Noten: „60s Hits für Ukulele“ von Richard Kleinmaier

„60s Hits für Ukulele“ umfasst 16 Popsongs- und internationale Schlager der 1960er Jahre für C6-Ukulele. Die einzelnen Lieder sind jeweils in zwei Versionen abgedruckt: Einmal als Leadsheet mit Melodie in Noten, Tabulatur, Text und Akkordsymbolen, ein weiteres Mal als Lyricsheet ohne Noten mit Text (alle Strophen), Akkorden und Ablauf. Zusätzlich werden schematischen Griffdiagramme (mit Fingersatz), ein beispielhaftes Anschlagsmuster und der jeweilige Gesangsstartton angegeben. Die Songs umfassen so jeweils 2×2 Heftseiten und das ist zusammengenommen sehr komplett, fast schon etwas zu viel Information für den einfachen Ukulelespieler.

Die Liedauswahl umfasst eine Auswahl von Evergreens der 60er: Bad Moon Rising (CCR), Down on the Corner (CCR), Dream a little Dream (Mamas & Papas), Georgy Girl (Seekers), Hey Baby! (Bruce Channel), King of the Road (Roger Miller), La Bamba (Richie Valens), Les Champs-Elysees (Joe Dassin), No Milk today (Herman’s Hermits), Quando Quando (Engelbert Humperdinck), Rote Lippen (Cliff Richard), Sag mir, wo die Blumen sind (Marlene Dietrich), Save the last Dance (Drifters), Sittin on the Dock of the Bay (Otis Redding), The Letter (Box Tops), These Boots are made for Walkin’ (Lee Hazlewood)

Insgesamt eine schöne Auswahl, akkurat aufgearbeitet und präsentiert. Statt der minutiösen Details und den doppelten Fassungen hätte man sich lieber etwas weniger Angaben und dafür mehr Auswahl gewünscht. Trotz der Überschrift „60s“ fehlen so prominente und die Ära bestimmende Musiker/Bands wie Beatles und Rolling Stones, Beach Boys und Byrds, Bob Dylan und Donovan und damit steht dann doch eine ordentliche Lücke im Sortiment. Das ist besonders deswegen schade, weil deren Lieder auch in einfachen Versionen bereits gut klingen. Bei den im Heft enthaltenden Songs handelt es sich dagegen zum Teil um komplexe Arrangements (Champs-Elysee, Quando), die in reduzierten, einfachen Interpretationen leider etwas von ihrer Wirkung verlieren (Boots ohne Basslinie, La Bamba ohne Intro, Last Dance ohne Chöre).

Nichtdestotrotz: Eine Zusammenstellung mit einigen positiven Überraschungen, ordentlich aufgearbeitet und gut lesbar. Und wer nicht singen will, spielt einfach nur die Melodien oder begleitet andere Singende mit seinem Akkordspiel.

Das Notenheft erscheint bei DUX (D 330) und kostet 19,80 €.

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