Buch: „Würzburg. Kleine Stadtgeschichte“ – Erich Schneider

Erich Schneider ist Kunsthistoriker und Museologe, bis zu seiner Pensionierung leitete er das Mainfränkische Museum auf der Festung Marienberg in Würzburg. Nach etlichen Schriften als Herausgeber und Autor zu kunsthistorischen, fränkischen Themen („Kleine Geschichte Unterfrankens“, 2020) erschien 2026 das Büchlein „Würzburg. Kleine Stadtgeschichte“ bei Verlag Friedrich Pustet.

Bei dem handlichen Taschenbuch handelt es sich um eine verdichtete Historie der Bischofs- und Universitätsstadt mit all ihren interessanten (kultur-)geschichtlichen Facetten. Sie beginnt mit der Besiedlung durch die Franken, führt über Bistumsgründung, Spätmittelalter, Reformation und Bauernkrieg in die Echter-Zeit, von da über den Dreißigjährigen Krieg, Schönbornzeit, Aufklärung und Säkularisation zum Königreich Bayern, weiter über Zugehörigkeit zum Freistaat, Nazizeit und Nachkriegszeit bis zur Gegenwart im 21. Jahrhundert.

Die kompakte Schrift eröffnet mit einem kurzen Vorwort, teilt sich in zehn übersichtlich und klug eingeteilte Kapitel und endet mit einem informativen Anhang inkl. Zeittafel, kommentierter Literaturauswahl, Register und einer Übersichtskarte.

Erich Schneider gelingt die Aufgabe die komplexe, umfangreiche, über 1400-jährige Stadtgeschichte mit allerlei thematischen Exkursen übersichtlich darzustellen und bietet vielzählige interessante Einblicke ohne den Text mit wissenschaftlichen Details zu überfrachten. Eine Pflichtlektüre für alle Bewohner der lebenswerten Weinregion zwischen Maindrei- und Mainviereck.

Das Taschenbuch mit zahlreichen farbigen Bildern erscheint im Verlag Pustet, hat 184 Seiten und kostet 17 Euro.

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