Album: „25/52“ (2026)

Das Album „25/52“ erscheint weltweit am Freitag, den 05.06.2026 auf allen gängigen Streamingportalen. Hier einige Einzelheiten zur sehr langen Entstehungsgeschichte.

Die für das Album ausgewählten zwölf Songs entstanden in den Jahren 1993 bis 1997 in einer dynamischen und wechselhaften Phase meines frühen Musikerlebens. Sie wurden, meist über mehrere Tage geschrieben, verfeinert, einfach arrangiert und als Text mit Akkorden (ohne Notation) handschriftlich aufgezeichnet. Aus dieser vordigitalen Zeit gibt es zwei Manuskripthefte (1988-1991 & 1991-2004) mit zusammen ungefähr 60 Songs. Die Songs des Albums stammen aus dem zweiten Manuskriptheft (1991-2004) mit etwa 30 kompletten Songs und einigen wenigen Songfragmenten, die zum großen Teil bis heute unveröffentlicht geblieben waren (kein Konzertrepertoire, keine Aufnahmen oder Studioproduktionen, nicht einmal Demos). Drei einzelne Songs daraus wurden vor einigen Jahren aufgenommen und veröffentlicht („Same Damn Thing“, „Do You Want Me on My Knees?“, 2022; „Present to Your Heart“, 2023).

Songs, die ab 1998 entstanden, landeten zum großen Teil auf den Albumveröffentlichungen Schütze & Stückle: Leave the Blues Behind (2000) und dem ersten Soloalbum Dennis Schütze: 2174 (2004). Über die Jahre entstanden weiterhin neue Songs, die Bestandteil weiterer Albumproduktionen wurden, die alten Songs der Manuskripthefte lagen im Schrank und verstaubten. Hin und wieder nahm ich sie zur Hand, überrascht darüber wir präsent mir Melodie, Texte und Harmonik über Jahre und Jahrzehnte blieben. Ab 2020 reifte langsam die Idee diesen bis dahin unsichtbaren Teil meiner Songschreiberei kritisch zu sichten und aufzubereiten. Das Projekt wurde immer wieder in Jahresrundmails angekündigt, aber verschob sich jahrelang, weil andere aktuelle Dinge dazwischen kamen. Der Zahlendreher „25/52“ (25 Jahre später, 52. Geburtstag) führte dann endlich zum Start des Projekts. Nach der Auswahl von Songs, dem Erstellen von Demos, Festlegung von Tempo und Ablauf musste jedoch meine gute Mutter gepflegt werden und verstarb noch im selben Jahr, das legte die gerade begonnene Produktion fast ein weiteres Jahr auf Eis.

Im Herbst 2025 (!) ging es dann mit Hilfe meines langjährigen musikalischen Partners Jan Hees wirklich los und zwar schnell. Nahezu täglich versendete ich Vorproduktionen, bekam innerhalb weniger Wochen Schlagzeugtracks, spielte Gitarren, viel Klavier und Orgel und E-Bass dazu, sang die Hauptstimmen und Chöre ein und nur wenigen Monate später war das Album eingespielt, bald danach gemixt und gemastert. Zufällig kontaktierte mich zu dieser Zeit der Fotograf Knud Dobberke und übermittelte freundlicherweise zwei alte, ungenutzte Fotos von mir aus den späten 1990ern, die er beim Aufräumen im Archiv gefunden hatte und die nie verwendet worden waren.

Neben mir und Jan Hees kam auf einem der Tracks („Please Baby“) mein Sohn Ferdinand Schütze am Flügelhorn zum Einsatz, außerdem wurden diverse Samples u.a. der Apollo 14 Mission (NASA, 1971) und des mythenumwobenen Mississippi-Bluesmanns Robert Johnson (1911-1938) ausgewählt und in Arrangements („Please Baby“, „Devil on my Trail“, „Down before“, „Crossroads“) platziert.

„25/52“ ist ein persönliches, autobiografisches, vielleicht meines letztes, in sich geschlossenes Album geworden. Mit Songs aus der Feder eines optimistischen jungen Mannes Mitte Zwanzig, der unbeschwert in eine ungeschriebene Zukunft blickt. Produziert von einem mittelalten Musikveteranen, der viele Songs geschrieben, viele Auftritte gespielt und manche Schlacht (nicht alle ehrenhaft oder siegreich) hinter sich gebracht hat. Es war wunderbar und wertvoll das Werk meines eigenen jungen Ichs zu betrachten und mit modernen Mitteln und Methoden aufzuarbeiten. Ich bin weit entfernt von Erkenntnis, verstehe mich und meinen Lebensweg jetzt jedoch ein klein wenig besser. Vielleicht hat jemand Zeit und Lust die musikalische Dia/Musik/Textshow der letzten 25 oder auch 52 Jahre meines Lebens mit mir zu betrachten. Bis auf den letzten epischen Track („Crossroads“) sind es kleine, kaleidoskopartige Schlaglichter auf vom echten Leben inspirierte Szenen, ein musikalischer Entwicklungsroman, ein klassisches Coming-of-Age-Album. Es geht um Freud & Leid, Hoffnung & Enttäuschung, Liebe & Trennung, Licht & Schatten bis zu Himmel & Hölle. Into the Past and back to the Future.

Out now: „25/52“ – Dennis Schütze

Ab sofort ist das Album „25/52“ von Dennis Schütze auf allen Streamingportalen erhältlich. Es umfasst zwölf Tracks und hat 58 Min Laufzeit.

01 “Hard Time”
02 “Exactly What I Mean”
03 “One of Those Nights Again”
04 “Devil On My Trail” feat. Robert Johnson
05 “Please Baby” feat. Ferdinand Schütze
06 “Postcard from France”
07 “Sun Come up”
08 “Down Before” feat. Robert Johnson
09 “This ain’t Eden”
10 “Hate Him for That”
11 “Weakness of Your Smile”
12 “Crossroads” feat. Robert Johnson

Musiker: Dennis Schütze (voc/git/piano/organ/bass), Jan Hees (perc/drums), Ferdinand Schütze (fluegelhorn). Arrangements, Aufnahme & Produktion: Dennis Schütze, Mix & Master: Jan Hees.

Buch: „Kleine Musikgeschichte Bayerns“ – Markus Eberhardt

Markus Eberhardt ist Kirchenmusiker und Musiklehrer, Dirigent des Orchesters des Konzertvereins und des Ensemble Consortium musicum in Passau. Nach etlichen Schriften zu regionalen musikhistorischen Themen („Johann Josef Friebert“, 2020; „Heinrich Ignaz Franz Biber“, 2023) erschien 2026 das Büchlein „Kleine Musikgeschichte Bayerns“ bei Verlag Friedrich Pustet. Weiterlesen

Buch: „Würzburg. Kleine Stadtgeschichte“ – Erich Schneider

Erich Schneider ist Kunsthistoriker und Museologe, bis zu seiner Pensionierung leitete er das Mainfränkische Museum auf der Festung Marienberg in Würzburg. Nach etlichen Schriften als Herausgeber und Autor zu kunsthistorischen, fränkischen Themen („Kleine Geschichte Unterfrankens“, 2020) erschien 2026 das Büchlein „Würzburg. Kleine Stadtgeschichte“ bei Verlag Friedrich Pustet. Weiterlesen