Buch: „Look Out Kid“ von Maik Brüggemeyer (Hrsg.)

Zum 80. Geburtstag der Musikerlegende Bob Dylan hat der deutsche Popmusikjournalist Maik Brüggemayer ein Kompilation von Kurzgeschichten und persönlichen Betrachtungen zusammengestellt, die auf unterschiedliche Weisen mit Leben und Werk des US-amerikanischen Songschreibers in Beziehung stehen. Sich selbst hat Brüggemayer mit einer klassisch aufgebauten, autobiographisch anmutenden Kurzgeschichte den letzten Platz in der Sammlung reserviert. Vor ihm kommen 19 andere Autoren mit Beiträgen unterschiedlichster Form und Länge zu Wort, darunter viele Personen, die den meisten Lesern unbekannt sein dürften, aber das ist ja nicht schlimm (nur Niedecken fehlt leider). Am ansprechendsten sind die Erzählungen, die eine persönliche Auseinandersetzung mit einem Song oder einer biographischen Begebenheit mit Dylan behandeln. Einige wenige sind nicht sehr gelungen, aber das kann bei solchen Zusammenstellungen eben passieren, man kann ja leicht drüber blättern und an einer anderen Stelle weiterlesen. Weiterlesen

Out now: „Better Days“ – Dennis Schütze

Ab sofort ist die Single „Better Days“ des Würzburger Musikers Dennis Schütze auf allen gängigen Download- & Streamingportalen erhältlich (Amazon, Apple Music, Spotify). Der Song stammt von Graham Nash und erschien ursprünglich auf dessen Debutalbum „Songs for Beginners“ (1971). Dennis Schütze: vocs, piano, bass; Nina Clarissa Frenzel: cello, Jan Hees: drums; Rec: Dennis Schütze; Mix & Master: Jan Hees.

Über Neal Young

„Neil Young. Ein grummelnder Holzhacker. Musik wie ein schweres Baumwollhemd. Die Axt, die am Wald vorbeigetragen wird. Voller bester Übellaune am Feuer das Steak wenden. Fast etwas Fränkisches an ihm. […]

Er spuckt einem vor die Füße, zu Recht, seine Musik, die keine sein will. „Drifitin‘ Back“, das mit 28 Minuten längste Stück, das Neil Young jemals aufgenommen hat, schubst die Probenraumgitarre in die Boxen und läßt sie – unfrisiert, ungeflickt – wabern, schleichen, kreisen, schlieren, über einem schlurfenden, humpelnden, hingewurschtelten Rhythmus, der sich stolpernd als solcher verachtet und in seiner lächelnden Faulheit ganz okay einrichtet.

Ein Wort zur Hopp-hopp-Gesellschaft. Jede verquietschte Solonote haucht.“

Jürgen Roth in: „Vielleicht Hunsrück“ (2020), S. 374/75

Out now: „Everything Must Change“ von Sandra Buchner

Ab sofort ist die Single „Everything Must Change“ der Würzburger Sängerin Sandra Buchner auf allen gängigen Download- & Streamingportalen erhältlich (Amazon, Apple Music, Spotify, Youtube). Der Jazzstandard aus der Feder von Benard Ighner erschien erstmals auf dem Album „Body Heat“ von Quincy Jones (1974). Zwei Jahre später war es der erste Track auf dem gleichnamigen Debutalbum der US-amerikanischen Sängerin Randy Crawford. Hier nun in einer zeitgemäßen LoFi-Variante feat. LoFiLu. Gesang: Sandra Buchner; Gitarre: Dennis Schütze; Beats, Cuts, Mix, Master: LoFiLu (2021).

Über Drum & Bass in den frühen 1950s

„In the early [19]50s bass players would’ve been used to not being amplified. They would be very good at getting a lot of sound out of an acoustic bass. They might put themselves in a corner so they might get more bass out of it. They’d find all sorts of clever ways of getting more bass. Drummers would be really clever at playing quietly, they might be really good with brushes or they might be great swing drummers, who had a light touch but could play quietly but still in an exciting way. I think a lot of their skills possibly have been lost because people now have everything amplified. […] Particular for bass, there is no reason for guys to play loud anymore, they just plug in.”

Lincoln Grounds, Chief Engineer in: Recording, ‚50s Style by sound on sound magazine, 2017