100 Tage Edward-Snowden-Video

Heute vor 100 Tagen wurde von der britischen Zeitung Guardian ein Interview mit dem amerikanischen Whistleblower Edward Snowden ins Internet gestellt. Er äußert sich in dem knapp 13-minütigen Video zu den von ihm erhobenen Vorwürfen bzgl. der Bespitzelungen unbescholtener Bürger, Organisationen und Firmen im In- und Ausland durch die US-amerikanischen und britischen Geheimdienste NSA und GCHQ. Die Vorwürfe wurden im weiteren Verlauf der Affäre präzisiert und bestätigt. Auf die Frage was das Schlimmste wäre was in Folge dieser Enthüllungen passieren könnte, meint Snowden im Interview lapidar: „Das Schlimmste wäre es, wenn gar nichts passiert.“ Weiterlesen

Buchtipp: Knockemstiff (Ohio)

„Blunt, brutal, but infused with a deep sympathy, Knockemstiff is a pitch-dark and hilarious collection of stories set in a tiny town in Southern Ohio. The youth of Knockemstiff grow up in the malignant shadow of their parents; raised on abuse, alcohol, drugs and cigarettes, they are stunted in every possible way. They talk a lot about escape but they never so much as cross the county line…“

Gerade habe ich das Buch „Knockemstiff“ des amerikanischen Autors Donald Ray Pollock im englischen Original zu Ende gelesen. Es ist eine Sammlung von Kurzgeschichten in 18 Episoden, die sich über einen Zeitraum von ca. 30 Jahren in dem amerikanischen Ort Knockemstiff in Ohio ereignen. Weiterlesen

Musikstudenten: „Geschlossene Gesellschaft“

Im August haben die Musikstudenten zwei Hochzeiten im Schlosscafé im Palmenhaus des Schloss Nymphenburg in München mit ihrer „Akustischen Tanz- und Cocktailmusik“ umrahmt. Beim ersten Engagement haben wir eine Spielpause genutzt und die freundlichen Fotografinnen von Lilafilm aus München haben eine spontane und schnelle Mini-Fotosession im Palmengarten mit uns anberaumt. Die Ergebnisse haben Sie uns netterweise zur Verfügung gestellt. Vielen Dank an dieser Stelle an Victoria Beißwanger und ihre nette Kollegin.

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Von links nach rechts: Fritz Wentzel, Dennis Schütze, Sven Lehmkämper & Friedrich Betz.

Würzburg – Greding – Dachau – München – Greding – Würzburg

Boah ey, war das ein Wochenende, ein unfreiwillig verlängertes wohlgemerkt. Am Samstagabend stand ein Gig mit der Electric Combo bei dem Stadtfest „Lange Tafel“ in Dachau an. Die Band und ich hatten uns in der Woche davor schon mehrmals getroffen und ein starkes 25 Song-Programm mit ein paar neuen Nummern einstudiert. Am frühen Samstagnachmittag ging’s dann los. Weiterlesen

Videos: John Mayer Studio Sessions

Anlässlich der Veröffentlichung seiner neuen Albums „Paradise Valley“ (11 Tracks, ca. 40 Min. Spielzeit) hat der amerikanische Gitarrist John Mayer fünf Videos unter der Überschrift „Studio Session“ veröffentlicht, die ihn bei der Arbeit an den neuen Aufnahmen zeigen. Er präsentiert aber auch seine Effektpedalsammlung und erklärt jede kleine Schramme an seiner Fender Stratocaster. Alles nicht zu lang, deswegen recht unterhaltsam. Das Album ist am 16. August 2013 erschienen und ist sehr empfehlenswert. Unter den Einspielungen ist auch eine feinfühlige Interpretation von „Call me the breeze“, einem Song vom erst kürzlich verstorbenen Gitarrenkollegen J.J. Cale. Enjoy!

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Unsung Songs: Piano Solo Version

Während meines wohlverdienten Urlaubs hat mein Freund und Musikerkollege Stefan Hetzel eine Piano Solo Interpretation von „Unsung Songs“ eingespielt. Ich habe den Song schon ein paar Mal live mit der Band gespielt, offiziell veröffentlicht wird er allerdings erst gegen Ende des Jahres auf dem kommenden Album gleichen Namens (Updates dazu kommen bald). Stefan hat bereits Anfang 2012 eine Voc/Gitarre-Demo desselben Songs sehr geschmackvoll mit einem Arrangement für Streichquartett unterlegt. Diesmal habe ich ihm vorher ein Leadsheet in Noten geschrieben, er hat das wie eine Jazzkomposition behandelt, reharmonisiert und am Piano inkl. Improvisationsteil eingespielt. Gefällt mir sehr gut. Was meint ihr?

München – Fuschl am See – Salzburg – München – Würzburg

Unser Familienurlaub im Salzburger Land war diesmal terminlich eingerahmt von zwei Engagements im Schlosscafe des Palmenhauses im Schloss Nymphenburg in München. Bei der Hinfahrt habe ich dort mit meiner Band den Musikstudenten eine Hochzeit bespielt und danach – vor meiner Weiterfahrt – noch einen Tag zusätzlich in der bayerischen Hauptstadt verbracht. Meinen traditionellen Besuch in der Tonträgerabteilung im Ludwig Beck habe ich diesmal ausgelassen, dafür war ich im alteingesessenen Notenfachgeschäft Bauer & Hieber im Rathaus hinter dem Marienplatz, habe danach kurz im Dallmayer und im benachbarten Nostalgie-Dealer Manufaktum reingeschaut und da den Bleistiftspitzer und Designklassiker Granate von M+R gekauft. Den Kindern zuliebe ging’s danach mit der Rikscha zum Eisbach und wir haben da ca. 1h den todesmutigen Surfern zugesehen.

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Surfer in der perfekten Welle im Münchner Eisbach

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Seth Kim-Cohen über Rock and Roll (cont.)

„Rock and Roll has always been a music of collective composition. Although many bands have one or two de facto songwriters, the authoring of the rock-and-roll semiotic is almost always a group activity. Unlike what happens in the Western compositional tradition, rock bands rarely work from scores. Although a songwriter may create the basic architecture for a song, that composer rarely writes parts for each instrument. Weiterlesen

Seth Kim-Cohen über Rock and Roll

„In blues-based rock and roll, the form comes not from the composer but from the tradition. The performer-as-composer inflects the form with individual differences or contravenes the conventions outright. In either case, the listener starts with an understanding of the form that is roughly equal to that of the performer. The listener’s responsibility, in the first case, is to remain sensitive to the performer’s inflections, weighing them against the demands and allowances of the form, as well as against the inflections of other performers. In the second case, the listener must understand the status of the formal expectations being disrupted, while also comparing the contraventions against a slate of other potential disruptions, and thus to piece together the differential meaning of the gesture. The assumption is not one of invention and inspiration but an engagement with a tradition and of negotiation with the possibilities, forms, and meanings of that tradition.“
(Seth Kim-Cohen in: In the blink of an ear (2009/13, S. 147)