{"id":6794,"date":"2019-05-28T09:02:04","date_gmt":"2019-05-28T07:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dennisschuetze.de\/blog\/?p=6794"},"modified":"2019-05-28T09:02:04","modified_gmt":"2019-05-28T07:02:04","slug":"album-taken-by-the-dream-von-hugo-race-fatalists","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2019\/05\/28\/album-taken-by-the-dream-von-hugo-race-fatalists\/","title":{"rendered":"Album: &#8222;Taken by the dream&#8220; von Hugo Race Fatalists"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/TakenByTheDreamCover.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-6793\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/TakenByTheDreamCover-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/TakenByTheDreamCover-300x300.jpg 300w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/TakenByTheDreamCover-1024x1021.jpg 1024w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/TakenByTheDreamCover-150x150.jpg 150w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/TakenByTheDreamCover-768x766.jpg 768w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/TakenByTheDreamCover.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Als Fan und Musikliebhaber, selbst als neutraler Beobachter, muss man vor diesem Mann einfach den Hut ziehen. Seit 1988 hat der australische Musiker sage und schreibe \u00fcber 30 Alben ver\u00f6ffentlicht, nahezu in jedem Jahr eines, teilweise sogar mehrere. Gro\u00dfer Erfolg war ihm leider, leider mit keinem einzigen davon beschieden und das ist f\u00fcr ihn pers\u00f6nlich vermutlich schon auch etwas frustrierend, weil er ja kontinuierlich auf hohem Niveau abgeliefert hat. Selbst das aktuelle Album hat einen Monat nach Ver\u00f6ffentlichung auf Spotify gerade mal knapp \u00fcber 1000 Zugriffe pro Track und das ist echt ein Jammer. Denn Hugo Race hat die letzten drei Jahrzehnte in halbschattiger Obskurit\u00e4t dazu genutzt, ein eigenes, origin\u00e4res Dark Mood Universum zu erschaffen. Mit weitl\u00e4ufigen Galaxien, Zentralgestirnen, Supernovas, Meteroitenschauern und finsteren, schwarzen L\u00f6chern.<!--more--><\/p>\n<p>Mit mini, low und no budgets, aber ganz viel Leidenschaft und Beharrlichkeit hat der Australier jahrelang Album um Album rausgehauen, Touren gespielt, musikalische Ideen verwirklicht. Was f\u00fcr eine Existenz muss das sein, wenn man immer in Bodenn\u00e4he operiert, selbst im vorangeschrittenem Alter in kleinen Clubs ackern muss wie ein blutiger Neuling, immer wieder ums nackte, k\u00fcnstlerische \u00dcberleben k\u00e4mpft, w\u00e4hrend andere schon l\u00e4ngst ein dankbares Publikum gefunden oder bereits die Waffen gestreckt haben?<\/p>\n<p>Was hat der Mann nur f\u00fcr eine unersch\u00f6pfliche Energie: Zuletzt das starke Album &#8222;24 Hours to Nowhere&#8220; (2016), die irrwitzige Hommage &#8222;John Lee Hooker&#8217;s World Today&#8220; (2017) und jetzt &#8222;Taken by the dream&#8220; (2019), wieder ein solides in sich geschlossenes Album am d\u00fcsteren Rande des bodenlosen Abgrunds. Die spr\u00f6den, morbiden Songmoritaten wirken untereinander artverwandt und bilden einen Reigen dunkelt\u00f6niger Klagelieder. Zehn Abges\u00e4nge mit jammernden Gitarren und zu Tode betr\u00fcbten Basslinien und Schlagzeuggrooves, dazu setzt der stramme Bassbariton des S\u00e4ngers tr\u00fcbe Poeme in Klang.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte ihm vorwerfen, dass er mittlerweile alle Seinszust\u00e4nde der gepflegten musikalischen Tristesse durchdekliniert hat, aber ihm fallen immer noch ein paar neue ein und bald sind wieder genug Tracks f\u00fcr ein weiteres Album zusammengekommen. Und warum sollte er in seiner Situation noch etwas anders machen? Das w\u00e4re ja geradezu l\u00e4cherlich. Nein, nein, mach weiter so Hugo, immer weiter. 100 Million shades of darkness. Die Sonne geht immer unter, niemals auf und das Ende ist gewiss, aber bitte, bitte: Nimm niemals die Sonnenbrille ab, halte die Augen geschlossen und tr\u00e4um weiter!<\/p>\n<p>Fazit: Das Gesamtwerk des Hugo Race ist zum Niederknien und &#8222;Taken by a dream&#8220; ist ein weiterer br\u00fcchiger Baustein darin. Weiter so, no matter what.<\/p>\n<p>Hier das Video zum Song &#8222;Symphony&#8220;:<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" width=\"584\" height=\"329\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/Q2GfFHZK7BU?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Fan und Musikliebhaber, selbst als neutraler Beobachter, muss man vor diesem Mann einfach den Hut ziehen. Seit 1988 hat der australische Musiker sage und schreibe \u00fcber 30 Alben ver\u00f6ffentlicht, nahezu in jedem Jahr eines, teilweise sogar mehrere. 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