Rückblick 2015

Die Zeit “zwischen den Jahren” möchte ich wie immer für einen kurzen Rückblick auf das vergangene und einen Ausblick auf das kommende Jahr nutzen, denn es gab einige erwähnenswerte Aktivitäten und Produktionen an denen ich beteiligt war.

Rückblick 2015:

Album & Video: “Take Five” (Jan. 15)
Das neue Kalenderjahr startete mit der Veröffentlichung des instrumentalen EP-Albums „Take Five“ der Musikstudenten. Aufgenommen, gemixt und gemastert wurde bereits zum Jahresende 2014. Auf der EP enthalten sind fünf (!) Standards wie “Mercy, Mercy, Mercy”, “What a Difference a Day Made” und eben “Take Five”, eingespielt in der Stammbesetzung und abgemischt im Retrosound der Blue Note-Ära. Das Album ist exklusiv auf allen Download- und Streamingportalen erhältlich. Parallel zum Album erschien ein Musikvideo zu „Mercy“.

Wiss. Aufsatz: My Favourite Tracks (Feb 15)
In der Schriftenreihe “Lied und populäre Kultur” des Zentrums für Populäre Kultur u. Musik in Freiburg erschien im Februar ein Band zum Thema “Life is but a Memory – Popmusik als Medium biographischer Selbstverständigung”. Ich habe dafür ca. 50 Interviews der Würzburger Musiktalkshow “My Favourite Tracks” (2005-14) statistisch ausgewertet und die aussagekräftigen Ergebnisse in einen wissenschaftlichen Aufsatz inkl. einiger anschaulicher Übersichtsdiagramme verpackt. Es ergaben sich einige hochinteressante und unerwartete Erkenntnisse.

Album & Videos: Pop Studies (Apr. 15)
Ein weiteres MS-Album (EP) mit dem Titel „Pop Studies“ wurde im April 2015 veröffentlicht. In der Stammbesetzung wurden dafür sechs zeitgenössische Popsongs eingespielt, darunter „Shake it off“ (Taylor Swift), „Valerie“ (Amy Winehouse) und „Rolling in the Deep“ (Adele). Zusätzlich wurden in enger Zusammenarbeit mit Jens-Uwe Otte mehrere Musikvideos abgedreht und in den Monaten nach der Albumveröffentlichung ins Netz gestellt: „Shake It Off“„Rolling In The Deep“„Valerie“„West Coast“.

Reise: Südstaaten der USA (Apr. 15)
In den Osterferien habe ich eine zweiwöchiger Bildungsreise in die Südstaaten der USA unternommen. Angeflogen wurde New Orleans im Bundesstaat Louisiana, nach fünf Tagen ging es mit dem Leihwagen nach Norden zu ehemaligen Plantagen und entlang des Natchez Trace Parkway bis Nashville. Danach über Memphis entlang des Mississippi River zurück bis tief in die Louisiana Swamps und wieder zurück zum Big Easy. Es war ein auf- und anregender Trip mit einigen dramatischen Zwischenfällen. Selbstverständlich wurde auch diesmal wieder alles wesentliche in einem Reiseblog mit Berichten und Fotos festgehalten.

Familiengeschichten(n) (Juli 15)
Durch den Tod meines Onkels wurde Kontakt zu mehreren, entfernten Familienmitgliedern (wieder-)hergestellt. Mir wurden im weiteren Verlauf per Mail, Post und persönlich verschiedene familiengeschichtlich relevante Artefakte, Manuskripte, Geschichten und Zusammenhänge zugespielt bzw. übermittelt, darunter Kurzgeschichten, Fotos, Briefe, Noten, Gedichte, usw. Habe dazu noch eigenständige Recherche betrieben und konnte so den Stammbaum der Familie Schütze bis ins späte 18. Jahrhundert lückenlos und plausibel zurückverfolgen, genau genommen bis zu meinem Urururgroßvater Eduard Schütz (eigentlich Johann Nikolaus Eduard Schütze), dem ersten Faust Darsteller (1829) und späteren Direktor des Hoftheaters Braunschweig. So erfuhr ich auch, dass sich der überwiegende Teil meiner männlichen Vorfahren aus Schauspielern, Kunsthändlern, Publizisten und Musikern zusammensetzte. Hier die entsprechenden Blogartikel (Artikel 1, Artikel 2) und der Wikipediaeintrag zu meinem prominenten Vorfahren:

Album & Video: Neue Deutsche Welle (Juli 15)
Mehr als zwei Jahre lang war ein launiges Recordingprojekt mit dem Bassisten Camilo Goitia in Arbeit. Wir haben acht Lieder der Neuen Deutschen Welle in der reduzierten akustischen Besetzung Gesang, Gitarre, Kontrabass in dezentralem Homerecording neu eingespielt (keine Proben, jeder nimmt seine Spuren selbst auf). Synthetische oder elektronische Klänge der Originaleinspielungen wurden durch Glockenspiel, Xylophon oder Ukulele ersetzt. Die Aufnahmen von “Rock me Amadeus”, “Da Da Da” oder “Rosemarie” sind extraordinär geraten und wurden im Juli 2015 als Album (9 Tracks) zum Download veröffentlicht. Der Trio-Track „Da Da Da“ wurde vom Filmemacher Ralf Schuster aus Cottbus in einem Zeichentrick-Musikvideo animiert. „Aha, aha, aha“:

Video: Ukulele & Gitarre (Nov. 15)
Zusammen mit Roland Völker wurden bereits in den vergangenen Jahren einige Barockstücke in der Besetzung Ukulele & Gitarre eingespielt, gefilmt und ins Netz gestellt. Im Juli 2015 sind bei einer weiteren Session im Tiepolo-Keller Videoaufnahmen einer selbsttranskribierten Suite in F#-moll von Johann Pachelbel (T.312) entstanden. Weitere Veröffentlichungen für das Jahr 2016 sind bereits in Vorbereitung. Hier die fünfsätzige Suite von Pachelbel: AllemandCourantSarabandGavottGyque.

Songproduktionen: Simon-Philipp Vogel, Marius-Antonin Fleck, Sandra Buchner & Mandy Stöhr
(Aug-Dez 15)
Vereinzelt habe ich im Lauf der Jahre schon Auftragsproduktionen für Einzelsongs erstellt. In der zweiten Jahreshälfte 2015 kam aber nun einiges zusammen, insgesamt liefen parallel neun Songproduktionen für die Singer/Songwriter Simon-Philipp Vogel, Marius-Antonin Fleck (Zacq & Mari), Sandra Buchner und Mandy Stöhr. Bei den Songs handelt es sich um eigene Kreationen oder zumindest sehr eigenständige Interpretationen von Fremdmaterial. Aufgenommen wurde zum größten Teil im mobilen Studio in meinem Wohnzimmer. Kontrabass steuerte Camilo Goitia bei, Schlagzeug spielte (soweit vorhanden) Jan Hees. Bei allen Produktionen ging es auch darum einen stabilen Workflow zu etablieren, das Songwriting zu vollenden, Instrumentierung und Arrangement zu erarbeiten, eine Vorproduktion zu entwickeln und dann alles in bestmöglicher Ausprägung aufzunehmen. Dabei wurde jeweils viel probiert, verworfen, ersetzt und neu konzipiert. Die Arbeiten im Dezember waren dann besonders intensiv und es wurde nahezu Tag und Nacht auf allen Kommunikationsebenen diskutiert, gefrickelt, verbessert und vollendet. Am 23. Dezember waren dann tatsächlich alle Songproduktionen bzgl. Recording im Kasten. Sie befinden sich nun im Mix & Mastering und werden aller Voraussicht zum Jahresbeginn 2016 in verschiedenen Formen und Formaten präsentiert. Danke für das Vertrauen an alle Beteiligten!

Album & Videos: Music from ‚Star Wars’ (Dez. 15)
Bereits im Januar 2015 hat die Welt durch einen ersten Trailer erfahren, dass im nachfolgenden Dezember die Star-Wars-Saga fortgesetzt wird und Episode VII erscheint. Als großer Fan der Saga, aber vor allem des Soundtracks spielte ich zuerst mit dem Gedanken und plante dann konkret ab September die Einspielung zentraler Melodien in kleinkalibriger Besetzung. Herausgekommen ist dabei „Music from ‚Star Wars’ for Small Ensemble“. Die EP erschien Anfang Dezember, kurz vor dem Filmstart und rief eine beeindruckende Medienresonanz hervor. Berichtet wurde auf diversen Blogs, in Mainpost, BR1, BR-Fernsehen und in der Süddeutschen Zeitung. Das Album ist erhältlich auf allen Download- und Streamingportalen. Hier die Links zu den Trailer-Foto-Musikclips:
„Star Wars (Main Theme)”“May the Force be with You”“Cantina Bar”, „Princess Leia’s Theme)“, „The Imperial March (Darth Vader’s Theme)“.

Dennis Schütze Blog
Weiterhin wurde über das ganze Jahr hinweg sehr aktiv der „Dennis Schütze Blog“ bestückt und gepflegt. Ungefähr zwei- bis dreimal die Woche erschienen Artikel über anstehende Konzerte und Produktionen, es wurden Videos geteilt, über Reisen berichtet, Projekte angekündigt und zusätzlich erschienen auch immer mehr Buchbesprechungen, zusammengenommen Infos über Themen von denen ich glaube, dass sie für Sympathisanten, Musikerkollegen, Freunde, Bekannte und Schüler interessant sein könnten. In Zukunft werde ich verstärkt über Publikationen aus den Bereichen Notenausgaben, Musikpädagogik, Musiktheorie, Musik- und (Pop-)Kulturwissenschaft berichten. Mitte des Jahres wurde zudem eine Statistik-App installiert, die detaillierte Einsichten in das Nutzungsverhalten der Leser gewährt und die es ermöglicht Inhalte und Präsentationsformen entsprechend anzupassen.

Ausblick 2016 folgt am morgigen Neujahrstag.

2 Gedanken zu „Rückblick 2015

  1. Ein schöner Überblick. Es fehlt für mich aber, was das alles mit dir gemacht hat. Irgendwo salopp gesagt, spürt man nicht den Schweiß und die Schwierigkeiten, auch das Warum und das Wohin nicht, das bei allem gelernte und erfahrene.
    Wer ist Dennis Ende 2015, im Vergleich zu Anfang 2015, wenn man das so überhaupt so formulieren kann.

    • @Gerhard: Danke für den Kommentar und die persönlichen Detailfragen. Schon die sachliche Zusammenfassung meiner Aktivitäten im Jahr 2015 hat so viel Platz beansprucht, dass ich ausschweifende persönlichen Motivationen, Erfahrungen und Effekte mal außen vor gelassen habe. Man soll als Künstler ja auch nicht zu viel preisgeben, sonst bleibt kein Interpretationsspielraum mehr für den Betrachter/Zuhörer. Ich kann aber verraten, dass es in vielerlei Hinsicht ein sehr intensives und aufschlussreiches Jahr für mich gewesen ist. Und soweit ich es überblicken kann, geht es erstmal auch so weiter. Prosit, Neujahr!

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