{"id":9591,"date":"2022-09-24T08:00:49","date_gmt":"2022-09-24T06:00:49","guid":{"rendered":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/?p=9591"},"modified":"2022-09-24T10:41:29","modified_gmt":"2022-09-24T08:41:29","slug":"buch-generation-chillstand-milosz-matuschek","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/2022\/09\/24\/buch-generation-chillstand-milosz-matuschek\/","title":{"rendered":"Buch: \u201eGeneration Chillstand\u201c &#8211; Milosz Matuschek"},"content":{"rendered":"<div class=\"entry-content\">\n<p><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-medium wp-image-9116\" src=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GenerationChillstandCover-193x300.jpg\" alt=\"\" width=\"193\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GenerationChillstandCover-193x300.jpg 193w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GenerationChillstandCover-658x1024.jpg 658w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GenerationChillstandCover-768x1195.jpg 768w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GenerationChillstandCover-987x1536.jpg 987w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GenerationChillstandCover-1316x2048.jpg 1316w, https:\/\/dennisschuetze.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/GenerationChillstandCover.jpg 1594w\" sizes=\"(max-width: 193px) 100vw, 193px\" \/>2018 ver\u00f6ffentlichte Milosz Matuschek unter dem Eindruck von Wirtschaftskrisen, \u00dcberwachungsskandalen und Trump-Regierung das gesellschaftskritische Buch \u201eGeneration Chillstand\u201c. Der promovierte Volljurist und Journalist spricht darin offen bedenkliche gesellschafts-politische Entwicklungen in Deutschland und Europa an und geht hart mit ihnen und den davon betroffenen Generationen ins Gericht. Ansprechpartner ist seine eigene und die nachfolgende Generation, gerne zusammengefasst unter der Chiffre Generation Y (geb. 1980-99) und Generation Z (geb. ab 2000), auch Millennials genannt.<\/div>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Die umfassende, mit vielen anschaulichen Beispielen und Vergleichen gespickte Bestandsaufnahme, stellt fest, dass die beiden Generationen eine ausgelieferte, fremdgesteuerte, unwissend gehaltene, inaktive, ruhiggestellte, verw\u00f6hnt-verwahrloste Kohorte darstellt, die, obwohl sie es besser wissen m\u00fcsste, abgelenkt von Smartphones, Sozialen Medien und schwer besch\u00e4ftigt mit sich selbst, unn\u00fctzen Ausbildungen, Studieng\u00e4ngen und wertlosen Abschl\u00fcssen, t\u00e4tig in gar nicht oder schlecht bezahlten Praktika, besch\u00e4ftigt in z.T. sinnlosen Arbeitsbereichen, ihr knappes Sal\u00e4r verdient, das dann aufgefressen wird von Steuern, Sozialabgaben, Minuszinsen und Inflation, so dass am Ende kaum noch was \u00fcbrig bleibt, weder geistiges, noch konkretes, keine Lebensgeschichten oder Errungenschaften, oft nicht mal Familie, Kinder oder wenigsten ein Auskommen, schon gar kein, wenn auch noch so kleines Eigenheim oder gar eine ernstzunehmende Altersversorgung. Stattdessen nichts als inhalts- und wertlose, sp\u00e4ter einmal l\u00e4ngst vergessene, virtuelle Selbstbest\u00e4tigungsartefakte in Form von Klicks, Shares und Likes; Fotos, Clips und Kurzkommentaren. Das ist zusammen genommen so wahr wie deprimierend. Im Schlussteil dieser Bestandsaufnahme versucht Matuschek noch so was wie einen optimistischen Ausblick, einen Aufruf zum \u201eAufbruch in ein selbstbestimmtes Leben\u201c zu formulieren, wie es der Untertitel des Buches ank\u00fcndigt. Dieser Teil ist ganz sicher gut gemeint, aber leider der schw\u00e4chste der Schrift und das liegt nicht am Autor, sondern an den wenigen Optionen, die sich der betroffenen Generationen bieten. Angesichts der treffend dargestellten, gesellschaftlichen Gesamtsituation w\u00fcrden nur \u00e4u\u00dferst radikale, ja revolution\u00e4re Ver\u00e4nderung \u00fcberhaupt irgendeinen Unterschied machen und selbst von denen sind etliche seit Ver\u00f6ffentlichung des Buches vor unser aller Augen gescheitert, so z.B. FFF.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Lekt\u00fcre des Buches f\u00e4llt unweigerlich auf, dass Matuschek bereits 2018 viele Probleme erkennt und anspricht, die sich seitdem extrem verdichtet und vergr\u00f6\u00dfert haben. Man fragt sich als Leser, was er wohl zu Corona-Ma\u00dfnahmen, Entzug von Grundrechten und Big Reset zu sagen h\u00e4tte und wenn man da auf die Suche geht, wird es richtig interessant.<\/p>\n<p>Matuschek hat sich in seiner Funktion als Blogger und Kolumnist schon fr\u00fch kritisch mit der Inszenierung der pandemischen Krise auseinandergesetzt und sich dezidiert dazu ge\u00e4u\u00dfert, z.B. in einem Artikel der Neuen Z\u00fcricher Zeitung: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/kollabierte-kommunikation-was-wenn-am-ende-die-covidioten-recht-haben-ld.1574096\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eWas, wenn am Ende \u201adie Covidioten\u2018 Recht haben?\u201c<\/a><\/p>\n<p>Der Text war damals auf Facebook und Twitter einer der meistgeteilten Meinungsartikel im deutschsprachigen Raum und sorgte f\u00fcr einigen Wirbel. Die Zweitverwertung auf dem Portal KenFM des ma\u00dfnahmen-kritischen Podcasters Ken Jebsen f\u00fchrte schlie\u00dflich zum Ende der Zusammenarbeit von NZZ mit Matuschek. Publizistisch aktiv ist er jedoch weiterhin, mittlerweile in unabh\u00e4ngiger Form z.B. auf dem YouTube-Channel <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UC3Y1pLMCPfPaIsmQhsfSbGQ\/videos\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Freischwebende Intelligenz<\/a>.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich gab es Zusammenarbeiten mit anderen kritischen Kommentatoren wie z.B. dem Philosophen und Publizisten Gunnar Kaiser (Kaiser TV), zuletzt im VideoPodcast: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=5G2IT9UBbpo\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">\u201eDer Great Reset ist ein technokratischer Putsch\u201c<\/a>.<\/p>\n<p>Das Buch ist auf jeden Fall lesenswert, nicht nur, aber eben auch als historisches Dokument, das die gesellschafts-politischen Grundlagen f\u00fcr die weiteren Entwicklungen klug herausarbeitet und analysiert. R\u00fcckblickend l\u00e4sst sich feststellen, dass die ab Fr\u00fchjahr 2020 f\u00fcr manche v\u00f6llig unerwarteten und \u00fcberraschenden Geschehnisse und Entscheidungen letztlich so unerwartet und \u00fcberraschend nicht waren, sondern ziemlich offensichtlich einer gar nicht so geheimnisvollen, globalen Agenda folgen. Man fragt sich, angesichts der gegenw\u00e4rtigen Situation und den l\u00e4ngst nicht mehr nachvollziehbaren Entscheidungen auf politischer Ebene ja immer \u00f6fter: \u201eWas, wenn am Ende \u201adie Covidioten\u2018 Recht hatten?\u201c. Matuschek hat die Frage als einer der ersten gestellt und versucht bestens informiert und auf hohem intellektuellem Niveau bis heute Antworten darauf zu finden und zu geben. Das unterscheidet ihn deutlich von der \u00fcberwiegenden Mehrheit hauptberuflicher Journalisten in \u00f6ffentlichen-rechtlichen Medien und etablierten Printmedien.<\/p>\n<p>Fazit: Es ist au\u00dferordentlich lohnenswert das Buch zu lesen und sich mit den Beobachtungen auseinanderzusetzen. Lohnenswert nicht nur f\u00fcr den generellen Durchblick, sondern auch und vor allem um daraus Schl\u00fcsse f\u00fcr ein selbstbestimmtes Leben zu ziehen. Dicke Empfehlung, nicht nur f\u00fcr Generation X, Y, Z.<\/p>\n<p>Das Taschenbuch erscheint im Westend Verlag, hat 272 Seiten und kostet 13 Euro.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>2018 ver\u00f6ffentlichte Milosz Matuschek unter dem Eindruck von Wirtschaftskrisen, \u00dcberwachungsskandalen und Trump-Regierung das gesellschaftskritische Buch \u201eGeneration Chillstand\u201c. 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