{"id":9356,"date":"2022-05-24T10:50:04","date_gmt":"2022-05-24T08:50:04","guid":{"rendered":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/?p=9356"},"modified":"2022-05-24T10:50:04","modified_gmt":"2022-05-24T08:50:04","slug":"buch-rick-rubin-genie-im-studio-jake-brown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2022\/05\/24\/buch-rick-rubin-genie-im-studio-jake-brown\/","title":{"rendered":"Buch: \u201eRick Rubin. Genie im Studio\u201c \u2013 Jake Brown"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9355\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/RickRubinCover-190x300.jpg\" alt=\"\" width=\"190\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/RickRubinCover-190x300.jpg 190w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/RickRubinCover-650x1024.jpg 650w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/RickRubinCover-768x1210.jpg 768w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/RickRubinCover-975x1536.jpg 975w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/RickRubinCover-1300x2048.jpg 1300w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/05\/RickRubinCover.jpg 1625w\" sizes=\"(max-width: 190px) 100vw, 190px\" \/>Die englischsprachige Originalausgabe \u201eRick Rubin: In the Studio\u201c des amerikanischen Autors Jake Brown erschien bereits 2009, nun wurde eine erweiterte, deutsche \u00dcbersetzung mit dem Titel \u201eRick Rubin. Genie im Studio\u201c ver\u00f6ffentlicht, die zus\u00e4tzlich auch die Jahre seit 2010 behandelt.<!--more--><br \/>\nJake Brown hat viele B\u00fccher \u00fcber US-amerikanische Pop &amp; Rockmusikgeschichte ver\u00f6ffentlicht u.a. \u00fcber Bands und Solok\u00fcnstler wie AC\/DC, Dr. Dre, Jay-Z, Mot\u00f6rhead, Notorious B.I.G., 50 Cent, aber auch \u00fcber \u00fcbergeordnete musikalische Themen, wie die Titel \u201eNashville Songwriter (2014) und \u201eBeyond the Beats\u201c (2018) eindrucksvoll belegen. Etliche seiner Titel enthalten den Zusatz \u201eIn the Studio\u201c, damit soll darauf hingewiesen werden, dass es sich nicht um eine klassische Biographie, sondern um eine Werdegangs-, Werk-, und Arbeitsbiographie handelt, die das Privatleben der beschriebenen Musiker gr\u00f6\u00dftenteils ausspart.<\/p>\n<p>\u201eRick Rubin. Genie im Studio\u201c ist in f\u00fcnf gro\u00dfe Teile gegliedert, nach einer allgemeinen Einf\u00fchrung zu Rubins prinzipieller Arbeitsweise folgen zusammengefasste Kapitel, aufgeteilt in die Jahrzehnte 1980er, fr\u00fche 1990er, Mitte und Ende der 1990er und 2000er. Den Arbeiten seit 2010 wurde leider kein eigenes Kapitel gewidmet, immerhin wurden sie aber erw\u00e4hnt und im 2000er-Teil angeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Als Leser erkennt man schnell, dass sich Brown nicht erst seit gestern mit Popmusik, Musikern und Bands befasst. Er kann auf ein beeindruckendes Fachwissen als H\u00f6rer, Liebhaber, Musikjournalist und Autor zur\u00fcckgreifen und schafft es seine Erkenntnisse wohl zu strukturieren und \u00fcbersichtlich niederzuschreiben. Sein chronologisch aufgebautes Produzentenportrait greift dabei auf musikhistorische Stammdaten und viele, klug eingesetzte Zitate aus Musikmagazinen und Fachpresse zur\u00fcck. Dabei werde insbesondere w\u00f6rtlich belegte Zitate der beteiligten Musiker, Techniker und selbstverst\u00e4ndlich auch von Rubin selbst verwendet. Trotz dieser Collagenartigkeit ist der Text immer sinnvoll gegliedert, bleibt verst\u00e4ndlich, wirkt nie zerrissen, sondern erscheint im Wesentlichen sehr lebendig, auch wenn sich bestimmte Strukturen bei jedem Album naturgem\u00e4\u00df wiederholen (Kennenlernen, Songwriting, Vorproduktion, Studio, Ver\u00f6ffentlichung, Reaktionen, kommerzielle Erfolge, Preise).<\/p>\n<p>Besondere St\u00e4rke des Buches ist der detaillierte Einblick, den man als Leser in die grunds\u00e4tzliche Philosophie und auch in die praktische Arbeitsweise Rubins erh\u00e4lt. Bei dem ist ja das besondere, dass er sich nicht mit technischen Details aufh\u00e4lt, sondern das Besondere, Wesentliche, sozusagen den k\u00fcnstlerischen Kern sucht und in der Praxis gro\u00dfen Wert auf umfangreiches Songwriting, Vorproduktion und die richtige personelle Zusammensetzung im Studio legt. Wie er dabei mit den zum Teil au\u00dfergew\u00f6hnlichen K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten umgeht, d\u00fcrfte schon eine Herausforderung f\u00fcr sich darstellen. Wie Rubin sie aus ihren etablierten Routinen befreit, herausfordert und zu au\u00dfergew\u00f6hnlichen Leistungen animiert ist seine herausragende, pers\u00f6nliche Leistung. Interessant in diesem Zusammenhang ist auch, dass sich K\u00fcnstler und Bands vor allem in kritischen Umbruchphasen an ihn wenden und sein Rat gefragt ist um neue Schaffens- und Karrierphasen in Form eines klassischen LP-Albums zu initiieren. Und so ist sein bisheriger Werkkatalog eine Zusammenstellung der zum \u00fcberwiegenden Teil einflussreichsten Alben der letzten Jahrzehnte, um nur einige wenige (!) zu nennen:<\/p>\n<p>Beastie Boys: Licensed to Ill (1986)<br \/>\nSlayer: Reign in Blood (1986)<br \/>\nPublic Enemy: It takes a Nation of Millions (1988)<br \/>\nRed Hot Chili Peppers: Blood Sugar Sex Magik (1991)<br \/>\nMick Jagger: Wandering Spirit (1993)<br \/>\nTom Petty: Wild Flowers (1994)<br \/>\nJohnny Cash: American Recordings (1994)<br \/>\nAC\/DC: Ballbreaker (1995)<br \/>\nRed Hot Chili Peppers: Californication (1999)<br \/>\nRage against the Machine: Renegades (2000)<br \/>\nAudioslave: Audioslave (2002)<br \/>\nSystem of a Down: Steal this Album! (2002)<br \/>\nJay-Z: The Black Album (2003)<br \/>\nNeil Diamond: 12 Songs (2005)<br \/>\nDixie Chicks: Taking the Long Way (2006)<br \/>\nMetallica: Death Magnetic (2008)<br \/>\nKid Rock: Born Free (2010)<br \/>\nAdele: 21 (2011)<br \/>\nZZ Top: La Futura (2012)<br \/>\nBlack Sabbath: 13 (2013)<br \/>\nKanye West: Yeezus (2013)<br \/>\nEminem: The Marshall Mathers LP 2 (2013)<br \/>\nJake Bugg: Shangri La (2013)<br \/>\nLady Gaga: Artpop (2013)<br \/>\nEd Sheeran: X (2014)<br \/>\nJames Blake: The Colour in Anything (2016)<br \/>\nEminem: Revival (2017)<br \/>\nCarlos Santana: Africa Speaks (2019)<br \/>\nThe Strokes: The New Abnormal (2020)<\/p>\n<p>Fazit: Jeder ernsthaft Musikinteressierte ist bereits mit Rubins Werk bereits bekannt, ob er\/sie es nun wei\u00df oder nicht. Wer mehr \u00fcber den Mann, seine Arbeit und den Einfluss seines Werks erfahren will, sollte dieses Buch lesen. Durch die Aktualisierung immerhin auch aktueller als die englische Vorlage. Das gebundene Buch hat 429 Seiten, erscheint bei Reclam und kostet 32\u20ac.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die englischsprachige Originalausgabe \u201eRick Rubin: In the Studio\u201c des amerikanischen Autors Jake Brown erschien bereits 2009, nun wurde eine erweiterte, deutsche \u00dcbersetzung mit dem Titel \u201eRick Rubin. 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