Mainpost über „Still Here“

Von Alice Natter & Mathias Wiedemann

Wer erdigen Bluesrock und stimmungsvolles Country liebt, der ist beim neuen Album des Würzburger Singer-Songwriters Dennis Schütze gut aufgehoben. „Still Here“ ist seine trotzig-rockige Art, gegen die Pandemie anzugehen. Die Mitwirkung der Cellistin Nina Clarissa Frenzel bei einigen Songs bringt eine interessante zusätzliche Note ins ansonsten fast puristische Klangbild. Tatsächlich lohnt es auch, hinter die Fassade der zunächst routiniert anmutenden Songstrukturen zu hören: Schon im ersten Song „Discovery“ gibt es eine unvermittelt eingeschobene freie Improvisation.

Das Album ist beides: Auseinandersetzung mit und Weiterentwicklung von musikalischen Ideen, die Schütze schon lange beschäftigen oder begleiten (inklusive eines Songs über den berühmten Jimi-Hendrix-Akkord „E7#9“) und autobiografisch geprägter Kommentar zu einer Zeit, die jeden Einzelnen immer wieder zwingt, über Grundfragen des Lebens nachzudenken. Erhältlich auf allen Streamingportalen, eine gepresste CD gibt es nicht.

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