen, die m\u00f6glichst in die Hosentasche passen sollten. Ich nutze die Filmfunktion der Kamera auch f\u00fcr Konzertmitschnitte und eigene Musikvideos.<\/p>\n<p><strong>Datentr\u00e4ger: Vinyl, CD, DVD, Download, Streaming<\/strong><br \/>\nSeit Anfang des Jahres 2018 habe ich ein Spotify-Abo und das hat meinen Tontr\u00e4gerkonsum quasi von heute auf morgen komplett umgekrempelt (siehe auch Netflix-Abo). Dazu kam, dass der CD-Player im Auto seinen Geist aufgegeben hat und im Auto meiner Frau weder Radio, noch CD-Player eingebaut sind. Habe seitdem keine einzige CD, keinen einzigen Download mehr gekauft und bin dar\u00fcber selbst geschockt. H\u00f6re allerdings auch weniger Konserve als fr\u00fcher, stattdessen Radio und Spotify-Playlists. Ganz selten lege ich ein altes CD-Album auf, muss mich dann aber fast zwingen es zu Ende zu h\u00f6ren. Meist bin ich nach 2-3 Tracks in einem anderen Zimmer der Wohnung und die Musik l\u00e4uft alleine vor sich hin. Vinyl habe ich seit 30 Jahren nicht mehr angefasst, klingt nicht gut.<\/p>\n<p><strong>Mobil: Smartphone &amp; Apps<\/strong><br \/>\nIch besitze immer noch kein Smartphone, allerdings ein Tablet (ipad). Ich sch\u00e4tze meine Freiheit und meine Fokussierung ohne Smartphone, beneide aber immer \u00f6fter auch den vermeintlichen Informationsvorsprung meiner Mitmenschen. Immer wieder entstehen Situationen, in denen ein eigenes Smartphone hilfreich w\u00e4re, dann schnorre ich mich mit den Ger\u00e4ten anderer durch, hat bis jetzt geklappt. Am meisten vermisse ich die M\u00f6glichkeit schnelle Schnappsch\u00fcsse zu machen, andererseits lehne ich die st\u00e4ndige Erreichbarkeit und die Komplettdokumentation des eigenen Alltags ab. Ist ein brutaler Inspirationskiller. Weil ich mittlerweile \u00f6fter au\u00dfer Haus arbeite, weicht der Widerstand jedoch langsam auf.<\/p>\n<p><strong>Kino<\/strong><br \/>\nIn den 1990ern bin ich 2-3 mal in der Woche ins Kino gegangen, sp\u00e4ter 2-3 im Monat, vorzugsweise in OV-Fassungen, die laufen in meiner Heimatstadt aber selten, daf\u00fcr leider immer mehr Superhelden-Blockbuster und das Programmkino ist weit weg. Seit neuer Glotze und Netflix gibt&#8217;s eigentlich kaum noch einen Grund f\u00fcr den Kinobesuch. Netflix hat die bessere Auswahl, Originalfassung, wahlweise mit oder ohne Untertitel. Und die Kinder m\u00fcssen jetzt auch die Originalfassungen sehen, so lernen sie wenigstens was. Ich habe mit Narcos auch ein paar Brocken spanisch gelernt. Plata o Plomo?<\/p>\n<p><strong>Radio<\/strong><br \/>\nIch h\u00f6re Radio immer wenn ich in der K\u00fcchen bin, also zu jeder Mahlzeit und zum Kochen. Bisher fast immer: Deutschlandradio Kultur, in letzter Zeit oft Ego FM, weil die Musik da eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielt und aktueller ist. Will mir bald ein dab+-Radio zulegen, das wird vermutlich wieder etwas ver\u00e4ndern. Mal sehen bzw. h\u00f6ren.<\/p>\n<p><strong>Hardware<\/strong><br \/>\nZu Jahresbeginn habe ich meinen alten iMac (10 Jahre!) durch einen neuen mit gro\u00dfem Bildschirm ersetzt, l\u00e4uft super, ich benutze ihn f\u00fcr alles, was ich tue (schreiben, mailen, surfen, fotos, recorden, mixen, abh\u00f6ren etc.), externes CD\/DVD-Laufwerk kommt nicht mehr zum Einsatz. Datentransfer \u00fcber Dropbox oder wetransfer. Drucker \/ Scanner wurde erneuert, l\u00e4uft jetzt ohne Kabel \u00fcber Netzwerk und steht im anderen Zimmer, dazu eine Festplatte zur Datensicherung, neues Interface Presonus Studio 68 und meine uralten Kopfh\u00f6rer Sennheiser HD 540. Der Grundsound meiner Produktionen hat sich durch diese Erneuerung entscheidend verbessert. Habe alle teuren Vorverst\u00e4rker ausgemustert und greife nur noch auf die verbauten PreAmps im Presonus zur\u00fcck. Neben Recording und Editing mache ich f\u00fcr kleine Produktionen jetzt auch Mix &amp; Master.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anfang 2017, also vor knapp zwei Jahren, habe ich in einer Art Selbstanalyse mein Mediennutzungsverhalten offenbart. Im laufenden Jahr 2018 haben sich etliche Bestandteile massiv ver\u00e4ndert, deswegen hier ein Update. 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