Noten: „Mein erster Grieg“ von Wilhelm Ohmen (Hg.)

Edvard Grieg (1843-1907) gilt als herausragender Pianist und Komponist der Romantik, der deutlich von der Volksmusik seiner Heimat beeinflusst war. Der Norweger aus Bergen studierte in Leipzig, lebte in Kopenhagen und Oslo und unternahm im Laufe seines Lebens zahlreiche Konzertreisen durch ganz Europa. Für „Mein erster Grieg. Die leichtesten Klavierwerke von Edvard Grieg“ hat der Herausgeber Wilhelm Ohmen kurze Werke ausgewählt, die in erster Linie aus der umfangreichen Sammlung „Lyrische Stücke“ stammen. Die 10 Bücher mit jeweils 6-8 Klavierstücken (insgesamt 66) sind innerhalb von 38 Jahren entstanden und sind kleine Charakterstücke und Miniaturen. 17 davon hat Ohmen in die vorliegende Sammlung aufgenommen. Dazu kommen aus „Peer Gynt“: „Morgenstimmung“ (vierhändig), „Ases Tod“, & „Solveigs Lied“.

Um es gleich vorweg zu nehmen: Diese „leichtesten Klavierwerke“, die im Vorwort als leicht bis mittelschwer eingestuft werden, sind sehr anspruchsvoll und für normale Klavierschüler in den Lernjahren 1-4 in der Regel nicht spielbar. Abgesehen von bekannten Stücken wie „Walzer“ op. 12/2 oder „Elfentanz“ op. 12/4 sind sie technisch fordernd und für heutige Ohren nicht immer besonders eingängig. Dazu kommen mitunter schwierige Tonarten, ungewöhnliche Harmoniefortschreitung und entsprechend komplexe Fingersätze. Also kein „Album für die Jugend“ und nichts für gewöhnliche oder normal interessierte Spieler, eher was für dezidierte Grieg-Fans, norwegische Forte/Piano-Romantiker oder skandinavische Tastenakrobaten. Die kommen dafür dann aber komplett auf ihre Kosten!

Wenn man reinhören will, kann man sich einen guten klanglichen Eindruck bei den Einspielungen von Daniel Adni verschaffen.

Das broschierte Notenheft erscheint bei Schott und kostet 14,50 Euro.

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