{"id":9136,"date":"2022-02-19T17:29:22","date_gmt":"2022-02-19T15:29:22","guid":{"rendered":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/?p=9136"},"modified":"2022-02-21T10:32:38","modified_gmt":"2022-02-21T08:32:38","slug":"fruehes-fruehjahr-kw07-2022","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2022\/02\/19\/fruehes-fruehjahr-kw07-2022\/","title":{"rendered":"Fr\u00fches Fr\u00fchjahr (KW07\/2022)"},"content":{"rendered":"<p>Nun sind schon einige Wochen des neuen Kalenderjahres vergangen, der M\u00e4rz steht vor der T\u00fcr und nach dunklen, kalten und wolkenverhangenen Monaten scheint ein fr\u00fches Fr\u00fchjahr zu erwachen. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich waren die Tage seit dem Jahreswechsel durchwachsen, wenig Bewegung oder Abwechslung, kaum Anregung oder Inspiration, viel zuhause sitzen, zu viele Onlinekonferenzen, Internetvideos und Streamingfilme. Dazu waren Freunde, Teile der Familie und auch ich selbst malade, es hagelte Krankmeldungen und Absagen innerhalb der Sch\u00fclerschaft, aber immerhin, langsam sieht man Licht am Ende des Tunnels. Die Welle ebbt ab, die vermaledeiten Zahlen gehen zur\u00fcck, Ma\u00dfnahmen werden sukzessiv zur\u00fcckgenommen, alte Selbstverst\u00e4ndlichkeiten treten wieder in Kraft, notorische Schwarzseher und Panikmacher finden immer weniger Geh\u00f6r, Realisten und Optimisten kommen wieder durch und die Dinge scheinen sich zum Besseren zu wenden, gut so.<!--more--><\/p>\n<p>Nach zwei arbeitsreichen Jahren als Arrangeur, Studiomusiker und Produzent hatte ich schon bef\u00fcrchtet, dass diese Phase irgendwann einfach endet, dass ich nicht inspiriert bin, dass mich nichts mehr begeistert, dass mir vielleicht gar nichts mehr einf\u00e4llt, was ich noch unbedingt machen oder bew\u00e4ltigen will. Besonders die Arbeit an eigener Musik, Texten und Songs erschien mir seltsam fremd unter dem Eindruck, dass ich keine Band mehr habe, nicht mehr probe, keine Auftritte anstehen und insbesondere die Ver\u00f6ffentlichung meines letzten Albums \u201eStill Here\u201c und nachfolgende Singles, die ich zusammen als gelungen betrachte, auf sehr zur\u00fcckhaltende Resonanz gesto\u00dfen sind. Kaum Kritiken, Artikel, Hinweise, Reaktionen irgendwelcher Art, selbstverst\u00e4ndlich auch keine Konzert- oder Interviewanfragen, von lokalen und regionalen Medien und Kulturorganisatoren f\u00fchlte ich mich komplett ignoriert, vergessen und \u00fcbergangen. Auch wenn dieser Eindruck stimmt, wird er wohl noch dadurch verst\u00e4rkt, dass die Zeiten eben schlecht waren, viele Menschen mit sich selbst besch\u00e4ftigt und man selbst sicher auch zu viel Zeit hatte um solche Sachen komplett einwirken zu lassen und dar\u00fcber nachzudenken, w\u00e4hrend man fr\u00fcher einfach andere, eventuell bessere Sachen zu tun hatte, Orte besuchte und Menschen traf und auf andere Gedanken kam.<\/p>\n<p>So war es f\u00fcr mich eine gro\u00dfe \u00dcberraschung, dass zwischen den Jahren an nur einem Nachtmittag ein introspektiver Song (\u201eThis is\u201c) entstand, der am Tag drauf arrangiert und als Produktionsskizze festgehalten wurde. Ein weiterer Song (\u201eBig Blue Skies\u201c) lag bereits seit Monaten fertig produziert auf der Festplatte, ich hatte ihn aussortiert, weil er zuerst komplett unpassend wirkte, gut zwar, aber nicht nach mir klang. Jetzt, fast ein halbes Jahr sp\u00e4ter h\u00f6rte ich mit frischen Ohren rein und mir gefiel, was ich h\u00f6rte. Als LoFiLu hatte ich mehr als ein Jahr zuvor den Track \u201eLoFi Love\u201c geschrieben und produziert, mit elektronischen Beats und ganz anders als ich es normalerweise tun w\u00fcrde. Im Januar 2022 ging ich dran und arrangierte den Song neu und nahm dazu echte Instrumente selbst auf. So waren unverhofft drei Songs fertig, aber das war noch nicht alles. Beim Durchforsten meiner Zettelwirtschaft (es sind Berge), fielen mir etliche Bl\u00e4tter mit Riffs, Melodiefetzen und Textzeilen in die H\u00e4nde. Die kamen mir zwar fremd vor, ich konnte mich nicht erinnern, das aufgeschrieben zuhaben, auch wenn es meine Handschrift war. Ich musste die Fragmente nur neben einander legen, bisschen schieben und biegen und es entstand ein neuer, stark riffbasierter Song (\u201eHell or High Water\u201c). Von den Textfragmenten ist sogar noch ein Gro\u00dfteil \u00fcbrig, reicht vielleicht noch f\u00fcr einen weiteren Song. Zuletzt kam noch ein Instrumental (\u201eA\/B\u201c) dazu, das soeben fertig eingespielt worden ist. Zusammen also f\u00fcnf Tracks plus evtl. ein Bonustrack, genug f\u00fcr eine EP und gar nicht schlecht daf\u00fcr, dass ich vor acht Wochen noch dachte meine Songwriterkarriere an den Nagel zu h\u00e4ngen. Mit beteiligt war au\u00dfer mir selbst (voc, bvoc, git, organ, bass) nur noch Jan Hees (drums, mix, master). Gerade wird gemixt, erscheint vermutlich im April 2022.<\/p>\n<p>Mit meiner anderen Leidenschaft, dem Radfahren musste ich leider seit Monaten pausieren, es war einfach zu nass und zu kalt und zu dunkel, Touren unter 10 C\u00b0 machen einfach keine gute Laune, vermutlich ein zus\u00e4tzlicher Grund, warum mir dieser Herbst\/Winter so auf\u2019s Gem\u00fct schlug, nicht mal einzelne, sonnige Tage f\u00fcr Mini-Touren waren dabei und das bleibt bis auf weiteres wohl auch so. Immerhin habe ich schon 3-4 Touren geplant, habe mit erfahrenen Radlern geredet und Karten und B\u00fccher gekauft. Favoriten unter den Ideen sind:\u00a01. Rh\u00f6n &#8211; Th\u00fcringen \u2013 Hessen \u2013 Spessart, 2. W\u00fc-M\u00fc-W\u00fc, 3. Alpen\u00fcberquerung Brenner, 4. Alpe \u2013 Adria, 5. W\u00fc \u2013 Prag &#8211; Wien. Mal sehen was wird, kann es kaum noch erwarten loszufahren, egal wohin.<\/p>\n<p>Nun gut, ich warte jetzt also geduldig die letzten Wochen ab, bis alle Ma\u00dfnahmen fallen, die Sonne scheint, der Fr\u00fchling kommt, die Laune sich bessert, alle Menschen sich wieder treffen, umarmen und lachend zusammensitzen. Mann, wird das sch\u00f6n!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun sind schon einige Wochen des neuen Kalenderjahres vergangen, der M\u00e4rz steht vor der T\u00fcr und nach dunklen, kalten und wolkenverhangenen Monaten scheint ein fr\u00fches Fr\u00fchjahr zu erwachen. 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