Video: „Tequila“ von Musikstudenten

“Tequila” ist das erste Video zum aktuellen Album “Celebration” der Würzburger Tanz- und Cocktailband Musikstudenten (VÖ Sommer 2018). Der Song erschien ursprünglich als Single der kalifornischen Band The Champs (1958) und stammt aus der Feder des Saxophonisten Danny Flores (aka Chuck Rio). Wir haben unsere Version in erweiterter Quintettbesetzung als klassischen Samba mit Saxophon und Trompete eingespielt. Der Videodreh erfolgte an verschiedenen Locations, teils direkt im Studio, teils als Re-Inszenierung. Vielen Dank an die Tänzerin Kathrin Steinert von der Würzburger Tanzschule Step’n‘Standard für die gekonnten Einlagen, mit denen werden Sinn und Zweck dieser Musik nochmal augenscheinlich unterstrichen. Wir haben uns für ein Kachellayout (3×3) der verschiedenen Videosequenzen entschieden. So wird das Video dem etwas zerstückelten Entstehungsprozess der Einzelvideos gerecht und wirkt, passend zur Musik, quirlig und lebendig. Eher nebenbei entstand während der verschiedenen Schnittstadien die Aufteilung in die drei Ebenen Beine, Körper, Kopf.

Musiker: Fritz Wenzel (sax), Thomas Nees (tr), Dennis Schütze (guit), Friedrich Betz (kbass),  Jawed Iqbal (congas), Dominik Raab (drums). Mix & Master: Jan Hees, Video Edit & Cut: Camilo Goitia, Gesamtproduktion: Dennis Schütze, © 2018

Es wurden von allen 18 Tracks der Alben „Graduation“ und „Celebration“ Videosequenzen im Studio abgedreht. Es gibt also noch viel Material für viele weitere Videos. Sie werden in unregelmäßigen Abstand bis mindestens Sommer 2019 erscheinen.

Über Musik als Rettung

„Doch irgendwann, es dunkelt bereits und die Straßen der Innenstadt sind schon verlassen, entdecke ich den einen, der es geschafft hat. Er gehört zu jenen, die Glück verschenken: Den Nachmittag über spielte er für Geld das übliche Mainstream-Tralala, aber nun spielt er für sich – und mich, seinen unsichtbaren Zuhörer. Der junge Mensch, vielleicht 30, hat seine Waffe gefunden, den einen Notausgang: Musik. Auf Noten entkommt er seinem Leben. Sie schweben, und er zieht hinterher. Nichts soll ihn mehr einholen, er will abhauen, und keiner folgt ihm, keiner verfolgt ihn, kein Kummer, keine Wut, keine Kugel. Wie in einem Zeichentrickfilm: Ein Schnitt, und der Hauptdarsteller verschwindet in Sphären, für deren Erleben andere sich vollsaufen oder Drogen spritzen müssen. Er nicht, er flötet sich davon. Mit einem Wimpernschlag ist er die Welt los. […] Der Mann und sein seliges Gesicht, unberührbar jetzt, verzaubert, so beneidenswert. Ach Kunst, ach die glorreichste Erfindung der Menschheit.“

Andreas Altmann: „In Mexiko“, S. 91