Radtour: Bamberg (2020)

Tag 1: Los ging’s mittags von Würzburg mit leichtem Rückenwind nach Rottendorf, von da aus immer Richtung Westen über Effeldorf, Dettelbach, Schwarzach, Prichsenstadt nach Ebrach, ab da über die alte Bahntrasse bis Burgerbrach, dann über Grasmannsdorf, Kreuzschuh bis Wildensorg und Abfahrt nach Bamberg vorbei an der Residenz bis zum Alten Rathaus und entlang der Regnitz zur Brauerei Keesman mit Biergarten und anschließender Übernachtung in der schnuckeligen Pension Alt Wunderburg. Ca. 85 km, Fahrtzeit ab Würzburg ca. 4h.

Tag 2: Nach dem Frühstück Abfahrt um 9.00. Erst entlang der Regnitz bis Viereth, von da Richtung Osten und ordentlich bergauf über Weiher, Trabelsdorf, Lisberg bis Schönbrunn im Steigerwald. Ab da entlang der Rauhen Ebrach über Oberneusses, Prölsdorf. Aufwärmen, trocknen und schnelles Süppchen im Grünen Baum in Theinheim. Weiter über Michelau abwärts nach Gerolzhofen, über Eichfeld nach Schwarzach, Dettelbach, Rottendorf, Abfahrt nach Randersacker und entlang des Mains zurück nach Würzburg. Ca. 105 km bei 14 C° gegen dauerhaften Wind, Fahrzeit ca. 5h. Zur Belohnung gab’s eine kalte Buttermilch aus dem eigenen Kühlschrank. Schön war’s, nur auf dem Rückweg war’s ziemlich hart, aber immerhin kein Regen.

Radtour: Bayerischer Spessart, Süd (2020)

Tag 1: Los ging’s am frühen Nachmittag von Würzburg über den Winterleitenweg nach Höchberg, von da aus über‘s Feld Richtung Westen über Mädelhofen, Rossbrunn, Üttingen nach Holzkirchen, über Wüstenzell, Dertingen, Bettingen runter zum Main und am Fluss entlang bis Wertheim. Ab hier wurde es richtig schön, Main und Radweg schlängeln sich durch’s Tal bis Miltenberg. Da hätte man eine Pause machen können, aber ich habe nur kurz die Wasserflasche in einem Café füllen lassen. Wollte noch etwas weiter damit es am nächsten Tag nicht zu viel wird. Also erst bis Klingenberg und noch ein Stück nach Wörth am Main, hier Übernachtung in der Pension Anker. Ca. 70 km, Fahrtzeit ab Würzburg ca. 4h.

Tag 2: Um 9.00 Abfahrt. Erst nach Elsenfeld, von da entlang des wunderschönen Radwegs zuerst Richtung Osten, Rück, Himmelthal, Eschau, dann nach Norden über Hobbach, Heimbuchenthal, Mespelbrunn, Hessenthal und bergauf Richtung Weibersbrunn, kurz vor den Autobahnbrücke war der höchste Punkt der Tour erreicht. Ab da kilometerlange Abfahrt, erst nach Weibersbrunn, dann zuerst über Straße, dann schattige Waldwege nach Lichtenau. Waldwirtschaft war sonntags (!) geschlossen, aber die Wirtin schenkte mir (wohl aus Mitleid) einen Apfel, hamm. Hafenlohrtal abwärts, kannte ich schon vom letzten WE, Hafenlohr, Marktheidenfeld, fränkische Platte über Birkenfeld, Johannishof, Greußenheim und über Zell entlang des Mains zurück nach Würzburg. Ca. 80 km, Fahrzeit ca. 5h. Zur Belohnung gab’s wieder mal eine kalte Buttermilch aus dem eigenen Kühlschrank. Schön war’s!

Out now: „Living is the Slowest Way to Die“ (Single) von Dennis Schütze feat. Nina C. Frenzel

Ab sofort ist die Single „Living is the Slowest Way to Die“ des Würzburger Songwriters Dennis Schütze auf allen gängigen Download- und Streamingportalen erhältlich (Amazon, Apple Music, Spotify, Youtube). Diese exklusive Acoustic Version des Songs erscheint als Vorabsingle für das kommende Album „I’m Still Here“ (2020). Dennis Schütze: vocs & git, Nina Clarissa Frenzel: cello, Jan Hees: perc, Arrangement & Aufnahme: Dennis Schütze, Mix & Master: Jan Hees. Im Arrangement wurden Sounds aus der Serie LABS „London Atmos“ von Spitfire Audio verwendet.

Radtour: Bayerischer Spessart, Nord (2020)

Tag 1: Los ging’s am frühen Nachmittag entlang des Mains bis nach Gemünden, von dort weiter Richtung Norden entlang des Flüsschens Sinn über Rieneck nach Burgsinn. Ab hier Richtung Osten zuerst entlang der Aura, ab Fellen entlang der Fellach (Fella) zuerst leicht, dann immer steiler bergan bis zur Bayerischen Schanz, einer Ausflugsgaststätte, zwar auf der Anhöhe, aber wegen der vielen Bäume leider ohne Aussicht. Nach einem Radler, bergab über ausgeschilderte Waldwege nach Frammersbach, einmal quer durch den Ort und über den Fuhrmannsweg wieder rauf zur gegenüberliegenden Kreuzkapelle. Von da Abfahrt Richtung Habichsthal / Wiesthal. Dort hatte ich im Wiesthaler Hof ein Zimmer reserviert. Ca. 60 km, Fahrtzeit ab Gemünden ca. 3h.

Den Wiesthaler Hof kannte ich von der zweiten Etappe meiner MSP-Umrundung als Fahrradblogger (2017). Damals war ich dort mutterseelenallein, weil in Frammersbach zeitgleich ein großes Volksfest mit Bierzelt und Blasmusik stattfand und alle Dorfbewohner ausgeflogen waren. Der etwas hyperaktive Wirt Kuni war seinerzeit der einzige, mit dem ich sprechen konnte. Er wusste nicht, dass ich nun drei Jahre später wieder vorbeikommen würde, aber während ich noch mit dem Fahrrad um die Ecke in den Hof bog, erkannte er mich und begrüßte mich schon von weitem mit meinem Namen. Ich war beeindruckt. Er stellte mich schnell allen (!) seinen Gästen vor, machte dabei nebenbei ein paar politisch unkorrekte Witze, die aber gut ankamen, zeigte mir mein Zimmer (Dusche!) und ließ seine Frau aus dem entfernt gelegenen Wohnhaus kommen, die ein Essen für mich und ein paar andere zubereiten sollte. Apfelschorle und Salat für mich, alle anderen tranken Bier, aßen Schnitzel und / oder Wurschtsalat, auch lecker, aber für mich zu schwer. Vom Bürgermeister, der zufälligerweise neben mir saß, erfuhr ich, dass am Abend ein Open Air stattfinden sollte, wegen Genehmigungsproblemen war das Konzert kurzerhand zur Privatfeier erklärt worden und somit wieder alles in Ordnung. Waren sowieso nur Wiestahler da und natürlich ich, denn ein Konzert mit Dorfrockern und Spessartpunks lasse ich mir nicht entgehen.
War ein nettes Konzert mit zusammengewürfelten Musikern der Region, das Repertoire bestand ausschließlich aus Rock- und Hardrockklassikern der 1970er und 80er. Weder Grunge, Neo-Punk, geschweige denn irgendwelche Musik des 21. Jahrhundert scheinen in Wiesthal beliebt oder wenigstens bekannt zu sein. Auf der Bühne nur Männer, im Publikum hauptsächlich Männer, die Frauen durften bedienen, klassische Rollenverteilung. 23.00 Bettruhe für mich.

Tag 2: 8.30 Frühstück, 9.15 Abfahrt Richtung Süden entlang der Bahngleise nach Neuhütten, von da Aufstieg in den Hochspessart zum seit Jahren geschlossenen Bischborner Hof, lange Abfahrt nach Lichtenau, für’s Mittagessen war’s noch zu früh, also weiter entlang der Hafenlohr nach Hafenlohr, von da über die Mainbrücke nach Marktheidenfeld, kurze Trinkpause.
Weiter ging’s über die Mainfränkische Platte nach Birkenfeld von da über den Johannishof nach Greußenheim, an Hettstadt vorbei, Abfahrt nach Zell und entlang des Mains zurück nach Würzburg. Ca. 70 km, Fahrzeit ca. 4h. Zur Belohnung gab’s wieder mal eine kalte Buttermilch aus dem eigenen Kühlschrank. Schön war’s!

Out now: „New Girl (Boy)“ von Sandra Buchner

Ab sofort ist die Single „New Girl (Boy)“ der Würzburger Sängerin Sandra Buchner auf allen gängigen Download- und Streamingportalen erhältlich (Amazon, Apple Music, Spotify, Youtube). Der Song erschien ursprünglich als Single (2016) des US-amerikanischen Songwriter/Produzenten FINNEAS. Gesang: Sandra Buchner, Instrumente & Gesamtproduktion: Dennis Schütze (2020). Für die Produktion wurden Sounds aus der kostenfreien Serie LABS von Spitfire Audio verwendet, insbesondere London Atmos, Piano Pads, Drums.

Radtour: Jagst, Wörnitz, Tauber (2020)

Tag 1: Los ging’s in aller Herrgottsfrühe noch vor Sonnenaufgang. Anfahrt mit dem Zug bis Osterburken. Vom Bahnhof erstmal Kaltstart bergauf, raus aus dem Tal, auf die Höhe und über die A81 Richtung Hohenlohe. Über Ravenstein, Ober- und Unterkessbach eine ungeplante Schleife zum eigentlichen Beginn der Zweitagestour nach Jagsthausen. Von da aus immer am Flüsschen entlang in Schlangenlinien gen Osten. Kloster Schöntal, Krautheim, Dörzbach, Mulfingen. Anfangs noch im ersten Licht des Tages, dann kam immer mehr die Sonne raus an diesem sehr heißen Tag, jeder Schatten war willkommen. In den Dörfern und Örtchen nicht viel los, hier und da ein Großmütterchen am Werkeln oder eine Katze, die durch die Gärten streunt, ansonsten viel Ruhe und ländliches Idyll. Die Gaststätten haben vormittags alle noch geschlossen und sowieso nicht an jedem Wochentag geöffnet. Einige Betreiber stellen Kühlschränke zur Selbstbedienung auf, daneben eine offene Kasse mit Wechselgeld, da kann man dann auf einer Bank mit einem kühlen Getränk sitzen und freut sich über das Vertrauen, das einem als fremdem Durchreisenden entgegengebracht wird. Ab Langenburg dann immer weniger Schatten, Route liegt auf einfachen Landstraßen mit sehr wenig Verkehr. Man begegnet mehr Radlern als Autos, allerdings fahren die meisten flussabwärts, kamen mir also entgegen. Bei Leofels unter sengender Mittagssonne ein heftiger, unmotivierter Anstieg ins Abseits, anscheinend ist eine Wegführung entlang der Jagst hier nicht möglich, das kostet ordentlich Kraft nach mehreren Stunden Fahrt in der Hitze. Kirchberg an der Jagst dann zur Belohnung ein beschauliches Städtchen. Von da nördlich entlang von Crailsheim und über den Kreßberg zur alten Handelsstadt Dinkelsbühl in Mittelfranken, Bayern. Hier Unterkunft, Abendessen und Übernachtung.

Tag 2: Um 7.00 Abfahrt Richtung Norden, entlang des Wörnitz-Radweges, sehr flach und kilometerweit durch kleinste Siedlungen, die kaum voneinander zu unterscheiden sind, unter der A6 durch bis zum Ort Wörnitz. Hier über die A7 und direkt rauf zur europäischen Wasserscheide, wo sich für jeden gefallenen Regentropfen knapp entscheidet, ob er Richtung Südosten via Donau ins Schwarzen Meer fließt oder Richtung Nordwesten via Main-Rhein in die Nordsee. Ich rolle ins Tal und nehme die zum Radweg umfunktionierte, alte Bahngleisstrecke nach Rothenburg. Hier vormittags um 9.00 noch alles wie ausgestorben, nicht mal einen kleinen Snack kann man ergattern, also weiter hinab ins Taubertal. Kurz danach kehre ich kurz Unter der Linde ein. Die Wirtin, der ich bei dieser Gelegenheit wie vereinbart Infomaterialien meiner Band vorbeibringe, räumt gerade Getränke ein, begrüßt mich freundlich und spendiert mir zur Belohnung ein kühles Getränk meiner Wahl (Weizen alkoholfrei), ich nehme dankend an. Weiter bis zum Ziel meiner Tour wird es kaum noch Gelegenheit geben, so einfach und schnell eine flüssige Wegzehrung zu bekommen. Entlang der Tauber zuerst Radweg, der wird allerdings bald immer bergiger, also Wechsel auf die Landstraße, kaum von Autos befahren, also kein Problem, da lässt sich Strecke machen. Creglingen, Bieberehren und rauf in den Ochsenfurter Gau über den Gaubahnweg, der auch mal eine Schienenstrecke war, also eine verträgliche Steigung vorweist. Oben dann eine Hitzewand, es ist kurz vor Mittag und weit breit kein Schatten. Über Acholshausen, Darstadt, Fuchsstadt, Rottenbauer über die Felder war der Plan, aber kein guter bei dieser brutalen Hitze. Ich nehme ab Fuchsstadt wieder die Landstraße, weil sie mehr Schatten bietet. Heidingsfeld und den letzten Teil entlang des Mains direkt nach Würzburg. Zur Belohnung gibt’s eine kalte, lang abgelaufene Buttermilch aus dem eigenen Kühlschrank. Schön war’s!

Mainpost über Nina Clarissa Frenzel

Von Mathias Wiedemann

Die 21-Jährige ist Cellistin, Sängerin, Komponistin, Dichterin. Ihre Werke laden ein, Tempo aus dem eigenen Leben zu nehmen und sich auf eine besondere Poesie einzulassen.

Die Corona-Sperre hat sie mit Arbeit verbracht, sagt Nina Clarissa Frenzel. „Ich konnte so viele Projekte, die ich schon so lange im Kopf hatte, einfach mal zu Papier bringen.“ Nina Clarissa Frenzel ist 21 Jahre jung, Cellistin, Komponistin, Dichterin, Sängerin. Sie stammt aus Dresden, wo sie ihr Abitur am Landesmusikgymnasium abgelegt hat. An der Hochschule für Musik in Würzburg hat sie soeben das vierte Semester ihres Cellostudiums beendet. Und sie hat ihre zweite CD vorgelegt, diesmal mit ausschließlich eigenen Werken: „Minitaturen für Cello & Stimme“.

Das ist eher ungewöhnlich. Üblicherweise geht es im klassischen Musikstudium in erster Linie darum, die Baupläne der Musik anderer zu verstehen und möglichst viel, möglichst anspruchsvolles Repertoire einzustudieren. „Ich versuche, eine gute Mitte zu finden“, sagt Nina Clarissa Frenzel. Natürlich wolle sie auch das klassische Repertoire meistern. „Aber ich versuche, mir die Zeit zu nehmen für die vielen Impulse, eigene Sachen zu machen. Dann setze ich mich ein paar Tage hin und schreibe. Das meiste entsteht aus dem Improvisieren heraus, was man gut zwischen dem klassischen Repertoire einbauen kann.“
Eine Stelle im Orchester ist ohnehin nicht ihr Ziel. Stattdessen tritt sie mit einer Jazzband auf oder hilft bei „Kabale und Liebe“ am Mainfranken Theater als Bühnenmusikerin aus. 2019 hat sie im Libanon, ermöglicht durch die Dresdner Hilfsorganisation arche noVa und die Amerikanische Universität Beirut (AUB), ein Konzert mit einem Chor aus Kindern syrischer Geflüchteter gegeben.

Anfangs in Beirut war es schwer, die Armut und die Hoffnungslosigkeit auszuhalten

Es sei ihr als Kind des Wohlstands zunächst schwer gefallen, die „Extremlage“ dort auszuhalten, erzählt sie. Die Armut und die Hoffnungslosigkeit. Auf der anderen Seite war dann aber diese große Freude der Kinder, Musik zu machen. „Ich bin angekommen und habe die ersten Töne auf einem Leihcello gespielt und ein kleiner Junge hat angefangen zu weinen – aus purer Freude an den Klängen.“

Es sollten 15 kleine Stücke gespielt werden, Nina Clarissa Frenzel kannte keines davon. Es gab auch keine Noten. „Ich habe mir mit dem Klavier die Harmonien zurechtgesucht und darüber improvisiert. So wurden die Arbeit und das Konzert ein unglaublich spontanes, freies Begegnen und ein Vertrautsein, ohne, dass man sich vorher kannte. Das war sehr schön.“

Diesen Hunger auf Kultur beobachtet die junge Musikerin hierzulande nicht mehr. „Hier herrscht an nichts Mangel. Nicht an Kultur und nicht an Essen oder anderen Dingen. Man betäubt sich mit der ganzen Vielfalt, die angeboten wird. Ruhe finden, eine Suche beginnen, die Frage, wer man als Mensch ist, welche Aufgabe man überhaupt hat – ich denke, all das wird übergangen, muss übergangen werden, durch die vielfältigen Möglichkeiten der Ablenkung.“

Der Motor ihrer Arbeit ist die Frage nach der Aufgabe, die sie in diesem Leben vielleicht hat

Sie selbst hat diese Suche zum Motor ihrer Arbeit gemacht. „Ich bin großgeworden mit diesen Fragen, mit dieser Tiefe, das Leben zu hinterfragen. Aber erst nach der Schule habe ich das Ausdrucksmittel gefunden, selber Stücke schreiben.“ Die CD vereint 14 Eigenkompositionen aus Wort und Ton, aufgenommen und produziert von dem Würzburger Musiker und Produzenten Dennis Schütze. Selbst das Cover hat Nina Clarissa Frenzel mit einer Buntstifte-Zeichnung selbst gestaltet, wobei man sich von der naiv anmutenden Bildsprache nicht täuschen lassen sollte: Nina Clarissa Frenzels Arbeit entfaltet ihren Zauber nur dem, der bereit ist, Tempo aus dem eigenen Leben zu nehmen und sich auf das nicht sofort Zugängliche einzulassen.

Sie spricht und singt und spielt Cello gleichzeitig, probiert Klänge aus, schafft Räume, in denen die Fantasie Anknüpfungspunkte findet. In den konkreteren Stücken stellt sie Fragen zum eher traurigen Zustand der Welt, stärker ist sie, wenn sie ihrer Poesie ihren Lauf lässt. Da werden Adern eines angewehten Blattes zu Lebenslinien, oder da „träumt einer, dass er im Wolkenschloss wohnt, bewacht von blauen Tigerpranken“. Die Klänge sind mal deklamierend, mal flächig, mal mit hohlen Intervallen, die an mongolischen Kehlkopfgesang erinnern, mal mit wohlklingend Terzen und Sexten.

Nina Clarissa Frenzels Musik hat zutiefst romantische Wurzeln. Mit einer archaischen Komponente. „Es ist nicht unbedingt zeitgenössisch experimentell, was ich mache, das stimmt“, sagt sie. „Ich würde es als zeitgenössische Klassik bezeichnen. Ich bin schon sehr lange auf der Suche, was überhaupt der Ursprung der Musik ist. Was Musik überhaupt ist.“
Nina Clarissa Frenzel nutzt ihre Ausdrucksmittel nicht, weil sie unbedingt Leute erreichen möchte. „Ich gehe in mich selber hinein, und daraus erschafft sich etwas. Ich denke, nur so kann es funktionieren: Dass man durch sein Tun immer mehr zu seinem Inneren findet. Dann wird vielleicht draußen jemand hellhörig. Dann wird es für jemand anderen interessant.“

Das Album gibt es über die üblichen Download- bzw. Streamingportale oder als CD.