Noten: „Das Rock & Pop Fetenbuch 2 für Alt und Jung“ – Sebastian Müller (Hg.)

Sebastian Müller hat für den Schott Verlag bereits das „Weihnachtsliederbuch“ (2014), das „Fetenliederbuch“ (2015), das „Folk- & Volksliederbuch“ (2017) und das „Rock & Pop Fetenliederbuch“, jeweils für Gitarre und Ukulele, zusammengestellt. Nun erscheint unter der Überschrift „Das Rock & Pop Fetenbuch 2“ die Fortsetzung der zuletzt erschienenen Kompilation mit weiteren 100 populären Songs. Im Mittelpunkt stehen auch diesmal die größten Hits, die die Popgeschichte der letzten 60 Jahre hervorgebracht hat. Müllers Auswahl setzt sich zusammen aus amerikanischen, englischen und deutschen Popklassikern, Oldies und Evergreens. Weiterlesen

Noten: „Discovering Fingerstyle Ukulele“ von Colin Tribe (Arr.)

Colin Tribe ist ein britischer Ukulele-Lehrer, -Arrangeur, -Komponist und -Spieler. Für das Victoria College of Music in London hat er den Lehrplan für Ukulele zusammengestellt und bei Schott bereits etliche Unterrichts- und Spielhefte für Ukulele veröffentlicht, so z.B. „American Folk Tunes“ (2015), „Irish Folk Tunes“ (2014) und „Englisch Folk Tunes“ (2013). Nun hat er die Stückesammlung „Discovering Fingestyle Ukulele“ mit 30 Pop- & Rockarrangements für das kleine Saiteninstrument herausgebracht. Weiterlesen

Noten: „Das Ding 5“ – Andreas Lutz & Bernhard Bitzel (Hg.)

Im April 2022 erschien bei Dux der fünfte Teil der Liederbuch-Reihe „Das Ding“ mit mehr als 400 populären Songs in zwei verschiedenen Formaten. Die beiden Herausgeber Andreas Lutz und Bernhard Bitzel haben mit ihren Popsong-Kompilationen im knackigen Songtext/Akkord-Format offensichtlich einen Nerv getroffen. Der erste Band (grün) der Reihe erschien offiziell im Jahr 2000 und war auf Anhieb sehr verbreitet und beliebt, kam im Gitarrenunterricht, auf der Skihütte und am Lagerfeuer zum Einsatz. Danach legten sie nach mit Teil 2 (rot) im Jahr 2005, Teil 3 (gelb) im Jahr 2008 und Teil 4 (blau) im Jahr 2012. Nun erscheint eben Teil 5 der Reihe, wieder mit mehr als 400 Songs und so liegen mittlerweile insgesamt mehr als 2000 Songs in der inzwischen typischen kompakten Niederschrift vor. Weiterlesen

Noten: „In the Mood“ – Jerry Lee Lewis (The Hawk)

Ende Januar 1960 war der US-amerikanische Sänger & Pianist Jerry Lee Lewis im neu eröffneten SUN-Studio und spielte an mehreren Tagen verschiedene Aufnahmen ein. Im August 1960 erschien unter dem Pseudonym „The Hawk“ eine Single (PI 3559) mit Piano-Instrumentalversionen der Titel „In the Mood“ (Andy Razaf & Joe Garland) und „I get the Blues when it rains“ (Harry Stoddard & Marcy Klauber).

„In the Mood“ wurde in der Besetzung Piano & Schlagzeug (Roland Janes) eingespielt und ist eine archetypische Fusion von Boogie Woogie & Early Rock & Roll Piano. Nach einem einfachen, aber effektiven Intro erklingt das melodische Thema des Swingklassikers in reduzierter Form hintereinander mit einer Oktave Abstand. Danach folgt bis zum Fade out eine variantenreiche Soloimprovisation über die zugrunde liegende Akkordfolge, in der Jerry Lee Lewis eine schöne Auswahl der besten Licks & Tricks seines ureigenen Stils abfeuert. Wer sich mit seinen Stil befassen will, findet in diesem Stück einen hervorragenden Einstieg. Weil es unter Pseudonym erschien ist leider kaum bekannt und selten zu finden. Tonart: G-Dur, Tempo ca. 172 bpm, Gerade Achtel / Straight Eights. Es sind von dieser Aufnahme bisher keine Noten erhältlich, deswegen hier meine, persönliche Transkription, Einspielung folgt.

Noten: „Echoes“ von Dirk Maassen

Dirk Maassen ist ein deutscher Pianist und Komponist. Seit 2013 spielt und veröffentlicht er quasi ununterbrochen elegische Minimalkompositionen für Solopiano mit wiederkehrenden Akkordzerlegungen und einfachen, aber eingängigen Melodien. In manchen Jahren veröffentlichte er bis zu sechs (!) Alben, das haben nicht mal die fleißigen Beatles geschafft. Kein Wunder, dass man da als Hörer hin und wieder musikalische Deja-vues erlebt und einem alles irgendwie sehr bekannt vorkommt. Genau das ist vermutlich die Vermarktungsstrategie.

Es ist im Schnellverfahren zusammengehämmerte Instrumentalmusik auf dem kleinsten musikalischen Nenner. Klingt alles genauso als hätte man es schon 1000x im Hintergrund von irgendwelchen Tierdokumentationen gehört. Musik zum weghören, austauschbar und unaufdringlich, gefährlich nah an der Bedeutungslosigkeit.

Ein Jahr nach dem Erscheinen des Doppel-Albums „Echoes“ (2020/21) ist nun das dazugehörige Notenheft bei DUX erschienen. Einwandfreie, gut lesbare Ausgabe, nur leider ohne Fingersätze, aber das kriegt man auch so hin, wenn man etwas erfahren ist. „Sunrise“, „Earthsong“, und „Fastaland“ erscheint als Piano-Solo statt mit Streichern wie auf der Aufnahme. Die Reihenfolge entspricht der des Albums.

Fazit: Maassenware. Das klebegebundene Heft hat 104 Seiten und kostet 25 €.

Inhalt: Introspective- Air – Windsong – Sunrise – Roots – Diaries – Friedland – In Another Life – Sparkles – Earthsong – Fastaland – High – Burning

Noten: „Stars“ von Martin Herzberg

Martin Herzberg ist ein deutscher Pianist, der seinen Kompositionsstil mit denen von Ludovico Einaudi und Yann Tiersen vergleicht. Es sind elegische Minimalkompositionen für Solopiano mit wiederkehrenden Akkordzerlegungen und einfachen, aber eingängigen Melodien. Nicht sehr viel Tiefgang, aber ganz viel Gefühl. Klingt alles so als hätte man es schon mehrmals im Hintergrund von irgendeinem Film laufen hören. Sehr austauschbar, Musik zum weghören, unaufdringlich und technisch nicht schwer zu spielen. Der Entspannungssoundtrack für müde Omis, gestresste Hausfrauen oder Pferdemädchen im ersten Liebekummer. Die phantasielosen, einwörtigen, englischsprachigen Tracktitel sollen wohl die Illusion von geistigem Tiefgang vermitteln, sie entsprechen in ihrer Eindimensionalität ziemlich exakt dem Grad der kompositorischen Substanz.

Ein Jahr nach dem Erscheinen des Albums „Stars“ (2020) ist nun das dazugehörige Notenheft bei DUX erschienen. Einwandfreie, gut lesbare Ausgabe, nur leider ohne Fingersätze, aber das kriegt man auch ohne hin, wenn man etwas erfahren ist. „Sails“ erscheint als Arrangement für Piano/Cello und in einem Solo-Arrangement, falls mal kein Cellist zur Hand sein sollte. Die Reihenfolge entspricht der des Albums.

Das geklammerte Heft hat 60 Seiten und kostet stolze 25 €.

Inhalt: Home – Leaving – Sails – We Are – Wings – Endless – Mother – Levitate – Wonder – Moon – Back Home

Noten: „Homenaje a Debussy“ – Manuel de Falla, Johannes Klier (Hg.)

„Homenaje a Debussy“ des andalusischen Komponisten Manuel de Falla gilt als eines der ersten Werke für Gitarre eines Nicht-Gitarristen im 20. Jahrhundert. Es entstand zwei Jahre nach dem Ableben des großen französischen Impressionisten Claude Debussy im Jahr 1920 anlässlich einer Sonderausgabe der Musikzeitschrift Revue Musicale, in der Essays und Kompositionen in Erinnerung an diesen zusammengefasst wurden. De Falla beteiligte sich daran mit einem Essay und einer Kleinkomposition für Gitarre mit dem Titel „Homenaje a Debussy“. Damit entsprach er gleichzeitig auch dem Wunsch seines Freundes Miguel Llobet, einem katalonischen Gitarristen. Llobet war es auch, der die Komposition einrichtete und einige Änderung an der Vorlage vornahm, bevor sie in der Heftbeilage erstmals abgedruckt wurde. Weiterlesen

Noten: „Guitar Book“ von Sigi Schwab

In den 1980er Jahren führte für deutsche Nachwuchsgitarristen kein Weg vorbei an Sigi Schwab. Der deutsche Gitarrist und Komponist, geb. 1940 in Ludwigshafen, war Gitarrist der RIAS Big Band in Berlin, arbeitete als Studiomusiker in ganz Deutschland, komponierte Fernseh-, Film- und Bühnenmusik. Ab 1980 spielte er mit dem Diabelli-Trio (Wiener Klassik), im Duo Guitarissimo mit dem österreichischen Gitarristen Peter Horton und mit der Percussion Academia. Bereits in den späten 1970er Jahren veröffentlichte er die dreibändige Heftreihe „Folkpicking für Fingerstyle Guitar“, die für viele deutschsprachige Gitarristen einen detailliert ausgearbeiteten Einstieg in seine persönliche, vom nordamerikanischen Fingerpicking geprägte Spielweise bot. Nach einem ereignisreichen und einflussreichen Berufsleben als Musiker und Gitarrist hat Schwab nun im Alter von 80 Jahren den großformatigen Band „Guitar Book“ mit 30 Solo-Arrangements von Klassik bis Jazz mit Fotos und erklärenden Texten vorgelegt. Es ist sein notiertes und kommentiertes gitarristisches Vermächtnis. Weiterlesen

Noten: „Gitarre spielen“ von Rolf Tönnes

Rolf Tönnes ist erfolgreicher Autor verschiedener Spielhefte für Gitarre, darunter auch die zweibändige Schule „Gitarre spielen – mein schönstes Hobby“, inkl. diverser Begleithefte. Erstmals erschien die Reihe im Jahr 2001 und nach knapp 20 Jahren wurde sie nun einer dringend notwendigen Überarbeitung und Aktualisierung unterzogen. Weiterlesen