USA Reise: Der Countdown läuft

Morgen breche ich zu meiner großen Reise in die USA auf. Die Eckdaten hatte ich in einem früheren Beitrag schon einmal provisorisch skizziert, aber es haben sich aus verschiedenen Gründen einige Veränderungen ergeben. Nach wie vor fliege ich nach Chicago und bleibe dort bis Ende der ersten Woche. Ich fahre dann mit einem Leihwagen um die Südspitze des Lake Michigan und weiter entlang der Ostseite des Sees Richtung Norden bis etwa zum Städtchen Holland und von da aus Richtung Osten nach Detroit. Dieser etwas großzügige Umweg ist nötig, weil just an dem Wochenende an dem ich in Detroit sein wollte eines der größten Techno-Events des Kontinents stattfindet (movement). Für einen ganz kurzen Augenblick hatte ich daran gedacht dort mal vorbeizuschauen, aber die Unterkünfte waren alle schon ausgebucht, Tickets teuer und nach Betrachten der Webseite und einigen Animationsfilmchen im Internet war klar: doch nichts für mich. Wenn ich am Montag in Detroit eintrudele, ist hoffentlich wieder Normalzustand damit ich den urbanen Verfall der letzten Jahrzehnte in Ruhe besichtigen und fotografisch dokumentieren kann, evtl. taumelt noch der ein oder andere dehydrierte Raver durchs Bild, mal sehen. Anlaufstelle ist für mich das legendäre und ehrenamtlich betriebene Hostel Detroit. In den Tagen dort werde ich sicher auch mal nach Kanada rüber fahren. Danach geht’s kurz nach Cleveland zur Rock and Roll Hall of Fame, mal schauen, ob sie in der deutschen Sektion einen Platz für mich reserviert haben. Insgesamt wird es – wie auch meine vorangegangenen USA-Reisen – eine musikalische Spurensuche bei der ich bewusst nicht alles bis ins letzte Detail ausgeplant habe um dem Zufall etwas Raum zu lassen. Der letzte Teil meiner Reise wird dann allerdings eher eine persönliche Spurensuche, denn ich werde nach South Point, Ohio fahren, wo ich als 16-jähriger Mal einige Zeit als Austauschstudent verbracht habe. So sehr ich mich damals im Vorfeld auf die USA gefreut habe, so wurde es dann für mich leider keine ganz leichte oder glückliche Zeit. Ich nehme mir ganz bewusst drei volle Tage Zeit um den Ort, die Highschool und einige andere Hot Spots zu besuchen. Leider fällt mein Besuch in die Zeit kurz nach Graduation also dem offiziellen Schuljahresende und in die amerikanischen Sommerferien. Das bedeutet, dass in der Schule kein Unterrichtet mehr stattfindet und nur einige wenige Lehrer und die Verwaltungsangestellten da sein werden. Habe aber schon per Mail einen Termin mit der Direktorin vereinbart und werde hoffentlich nicht vor verschlossenen Türen stehen. Nach diesem vermutlich eher besinnlichen und introspektiven Tagen fahre ich über Indianapolis zurück nach Chicago und nehme von dort aus den Flieger nach Hause.

Bzgl. der Reiseführer über diese Gegend habe ich mich übrigens für „Great Lakes. Die Großen Seen Nordamerikas“, das neuaufgelegte „Chicago und die großen Seen“ und den „Insiders’ Guide to Chicago“ entschieden. Ich werde versuchen während meiner Reise regelmäßig auf diesem Blog von meinen Erlebnissen zu berichten. Over and out.

Sturm vor der Ruhe

Das wird ein heftiges Wochenende! Kurz vor meiner Abreise in die USA spiele ich an diesem Wochenende mit den Musikstudenten ein schönes Sommernachtskonzert (Himmelstadt), ein stilvolles Pfingstweinfest (Sommerach) und eine gepflegte, private Feier (Würzburg). Das wird intensiv, naja, erholen kann ich mich ja dann im Flieger.

„Got to keep on keepin’ on, you know the big wheel keeps a-spinnin’ around.“ (Paul Pena)

Kuriosität aus dem Weltall

Der kanadische Astronaut Chris Hadfield hat ein Musikvideo von dem Song „Space Oddity“ von David Bowie in der Internationalen Raumstation aufgenommen, gefilmt und veröffentlicht. Den Songtext hat er leicht verändert, in seiner Version bekommt Major Tom Order und landet sicher auf der Erde. Diesem Beispiel folgend landete Hadfield mit dem russischen Raumschiff Sojus am Mo, den 13. Mai sicher auf dem Heimatplaneten. Sein Video ist das erste Musikvideo, das im Weltall abgedreht wurde und dabei fliegt ständig eine akustische Gitarre im schwerelosen Raum herum. Kurios!

Film: „Wer komponiert, ist ein Idiot“

Anfang März wurden in Eibelstadt bei Würzburg Filmaufnahmen für ein Portrait des Komponisten, Musikers und Musikphilosophen Stefan Hetzel gemacht. Ich habe im Rahmen dieses Projekts ein Interview mit meinem Freund und Kollegen Stefan geführt, das aufgezeichnet wurde und nun ausschnittsweise Teil der ca. 15-minütigen Dokumentation ist. Der Film wurde von Ralf Schuster aus Cottbus gefilmt und geschnitten und ist zu finden auf der Videoplattform Vimeo. Kein leichter Stoff, aber sehr interessant. Obwohl ich Stefan schon lange kenne und viele Gespräche mit ihm führe, habe ich durch das Projekt und den Film noch einiges Neues von ihm und seiner Arbeit erfahren können. Weiterlesen

Electric Country Soul: Album out now

Heute erscheint das neue Album „Electric Country Soul“ von Dennis Schütze & His Electric Combo mit 12 Tracks und 50 Min Spielzeit. Gemischt wurde das Album von Jan Hees, das Cover des edlen Digipacs wurde gestaltet von Markus Westendorf. Es ist ab heute erhältlich bei Konzerten, auf Bestellung oder direkt in der Musik Butik, Neubaustraße, Würzburg. Weiterlesen

„Schwarzenegger“ liefert neues ECS-Album und T-Shirts

Am Morgen um kurz nach halb zehn hat es bei mir geklingelt. Ich also zur Wohnungstür und an die Sprechanlage. „Ja?“, die knappe Antwort war „Paketpost!“. Ich darauf meinen Standardspruch: „In den dritten Stock, bitte!“. Da krakelte eine raue, angenervte Stimme: „Bin ich Arnold Schwarzenegger, oder was?“ Weiterlesen

Neal Casal: Anytime Tomorrow

“I tend not to worry about airplay, man, that’s never been a concern of mine, probably to a fault, you know. I’ve never really been ambitious in that sense of trying to sell millions of records. I mean, it would sure be nice but I’ve always maintained that I make records weather people are listening or not. […] Cause I don’t really make them for anyone else, I suppose, I’m a little selfish about it, you know. […] I make them for me, I make them for my friends and people around me who understand the music that I’m making. I used to have a joke with a couple of friends that we just wanted to make a record so we’d have something to listen as we drove around in our car, you know.”
(Neal Casal in „Anytime Tomorrow, The Documentary“, 1999) Weiterlesen