Liner Notes: „25/52“ (2026)

Das Album „25/52“ erscheint weltweit am Freitag, den 05.06.2026 auf allen gängigen Streamingportalen. Hier einige Einzelheiten zur Entstehung, Besetzung und ein persönlicher Kommentar zu jedem Track.

01. Hard Time
Dennis Schütze: vocals, piano, organ, bass; Jan Hees: drums

Der Song stammt aus einer Jackson Browne-Phase und handelt von meiner Zeit als Schüler in den USA im Schuljahr 1988/89. Lief da nicht alles optimal, eher provisorisch, ich war an verschiedenen Orten bei verschiedenen Familien, wurde von einer Station zur nächsten gereicht inkl. Schulwechsel, rückblickend ein typisch amerikanisches Szenario. Irgendwann reichte es mir, ich nahm als gerade mal sechszehnjähriger mein Schicksal selbst in die Hand, kontaktierte entfernte Verwandte und plante im geheimen eine Überfahrt von Philadelphia, Pennsylvania nach Tulsa, Oklahoma. Im frühen Morgengrauen brach ich auf, mit einem Koffer in der einen und einer Gitarrentasche in der anderen Hand, bestieg irgendwo einen Greyhoundbus und war 24h unterwegs, vorbei an Indianapolis, St. Louis und Kansas City. An jeder Haltestation kamen und gingen Passagiere, die Mitfahrer auf meinem Nachbarsitz wechselten. Irgendwann mitten in der Nacht saß ein junger Typ neben mir, alleine unterwegs wie ich und auf dem Weg zu seinem Vater, den er noch nie in seinem Leben gesehen hatte. Wir fuhren beide in eine ziemlich ungewisse Zukunft. Ich dämmerte dahin und als ich wieder aufwachte war der Sitz neben mir frei, er war irgendwo ausgestiegen, wir hatten uns nicht verabschieden können, ich sah ihn nie wieder. In Tulsa verbrachte ich die zweite Hälfte meines insgesamt einjährigen Aufenthalts. Das Auslandsjahr hat mich gebrochen, schwere Wunden geschlagen. Die Erlebnisse haben noch lange nachgewirkt und nach meiner Rückkehr nach Deutschland hat es ein paar Jahre gedauert bis ich wieder einigermaßen klar war. Gitarre spielen, singen und Songs schreiben hat dabei geholfen.

Geschrieben am 13.02. & 27.04.1994

02. Exactly
Dennis Schütze: vocals, piano, bass; Jan Hees: drums

Ja, das ist genau das, was ich meine („exactly what I mean“). Wann weiß man schon mal genau, was man will und kann es auch präzise formulieren. Wenn man verliebt ist, funktioniert das manchmal und ganz wunderbar ist, wenn man die Gedanken an jemanden richten kann, der/die zuhört und versteht. Wenn du so eine findest, dann halt sie fest und lass erstmal nicht mehr los!

Geschrieben am 21.03.1993

03. One of those nights again
Dennis Schütze: vocals, guitars, organ, bass; Jan Hees: drums

Und manchmal trifft man eine und sieht sie immer wieder und nach einiger Zeit wird einem klar, dass da was fehlt, wenn sie nicht da ist, dass sie fehlt, dass du nicht komplett bist ohne diese Person. Und dann musst du dir überlegen, ob du noch aus der Freundeszone rauskommst, wenn du sagst, was du fühlst, aber sei vorsichtig, es könnte sein, dass du alles riskierst und alles verlierst, wenn du dich offenbarst. Du könntest dich vortasten, du könntest es vorsichtig ausloten. Ja, du könntest einen Song schreiben und ihr vorsingen und sehen was passiert. Ja, das wäre eine Möglichkeit und eine ziemlich gute, weil du im ungünstigsten Fall wenigstens einen wahrhaftigen Song in der Tasche hast, den du noch Jahrzehnte später singen und produzieren kannst.

Geschrieben am 31.10.1994 & 16.05.1995

04. Devil on my trail
Dennis Schütze: vocals, guitars, organ, bass; Jan Hees: drums
Samples: “Hellhound on my Trail”, Robert Johnson (1937)
Samples: “If I had Possession over Judgement Day”, Robert Johnson (1936/61)

Stammt aus meiner (langen) Robert Johnson-Phase. Der Künstler, der Musiker, der Sänger und Songschreiber und der faustische Pakt. In der ein oder anderen Form haben viele davon geschrieben oder gesungen. Bei mir ist’s eher die Unruhe, die Getriebenheit, die Unzufriedenheit, auch die Langweile, die Unterforderung, die Spielfreude, das Risiko, das Ungewisse, die Neugier, die Überraschung, die Belohnung, was mich antreibt und nie Ruhe geben lässt. Als junger Mann dachte ich, das gibt sich irgendwann, irgendwann hört das auf, aber ich muss sagen, bis jetzt noch nicht. Wenn ich vor der Frage stehe, soll ich’s tun oder besser nicht, ist es schon entschieden und ich tu’s. Jemand sagte mal zu mir: Wenn du eine vernünftige Antwort haben willst, dann frage besser nicht mich. Genau so stelle ich mir einen guten Ratgeber vor, denn die vernünftige Entscheidung liegt ja sichtbar auf dem Tisch, dafür brauche ich keinen Ratschlag. Stattdessen: Handle unvernünftig, gehe dahin, wo dich dein Herz hinschickt, handle dir Ärger ein, gehe in Opposition, hinterlasse Unverständnis, aber nicht aus Prinzip, sondern weil dich das Unbekannte interessiert, nicht die ausgetretenen Pfade, darüber kannst du in Reiseführern lesen, dann brauchst du nicht selbst hinfahren. Gehe deinen eigenen Weg, schreibe dein eigenes Buch und wenn der Teufel hinter dir her ist, steig in den nächsten Zug und winke ihm durchs Fenster zu, während der Zug abfährt und er auf dem Bahnsteig steht und an der Tür rüttelt. Aber sei immer freundlich zu ihm, könnte sein, dass er dich irgendwann einholt.

Geschrieben am unbekannt

05. Please Baby
Dennis Schütze: vocals, guitars, organ, bass; Ferdinand Schütze: Flügelhorn; Jan Hees: drums

Wenn man wissen will was los ist und bereit ist alles zugeben. Wurde komplett an einem alten Casio-Keyboard geschrieben und arrangiert. Die jetztige Flügelhornmelodie war in den Aufzeichnungen in Buchstaben notiert und ergab jahrzehnte später immer noch Sinn, habe sie allerdings etwas erweitert und harmonisiert.

Geschrieben am 26.06. & 10.07.1995

06. Postcard from France
Dennis Schütze: vocals, guitars, epiano, bass; Jan Hees: drums

Lange Geschichte. Jemand, den ich sehr gerne hatte, war weit weg im Urlaub und zwar mit jemand anderem, den ich nicht kannte, aber (noch) eine Rolle spielte. Ich bekam nur eine einzelne Postkarte von unterwegs (ja, so alt ist der Song), mehr gab’s damals nicht und malte mir den Rest so ungefähr aus und lag damit vermutlich nicht mal allzu sehr daneben. Ich wartete auf die Rückkehr, war gespannt, was noch übriggeblieben sein würde, was aus uns werden würde und vertrieb mir die Zeit mit dem Schreiben dieses Songs.

Geschrieben im Februar 1995 und am 17.04. & 16.05.1995

07. Sun come up
Dennis Schütze: vocals, guitar, epiano, bass; Jan Hees: drums

Ein Song für die Sonne. Zu der Zeit war ich viel unterwegs, ständig im Zug (meist schwarz) und per Anhalter (oft unter Zeitdruck), das Geld war knapp, aber die Laune gut. Wenn man im Sonnenuntergang lange auf einen Wagen warten muss, der anhält und einen mitnimmt oder nachts in einsamen Sechser-Zugabteilen sitzt und endlich ankommen will, manchmal kommt da vor lauter Abgeschiedenheit und Abwesenheit von irgendwas ein schöner Gedanke, eine nette Idee und wenn man viel Glück hat, kann man sich die merken bis man ein Instrument oder einen Bleistift zur Hand hat um es aufzuschreiben. Jahrzehnte später fand ich heraus, dass es einen unbekannten Song gleichen Namens von meinem Lieblingssongschreiber Jim Croce gibt, den kannte ich damals aber noch nicht.

Geschrieben am 12.03. & 06.04.1994

08. Down before
Dennis Schütze: vocals, eguitars, organ, bass; Jan Hees: drums
Samples: “Ramblin’ on my Mind”, Robert Johnson (1936/37)

Mein erster epischer Bluessong, für eine kurze Zeit im Konzertrepertoire und aufgenommen mit Schütze & Stückle unter dem Titel „I’ve been down“ und erschienen auf dem Album „Leave the Blues behind“ (2000), was ich danach ziemlich wörtlich nahm. Inzwischen bin ich immer wieder zum Blues zurückgekehrt, ist einfach nicht tot zu kriegen und bekomme ihn auch nicht mehr aus dem Blutkreislauf. In der neuen Version mit Samples vom großen Robert Johnson, 1937 aufgenommen und somit ikonisch, aber Copyright frei, im wahrsten Sinne Public Domain.

Geschrieben am 12.04. & 16.05.1995

09. This ain’t Eden
Dennis Schütze: vocals, piano, guitars, organ, bass; Jan Hees: drums

Wenn die Liebe zerfällt und das Paradies zusammenbricht. Es ist eine harte Erkenntnis, wenn das passiert, es gibt erste Andeutungen, Missverständnisse, Auseinandersetzungen, Streit, Schweigen und schließlich die Frage: Ist es das, was ich wollte und will? Dieser Song ist Erinnerung, Bestandsaufnahme, Schlussfolgerung und Quintessenz. Vielleicht auch eine inständige Bitte, auch wenn der Entschluss bereits vermeintlich feststeht. Allerdings: Himmel, Hölle und Paradies gibt’s immer nur vorübergehend, das weiß man dann später als erfahrener Mensch. Wie meine liebe Schwiegermutter einst sagte: „Wir werden’s alle überleben und wenn nicht, ist’s auch nicht so schlimm.“ Aber das glaubt man als junger Mensch natürlich noch nicht und das ist auch ganz richtig so.

Geschrieben im November 1996 und am 10.12. & 27.12.1996

10. Hate him for that
Dennis Schütze: vocals, piano, organ, bass; Jan Hees: drums

Ich habe mal an einem Abend auf der Straße gesehen wie sich zwei junge Männer geprügelt haben, nicht geschubst oder gebatscht, sondern mit aller Kraft zugeschlagen, sowas geht ganz schnell, so schnell schaut man kaum und als beistehender Zeuge spürst du die urtümliche, unheimliche Kraft, das Testosteron, die Muskeln, die Aggression, die Anspannung, die Wut, den Hass, aber auch die Angst, den Schmerz, den Aufprall, die Dumpfheit, die Gleichgültigkeit, die Gewalt, die Gnadenlosigkeit.

Es gibt immer wieder Situationen, in denen ich ausrasten könnte, aber besser nicht. Manchmal kommen einem solche Gefühle zu nahe, obwohl man es nicht will. Genau das ist der Unterschied zwischen Zivilisation und Barberei.

Geschrieben am 13.01. & 06.07.1997

11. Weakness
Dennis Schütze: vocals, guitar, piano, bass; Jan Hees: drums

Ein dunkler, kalter Wintertag, der Blick aus dem Dachfenster nach draußen auf die Straße, die Spuren im Schnee, die langsam einschneien, der Blick zurück auf das was war, langsam verlischt und bald nicht mehr ist. Erschien vor langer Zeit unter dem Titel „The Weakness of Your Smile“, Titel abgewandelt von „Shadow of Your Smile“ (Henry Mancini), Akkordfolge von „500 Miles“ (Traditional), Melodie und Pianolinie selbst ausgedacht, immerhin.

Geschrieben am 14./15.12.1995 & 02.01.1996

12. Crossroads
Dennis Schütze: vocals, eguitars, organ, bass; Jan Hees: drums
Samples: “Cross Road Blues”, Robert Johnson (1937)

Ein abartig langes Epos, das ich in meiner Erinnerung nach an einem Tag aufgeschrieben habe, in den Aufzeichnungen steht etwas anderes. Schon beim Schreiben war klar, dass ich diesen Song niemals spielen, aufführen oder aufnehmen könnte, nach 30 Jahren habe ich es doch getan. Die Songproduktion wurde schließlich mehr als 10 Minuten lang, habe noch Intros und mehrere Solos eingefügt (alles One-Taker, also nur ein einziges Mal aufgenommen, das war’s), war dann irgendwann auch egal, musste somit der letzte Track des Albums werden, wurde aber als erstes veröffentlicht. Darin enthalten sind Samples aus „Cross Roads Blues“ von Robert Johnson, ansonsten alles selbst erfunden. Selbst hatte ich nie den Eindruck meine Seele für irgendwas verkauft zu haben, obwohl es mehrfach Gelegenheit dazu gegeben hätte. Rückblickend sehe ich aber schon auch die Opfer, die erbracht wurden und Dinge, die ich habe liegen lassen (oft ohne es zu bemerken) um das Musikerleben zu führen, das hinter mir liegt. Es war für mich lange nicht sichtbar, dafür umso mehr für mein Umfeld, meine Familie und Freunde. Es waren für mich allerdings keine schwerwiegenden Opfer, es ging nie um Leben und Tod, wenn auch vielleicht manchmal um Seelenheil, so wie in der obigen Nacherzählung des faustischen Pakts aus der Ich-Perspektive (eine Mischung aus Robert Johnson und mir selbst).

Geschrieben im Mai und Juni 1994 und am 13.09.1994

Gesang & Instrumente aufgenommen von Dennis Schütze
Schlagzeug & Perkussion aufgenommen von Jan Hees
Mix & Master: Jan Hees
Produktion: Dennis Schütze (2026)

Album: „25/52“ (2026)

Das Album „25/52“ erscheint weltweit am Freitag, den 05.06.2026 auf allen gängigen Streamingportalen. Hier einige Einzelheiten zur sehr langen Entstehungsgeschichte.

Die für das Album ausgewählten zwölf Songs entstanden in den Jahren 1993 bis 1997 in einer dynamischen und wechselhaften Phase meines frühen Musikerlebens. Sie wurden, meist über mehrere Tage geschrieben, verfeinert, einfach arrangiert und als Text mit Akkorden (ohne Notation) handschriftlich aufgezeichnet. Aus dieser vordigitalen Zeit gibt es zwei Manuskripthefte (1988-1991 & 1991-2004) mit zusammen ungefähr 60 Songs. Die Songs des Albums stammen aus dem zweiten Manuskriptheft (1991-2004) mit etwa 30 kompletten Songs und einigen wenigen Songfragmenten, die zum großen Teil bis heute unveröffentlicht geblieben waren (kein Konzertrepertoire, keine Aufnahmen oder Studioproduktionen, nicht einmal Demos). Drei einzelne Songs daraus wurden vor einigen Jahren aufgenommen und veröffentlicht („Same Damn Thing“, „Do You Want Me on My Knees?“, 2022; „Present to Your Heart“, 2023).

Songs, die ab 1998 entstanden, landeten zum großen Teil auf den Albumveröffentlichungen Schütze & Stückle: Leave the Blues Behind (2000) und dem ersten Soloalbum Dennis Schütze: 2174 (2004). Über die Jahre entstanden weiterhin neue Songs, die Bestandteil weiterer Albumproduktionen wurden, die alten Songs der Manuskripthefte lagen im Schrank und verstaubten. Hin und wieder nahm ich sie zur Hand, überrascht darüber wir präsent mir Melodie, Texte und Harmonik über Jahre und Jahrzehnte blieben. Ab 2020 reifte langsam die Idee diesen bis dahin unsichtbaren Teil meiner Songschreiberei kritisch zu sichten und aufzubereiten. Das Projekt wurde immer wieder in Jahresrundmails angekündigt, aber verschob sich jahrelang, weil andere aktuelle Dinge dazwischen kamen. Der Zahlendreher „25/52“ (25 Jahre später, 52. Geburtstag) führte dann endlich zum Start des Projekts. Nach der Auswahl von Songs, dem Erstellen von Demos, Festlegung von Tempo und Ablauf musste jedoch meine gute Mutter gepflegt werden und verstarb noch im selben Jahr, das legte die gerade begonnene Produktion fast ein weiteres Jahr auf Eis.

Im Herbst 2025 (!) ging es dann mit Hilfe meines langjährigen musikalischen Partners Jan Hees wirklich los und zwar schnell. Nahezu täglich versendete ich Vorproduktionen, bekam innerhalb weniger Wochen Schlagzeugtracks, spielte Gitarren, viel Klavier und Orgel und E-Bass dazu, sang die Hauptstimmen und Chöre ein und nur wenigen Monate später war das Album eingespielt, bald danach gemixt und gemastert. Zufällig kontaktierte mich zu dieser Zeit der Fotograf Knud Dobberke und übermittelte freundlicherweise zwei alte, ungenutzte Fotos von mir aus den späten 1990ern, die er beim Aufräumen im Archiv gefunden hatte und die nie verwendet worden waren.

Neben mir und Jan Hees kam auf einem der Tracks („Please Baby“) mein Sohn Ferdinand Schütze am Flügelhorn zum Einsatz, außerdem wurden diverse Samples u.a. der Apollo 14 Mission (NASA, 1971) und des mythenumwobenen Mississippi-Bluesmanns Robert Johnson (1911-1938) ausgewählt und in Arrangements („Please Baby“, „Devil on my Trail“, „Down before“, „Crossroads“) platziert.

„25/52“ ist ein persönliches, autobiografisches, vielleicht meines letztes, in sich geschlossenes Album geworden. Mit Songs aus der Feder eines optimistischen jungen Mannes Mitte Zwanzig, der unbeschwert in eine ungeschriebene Zukunft blickt. Produziert von einem mittelalten Musikveteranen, der viele Songs geschrieben, viele Auftritte gespielt und manche Schlacht (nicht alle ehrenhaft oder siegreich) hinter sich gebracht hat. Es war wunderbar und wertvoll das Werk meines eigenen jungen Ichs zu betrachten und mit modernen Mitteln und Methoden aufzuarbeiten. Ich bin weit entfernt von Erkenntnis, verstehe mich und meinen Lebensweg jetzt jedoch ein klein wenig besser. Vielleicht hat jemand Zeit und Lust die musikalische Dia/Musik/Textshow der letzten 25 oder auch 52 Jahre meines Lebens mit mir zu betrachten. Bis auf den letzten epischen Track („Crossroads“) sind es kleine, kaleidoskopartige Schlaglichter auf vom echten Leben inspirierte Szenen, ein musikalischer Entwicklungsroman, ein klassisches Coming-of-Age-Album. Es geht um Freud & Leid, Hoffnung & Enttäuschung, Liebe & Trennung, Licht & Schatten bis zu Himmel & Hölle. Into the Past and back to the Future.

Out now: „25/52“ – Dennis Schütze

Ab sofort ist das Album „25/52“ von Dennis Schütze auf allen Streamingportalen erhältlich. Es umfasst zwölf Tracks und hat 58 Min Laufzeit.

01 “Hard Time”
02 “Exactly What I Mean”
03 “One of Those Nights Again”
04 “Devil On My Trail” feat. Robert Johnson
05 “Please Baby” feat. Ferdinand Schütze
06 “Postcard from France”
07 “Sun Come up”
08 “Down Before” feat. Robert Johnson
09 “This ain’t Eden”
10 “Hate Him for That”
11 “Weakness of Your Smile”
12 “Crossroads” feat. Robert Johnson

Musiker: Dennis Schütze (voc/git/piano/organ/bass), Jan Hees (perc/drums), Ferdinand Schütze (fluegelhorn). Arrangements, Aufnahme & Produktion: Dennis Schütze, Mix & Master: Jan Hees.

Ready for Release: „25/52“ (Album)

Was lange währt: Viele Jahre lang erwähnte ich immer wieder eine geplante Albumproduktion mit alten, eigenen Songs. Im Frühjahr 2025 habe ich endlich damit begonnen, Songs gesichtet, die +/- 30 Jahre alt sind und die zum größten Teil noch nie jemals jemand gehört hat. Es wurde hier und da textlich etwas nachgebessert, Abläufe festgelegt, Demos aufgenommen, Instrumentierung erprobt, doch dann wurde der Prozess jäh unterbrochen und lag mehrere Monate brach. Im Herbst 2025 ging es weiter, Schlagzeug wurde eingespielt, dazu Bässe und Gitarre, Klavier und Orgel, Gesänge und Chorstimmen. Bis zum Ende des Jahres war das Recording fertiggestellt, beteiligt waren außer mir selbst noch Jan Hees an den drums und mein Sohn Ferdinand Schütze am Flügelhorn. Seit Januar lief in mehreren Durchgängen das Mixing, gerade wird noch an letzten Feinheiten, am Mastering und der Reihenfolge gefeilt.

Wird endlich gut: Es sind 12 Tracks entstanden und sie werden ab April 2026 in mehreren Chargen veröffentlicht. Gestartet wird mit dem letzten und längsten Track des Albums und dann rückwärts im Waterfall-Prinzip. Bei monatlich vier Tracks wird das Album im Sommer 2026 komplett veröffentlicht sein. Es trägt den Titel „25/52“.

Ich spüre, dass es Zeit wird loszulassen und die Songs auf ihre Reise in die Welt zu schicken.

Ausblick 2026

Tracks & Musikvideos (Jan-Mar 26)
Weiterhin werden Single-, EP- und Albumproduktionen bei mir in Auftrag gegeben, dazu gehört meist Vorproduktion, Instrumentierung, Arrangement, Einspielen & Aufnahme der Einzeltracks, Mix & Master, manchmal auch Videos und / oder Imagefilme. Auch 2025 erscheinen neue Tracks, kurz bevorstehen tun gerade:

Singles:
Markus Westendorf: „Sommer in der Stadt“ (Single)
Grisu Biernat: „Simple Twist of Fait“ (Single)
Thilo Hofmann: „Snowman“ (Single)
MS Junior „Coffee Cold“ (Single)
Dennis Schütze: „Great Place to Leave Things” (Single)

Albumproduktionen:
Dennis Schütze: “25/52” (12 Tracks, Album)
Philipp Junge: „t.b.a.“ (10 Tracks, Album)
Ferdinand Schütze „t.b.a.“ (4 Tracks, EP)

Reisen/Touren/Fahrten (Frühling / Sommer 2026)
Interkontinentale Reisen sind nicht geplant, stattdessen 1-2 Sprachreisen (Erasmus+) nach Italien (engere Auswahl: Catania & Bologna), evtl. um ab 2027 italienischsprachige Führungen anbieten zu können. Dazu kommen voraussichtlich Städtereisen und mehrtägige (Rad-) touren, auch in europäische Nachbarländer (Polen, Frankreich, Tschechien). Lose ist eine weitere Alpenüberquerung (Brenner) mit dem Fahrrad angedacht.

Weitere Produktionen
Über die genannten Veröffentlichungen hinaus kommt es sicher zu weiteren Aufnahmen & Produktionen in Eigenregie und für andere. Wohl weniger Alben, dafür eher EPs und Singles. Unabhängig davon gerne auch klassische akustische Aufnahmen, Soundscapes und Filmmusik. Wir werden sehen, was sich ergibt. Stay tuned!

Abschließend möchte ich mich für Eure Unterstützung und Interesse bedanken und ein gesundes, erfolgreiches und gutes Jahr 2026 wünschen.
Mit den allerherzlichsten Grüßen
Dennis Schütze

Insta & TikTok Multimillionär

Seit diesem Quartal bin ich Instagram & TikTok-Multimillionär und habe es bis letzte Woche nicht einmal bemerkt, weil ich selbst gar nicht auf den Plattformen agiere. Mein Label Fuego schickte mir die Zahlen des dritten Quartals 2025 mit der Bemerkung „Herzlichen Glückwunsch!“ und erstmal ging ich von einem Zahlendreher aus. Aber es war kein Fehler, die Zahlen stimmen, ein einziger Track wurde in drei Monaten mehr als 80.000.000 (80 Millionen) Mal genutzt, verrechnet und bezahlt. Wow, ich bin beeindruckt und irgendwie auch wieder nicht, denn es macht erstaunlicherweise keinen wesentlichen Unterschied, ob mich 80.000.000 oder keiner hört, ich kriege es so oder so nicht mit. Heißt: kein Ruhm, kein Erfolg, keine besseren Gagen, niemand erkennt mich auf der Straße, kein Radioplay, kein Fernsehen, keine Presse, kein Film, nicht mal meine besten Kumpels kriegen es mit. Das perfekte Szenario für Künstler, die weiter ungestört in der vollkommenen Obskurität der Provinz vor sich hin (er)schaffen wollen ohne jegliche Ablenkung (Geld, Frauen, Drogen, you name it).

Es ist erfreulich und frustrierend zugleich, denn es sind bei mir nicht eigene Kompositionen kommerziell erfolgreich, die ich für besonders eigenständig und künstlerisch gelungen halte, sondern Kompositionen anderer, die noch dazu so bekannt sind, dass ziemlich klar ist, dass mein musikalischer Beitrag wohl nicht das wesentliche Auswahlkriterium der Nutzer gewesen ist. Man soll und darf ja nicht meckern, wenn denn mal was läuft, aber irgendwie hatte ich mir das früher anders, glamouröser, befriedigender vorgestellt.

80.000.000 ist ziemlich genau die Anzahl von Personen, die in der BRD leben. Die meisten Zugriffe stammen zwar tatsächlich aus den USA, aber man kann sich leicht vorstellen, dass stattdessen alle Deutschen einen Track von mir innerhalb von drei Monaten angehört hätten. Das sind viele Menschen und 160.000.000 Ohren. Ich muss vorsichtig sein, wem ich das erzähle, denn mein engstes Umfeld denkt jetzt ich sei erfolgreicher Produzent mit Betonung auf -reich. Tatsächlich habe ich zusammengerechnet für alles (es kommen noch andere Zugriffe dazu) knapp 2000€ verdient. Nicht schlecht fürs Nixtun sage ich da, aber mein Labelchef korrigierte gleich: Da steckt jahrzehntelange, harte Arbeit, Geld, Blut, Schweiß und Tränen drin. Und er hat ja irgendwie Recht, wenn auch vielleicht nicht ausgerechnet mit diesem Track. Er wünscht mir (und sich) natürlich noch viel mehr Zugriffe, das soll erst der Anfang sein und das wünsche ich mir (und mehr noch ihm) natürlich auch. Vielleicht kommt ja noch was dazu. Noch cooler wäre natürlich, wenn meine Musik dadurch von echten Menschen wahrgenommen wird, wenn ich mal jemand kennenlerne, dem meine Musik persönlich was bedeutet und er mir das zu erkennen gibt. Wenn Konzerte, Auftritte, Vorträge gewünscht werden, aber das ist wohl eher unwahrscheinlich.

Einstweilen spiele ich das nächste Weinfest, die nächste Hochzeit, den nächsten Tanzball, wo kaum jemand meinen Namen kennt, wo mich nach 5h auf der Bühne fremde Menschen fragen, ob ich der Posaunist gewesen wäre (bin Gitarrist, keine Posaune auf der Bühne), wo ich nachts um 1.00 Früh beim ersten Frost mein bleischweres Equipment zum Auto trage, dabei ausrutsche, mir fast den Arm breche und leise in mich reinfluche. 3h vorher stehe ich verschwitzt auf der Bühne, mir schallert Schlagzeug & E-Bass um die Ohren, dass es weh tut, fast keiner hört zu oder sieht mich und meine Musiker an. Ich schließe die Augen und stelle mir vor wie mir 80.000.000 Menschen aufmerksam zuhören bis der letzte Ton meines epischen Gitarrensolos still und sanft ins Universum verklungen ist und zusammen sind wir einfach nur glücklich, dass es so was wunderbar magisches wie Musik gibt, das die Menschheit verbindet und eint.

Autumn falls, Springtime breaks (KW43/2025)

Die Arbeiten am aktuellen und vielleicht letzten Albumprojekt „Early Years“ mit alten und uralten Songs aus eigener Feder kommen voran. Nach einer unfreiwilligen, langen Pause über den Sommer geht es gerade Schlag auf Schlag. Zu den bereits erstellten 12 Vorproduktionen wurden diese und letzte Woche jeweils Schlagzeug und Percussion eingespielt, fast täglich kamen neue Drumstracks von Jan Hees reingetrudelt, wurden ins Projekt importiert und dazu vorläufige Bässe programmier. Mit den bereits vorhandenen Harmonieinstrumenten Piano oder Gitarre ist die Produktion schon ziemlich gut zu erkennen und eröffnet neue Perspektiven und Einblicke, d.h. macht klar wohin die gestalterische Reise bzgl. Instrumentierung und Arrangement weitergeht. Ich arbeite sozusagen immer zusammen mit meinem Alter Ego aus der Vergangenheit, lasse mich inspirieren, ergänze, füge hinzu, eine solide und bewährte Zusammenarbeit!

Der Fotograf Knud Dobberke hat dazu in seinem Archiv aufgeräumt und zwei alte Farbfotografien von mir aus dem Jahr 2000 entdeckt und mir zukommen lassen. Ich stehe in blaues Licht gehüllt mit einer Akustikgitarre in einem alten Eisenbahnschuppen. Wahrscheinlich werden diese beiden Aufnahmen das Cover des kommenden Albums bilden. Passt einfach zu gut und eine aktuelle Aufnahme wäre nicht richtig zum Thema.

Gestern wurden bereits einige programmierte Bässe echt eingespielt, bis Anfang nächster Woche sollte das abgeschlossen sein, dann geht’s an die Gesänge, erst Lead, dann die Backgrounds, zum Abschluss noch ein paar Solos und Texturen, insgesamt viel Arbeit bei 12 Songs, aber könnte schnell gehen, habe Zeit und große Lust!

Plane eine Veröffentlichung im Frühjahr 2026, Albumtitel „25/52“.

Lieder, Songs, Tracks (10/2025)

Lieder, Songs & Tracks, an denen ich gerade übe, arbeite, schraube:

Markus Westendorf: Sommer in der Stadt

Grisu Biernat: Simple Twist of Fate

Roland Völker: Marche pour la cérémonie des Turcs (Jean Baptiste Lully)

Philipp Junge: Album (10 Tracks)

Dennis Schütze: Crossroads
Dennis Schütze: Devil on my Trail
Dennis Schütze: This ain’t Eden
Dennis Schütze: That’s exactly what I mean
Dennis Schütze: Hard Time Living then
Dennis Schütze: I hate him for that
Dennis Schütze: I’ve bee down before
Dennis Schütze: One of those nights again
Dennis Schütze: Please, Baby
Dennis Schütze: Postcard from France
Dennis Schütze: Sun come up
Dennis Schütze: Weakness of your Smile