CoVideo-2020: Youtube-Konzert mit Dennis Schütze

Kulturvideostream aus Würzburg bei Lucky Panda: Samstag, 18.00,

Das neu eröffnete Video-, Foto- und Podcast-Studio Lucky Panda aus dem Herzen Würzburgs nimmt die aktuelle Situation zum Anlass einen kulturellen Videostream zu starten. Immer Samstagabend um 18.00 und zu weiteren, zusätzlichen Terminen werden aus dem Studio in der vorderen Sanderau Würzburger Sänger, Musiker, Literaten, Performancekünstler etc. im Rahmen eines ca. einstündigen Livevideostreams einen Ausschnitt ihres Repertoires zeigen. Visuell in Szene gesetzt wird alles vom Studioteam um Betreiber Frédéric Gerth und gestreamt wird live und kostenlos für alle Interessierten in Würzburg und weltweit. Die Sendung wird nach dem Sendetermin weiterhin öffentlich zur Verfügung stehen. Erste Termine und Künstler sind:

Sa, 28.03.2020, pünktlich um 18.00
Dennis Schütze
Singer/Songwriter
Programm: One Man Band
www.dennisschuetze.de/blog

Weitere und zusätzliche Termine folgen
www.luckypanda.de

Rückblick 2019

Die Zeit “zwischen den Jahren” möchte ich wie immer für einen kurzen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das kommende Jahr nutzen, denn es gab einige erwähnenswerte Aktivitäten und Produktionen an denen ich beteiligt war.

Rückblick 2019:

Singles: Aufnahme, Produktion, Video (2019)
Das Jahr war geprägt von vielen Aufnahmesessions, Songproduktionen und Musikvideodrehs für eigene und Projekte anderer. Hier eine kleine Auswahl:

Roland Völker: „Sultans of Swing“ (März 19)
Sandra Buchner: „Reminded Me“ (April 19)
Musikstudenten: „Chitlins Con Carne“ (Apr 19)
Dennis Schütze: „Everybody ought to treat a stranger right“ (April 19)
Simon-Phillip Vogel: „Instrumental #1“ (Mai 19)
Mandy Stöhr: „Come as you are“ (Juni 19)
Musikstudenten: „Summer in the City“ (Juni 19)
Thilo Hofmann: „Somethin‘ Stupid“ (Aug 19)
Thilo Hofmann: „When the party’s over“ (Sep 19)
Sandra Buchner: „Not Alone“ (Dez 19)
Thilo Hofman & Dennis Schütze: „Happy Xmas (War is over)“ (Dez 19)

Reise/Foto/Blog/Film/Projekt: Tansania, Ostafrika (Aug 19)
Zentrales Ereignis des Jahres war eine dreiwöchige Reise nach Tansania im Auftrag des DAHW zusammen mit dem Würzburger Kinderliedermacher Christof Balling. Die Planungen starteten bereits 2018, im Frühjahr 2019 wurde dann konkret vorbereitet, im Frühsommer fanden erste Filmdrehs in Würzburg statt. Mitte August flogen wir nach Tansania in die Region südlich des Victoriasees und besuchten dort u.a. zwei Grundschulen, ein Krankenhaus und einige Hilfsprojekte. Die unmittelbaren Eindrücke der Reise wurden in Fotos und Texten (Dennis Schütze) auf einem Blog veröffentlicht, des Weiteren entstanden Musik- und Videoaufnahmen. Das Album „Children’s Songs of Tanzania“ erschien bereits im Nov 2019, ein ca. halbstündiger Dokumentarfilm (Text & Sprecher: Christof Balling, Kamera & Ton: Dennis Schütze) erscheint im Februar 2020. Hier einige Links zum Tansania- Projekt:
Reiseblog: Tansania, Ostafrika (Aug 19)
Album: „Children’s Songs of Tanzania“ (Nov 2019)
Kinderlieder aus Tansania, Aufnahme: Dennis Schütze
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Video: „Wapewe Haki“ von Children Choir of Kogaja Primary, Tanzania
Video: Grace Mwasuka, Disability & Rehabilitation Adviser (DAHW/DLRA)

Album: „One Man Band“ von Dennis Schütze (Dez 19)
Kurz vor Ende des Jahres dann noch Aufnahme und Produktion für ein spontanes Konzeptalbum: „One Man Band“. One Man, One Voice, One Guitar. Nine Songs.
Liner NotesRezension
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Live: Gigs, Konzerte, Engagements
Die Musikstudenten hatten im Jahr 2019 wenig öffentliche Auftritte. Trotzdem gab es wie in den Jahren zuvor insgesamt sehr viele Termine: Galaabende, Tanzbälle, Firmenfeiern, Hochzeiten. Fast zehn Mal spielten die Musikstudenten in Triobesetzung als On-Board-Entertainment auf Hotel-Schiffen einer internationalen Reederei. Zumeist in Würzburg, zusätzlich auch in Schweinfurt und Volkach. Verbunden damit waren viele Konzertsituationen vor internationalem Publikum (USA, Kanada, Kiwi, Südamerika). Nächstes Jahr geht’s genauso weiter, thank you for having us!

Dennis Schütze Blog
Im „Dennis Schütze Blog“ erschienen im Jahr 2019 ca. 200 Artikel. Das Spektrum umfasste Buch-, Album- und Notenrezensionen, Tour- und Reiseberichte, Informationen zu eigenen Musikproduktionen, Fotostrecken, Kurzgeschichten, Lagebericht, zusammengenommen alles Themen von denen ich glaube, dass sie für Sympathisanten, Musikerkollegen, Freunde, Bekannte und Schüler interessant sein könnten. http://www.dennisschuetze.de/blog/

„Ausblick 2020“ erscheint am 01.01.2020

Foto: Impressionen vom 35. Jazzfestival, Würzburg (2019)

Am Wochenende fand im Stadtteilzentrum Grombühl in Würzburg das 35. Jazzfestival der Jazzinitiative statt. Sa und So waren ab 19.00 jeweils drei Jazzbands zu hören. Hier ein paar Impressionen:

Musikalisch eröffnet wurde das Festival von einem jungen Jazzquartett (Axis?) um die charismatische Sängerin Sarah Buchner. Sie übersetzten psychodelische Songs von Jimi Hendrix in die Sprache des modernen Jazz und das machten sie und ihre musikalischen Mitstreiter experimentierfreudig, facettenreich und sehr überzeugend. Dabei waren Sebastian Wagner (sax), Max Arsava (piano) und Jonas Sorgenfrei (drums), die Namen sollte man sich merken. Es folgten die etwas angestaubte Veteranenband Nighthawks, die einen Querschnitt durch ihr musikalisches Werk seit 2001 präsentierten. Schon okay, aber mit flächigen Playbacks vom Laptop und langatmigen modalen Klangfeldern auch einigermaßen antiquiert. Eine musikalische Entwicklung bis in die Jetztzeit war dem Konzert jedenfalls nicht zu entnehmen, Sounds der 90er und 00er Jahre.

Nighthawks

Der Samstagabend wurde beschlossen vom Leo Betzl Trio. Technojazz, hart, voller Spielfreude und überzeugend. Interessante Präsentationsform auch, weil keine Ansagen, keine Pausen zwischen den Stücken, nur szenischer Applaus. Dadurch war das 60-minütige Konzert wie ein morphender Dauertrack, der den Zuhörer in eine lang anhaltende Trance beamte. Cool.

Leo Betzl Trio

Der Sonntag startete mit Leléka, einem ukrainisch-polnisch-deutschem Quartett aus der Bundeshauptstadt. Namensgeberin Viktoria Leléka sehr überzeugend am Gesang.
Es folgte die Wolfgang Lackerschmid Connection, gut abgehangener und erfahrungsgesättigter, deutscher Vibraphonjazz in Quartettbesetzung. Viele Eigenkompositionen, ausbalancierter Sound, routinierte Arrangements, herausragende Musiker, sehr solide, fast klassisch, macht Spaß.

Wolfgang Lackerschmid Connection

Zum Abschluss mit Jazzkantine ein erfolgreiches Kollektiv der 1990er. Großer Auftritt, aber leider ist die Formation in den 90ern stehen geblieben. Alte Songs in alten Arrangements mit alter Attitüde. Die Band wirkte wie ein Coverband von sich selbst, die Performance wie die einer gut eingespielten Musicalbegleitband. Bei der Hip Hop / Jazz Combi fehlten ausgerechnet die konstituierenden Elemente Freestyle (Rap), DJ (Vinyl) und echte Impro (Jazz). Zu viel Routine, zu wenig Realness, da helfen auch keine einheitlichen Adidas-Sneaker.

Jazzkantine

Umsonst & Draussen? Bezahlt & Drinnen! (2019)

Zurzeit findet in Würzburg gerade das Umsonst & Draussen Festival auf den Talavera Mainwiesen statt. Ich habe dort innerhalb von zwölf Jahren acht Mal mit verschiedenen Bands gespielt und dabei zusammengenommen genau Null Euro Gage erhalten und das obwohl das Festival jedes Jahr eine mittlere sechsstellige Summe an Umsatz generiert. Meine Enttäuschung darüber war irgendwann so groß, dass ich dort im Jahr 2010 mein letztes Konzert absolvierte. Ich habe meine Kritik gegenüber den Veranstaltern formuliert und im weiteren Verlauf auch kleine Essays zum Thema auf diesem Blog veröffentlicht. Offiziell wurde nicht reagiert, aber kurze Zeit später wurden auf einmal Minigagen an die Musiker ausgezahlt, evtl. eine Reaktion auf meine Kritik. Ich bin seitdem nie wieder, auch nicht als Zuhörer, beim U&D gewesen, obwohl es nur 300m von meiner Wohnung stattfindet. Weiterlesen

Foto: Postharmonic Orchestra @ Keller Z87

Am Di, den 29. Januar spielte das Postharmonic Orchestra im neuen Konzertkeller Z87 auf dem Bürgerbräugelände in Würzburg. Das Oktett setzt sich zusammen aus Musikern aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Frankreich. Gespielt wurden eigenwillige Kompositionen und Arrangements des Bandleaders Janto Oktaeder (rhodes). Musik war anregend, in Sachen Performance, Entertainment und Moderation ist noch Luft nach oben. Bis zum Schluss blieb unklar, ob die Pastellfarben der Hosen bewusst aufeinander abgestimmt waren.