Erasmus Schöfer wurde 1931 bei Berlin geboren und ist dort aufgewachsen. Im Laufe seines Lebens wohnte er in Köln, Freiburg, München, Neuss, Paris und auf den griechischen Inseln Patmos und Ithaka. Neben seiner hauptberuflichen Tätigkeit als freier Schriftsteller fiel er durch starkes gesellschaftspolitisches Engagement als linker Aktivist auf (Protest gegen Notstandsgesetze, Ostermarschbewegung, Werkkreis Literatur der Arbeitswelt, DKP-Mitglied). Er ist Autor von Prosabänden und zahlreichen Hörspielen und lebt und arbeitet vorwiegend in Köln. „Der gläserne Dichter“ basiert auf einer Arbeit für eine Sendung des SWR und erschien in Buchform schließlich im Jahr 2010. Der Untertitel lautet treffend „Eine Besichtigung“. Der Text ist ein in der dritten Person („Der Dichter“) formulierter innerer Monolog, der die Arbeit und das Arbeitsumfeld des schreibenden Dichters portraitiert. Die rücksichtslose Inaugenscheinnahme ist ganz offensichtlich stark autobiographisch geprägt und gleichzeitig Selbstdarstellung, Eigenanalyse, Offenbarung, Reflexion, Desillusionierung. Sie ist ehrlich, faszinierend, gnadenlos, manchmal schmerzhaft, schamlos und selbstkritisch, niemals selbstherrlich oder verklärend. Weiterlesen
Die Musikstudenten: „Star Wars (Main Theme)“
Die Würzburger Musikstudenten haben anlässlich der bevorstehenden Fortsetzung der Star-Wars-Saga (17. Dez) einige klassische Melodien der ursprünglichen Trilogie in kleiner, kammermusikalischer Besetzung eingespielt. Als Musiker beteiligt waren Fritz Wenzel (Klarinette), Dennis Schütze (Glockenspiel, Marimba), Camilo Goitia (Kontrabass) und Jan Hees (Schlagwerk); Arrangement, Aufnahme & Produktion: Dennis Schütze.
Im Monat Dezember werden wöchentlich je ein Musikvideo zu den Tracks „Star Wars (Main Theme)“, „May the Force be with you“, „Cantina Band“, „Princess Leia’s Theme“ und „The Imperial March“ erscheinen. Das gesamte EP-Abum „Music from ‚Star Wars’ for Small Ensemble“ ist ab sofort bei iTunes und Amazon erhältlich, in Kürze auch bei allen anderen gängigen Download- und Streaminganbietern.
Konzert in der JVA Würzburg 2015
Drei Songs mit Sandra Buchner
Die Würzburger Sängerin Sandra Buchner kenne ich schon einige Jahre. Sie ist die Duettpartnerin meines Freundes, Musiker- und Bloggerkollegen Stefan Hetzel beim Programm „Jazz Classics in Concert“. Im Frühsommer haben Sandra und ich beschlossen ein paar Songs mit ihr als Sängerin zu produzieren. Klar war, dass es diesmal keine Jazzstandards sein sollten, also haben wir nach passenden Fremdkompositionen und Instrumentierungsideen gesucht. Fast im Wochenrhythmus haben wir neue Songs entdeckt, angespielt, darüber geredet und gemailt, in Betracht gezogen, zum Teil geprobt und dann meist doch wieder verworfen. Die Suche hat sich über den ganzen Sommer bis in den Herbst reingezogen und übrig geblieben sind nach diesem langen und harten Ausleseprozess drei feine Nummern von The Moody Blues, Jim Croce und Michael Jackson, jeweils aus den späten 1960ern / frühen 1970ern.
Sandra Buchner beim Einsingen am Mikrophon
Die Arrangements habe ich im Verlauf des Oktobers und Novembers mit Querflöte, E-Piano, Bass und Schlagzeug vorproduziert, als Gitarrist oder Sänger trete ich nicht in Erscheinung. Vor einigen Wochen war Sandra dann zum einsingen bei mir, aber da hat es irgendwie nicht so hingehauen. Heute war sie wieder da und diesmal hat es gut gepasst. Sandra war gut vorbereitet, konnte sich emotional sehr gut auf die Musik einlassen und in weniger als 2h haben wir die Gesangsspuren zu allen drei Songs aufgenommen. Jetzt werden die Takes verglichen, die besten ausgewählt, noch etwas am Arrangement geschraubt und dann geht alles direkt in den Mix. Wird gut, die Arbeit hat sich gelohnt.
Video: „Gyque“ von Johann Pachelbel
Hier nun der fünfte und letzte Satz aus der Suite für Cembalo in F#-Moll von Johann Pachelbel (T.312). Die komplette Satzfolge ist Allemand – Courant – Saraband – Gavott – Gyque. Pachelbel ist ein fränkischer Barockkomponist (1653-1706). Damit kommt die aktuelle Pachelbel-Reihe zum Abschluss. Weitere Ukulele-Videos sind bereits in Vorbereitung
Kochbuch: „Küchenschätze“ von Anne-Katrin Weber & Sabine Schlimm
„Küchenschätze“ heißt das soeben erschienene Kochbuch von Anne Katrin Weber (Rezepte) & Sabine Schlimm (Texte). Der Untertitel lautet „Rezepte für die Seele“ und präsentiert wird eine Sammlung schnörkel- und zeitloser Rezepte mit einer ordentlichen Portion Nostalgie. Der „Geschmack der Erinnerung“ soll mit Hilfe dieses Buchs in der Küche erkocht werden. „Ein Duft in der Nase, Geschmack auf der Zunge“, kochen mit der Mama, backen mit der Großmutter, und so. Weiterlesen
Buch: „Warum Jazz?“ von Kevin Whitehead
Kevin Whitehead ist US-amerikanischer Jazzautor und –journalist. Er studierte amerikanische Literatur und Kultur in New York und schreibt seit mehreren Jahrzehnten Artikel für Zeitungen und Zeitschriften, für die NPR-Sendung „Fresh Air“, Liner Noten für Alben und nicht zuletzt auch einige Bücher. 2010 erschien der Titel „Why Jazz? A Concise Guide“ bei Oxford University Press, 2014 wurde der Text in deutscher Übersetzung unter dem Titel „Warum Jazz? 111 gute Gründe“ bei Reclam veröffentlicht. Whitehead startet direkt mit einer knappen Einleitung, in der die grundsätzliche Idee erläutert wird. Es folgen in fünf übergeordneten Kapitel „Grundlegendes“, „Jazz von seinen Ursprüngen bis 1940“, „ Jazz von 1940 bis 1969“, „Jazz von 1960 bis 1980“, „Jazz nach 1980“, danach weiterführende Anmerkungen, eine Diskographie, eine Liste weiterführender Literatur und ein ausführlicher Register. Weiterlesen
Amazon Top 1000 Rezensent
Seit einigen Wochen gehöre ich zu den Top 1000 Rezensenten bei Amazon. Der genaue Platz kann sich jeden Tag ändern, mein Platz hat sich in den mittleren Neunhunderten stabilisiert. Heute bin ich z.B. #949. Ich habe insgesamt 149 Rezensionen hochgeladen und dafür 431 hilfreiche Bewertungen bekommen.
Die ersten Rezensionen habe ich vor ca. zehn Jahren geschrieben. So richtig los ging es aber erst 2013 mit dem Blog als eigener Publikationsplattform. Zuerst habe ich da über Konzerte, CD-Alben, Notenausgaben und Sachbücher geschrieben. Die Rezensionen habe ich von Anfang an auf den Blog und parallel auf Amazon gestellt. Darüber habe ich dann irgendwann auch die Verlage informiert und daraufhin wurden mir Rezensionsexemplare angeboten, inzwischen kann ich bei vielen Verlagen nach eigener Interessenlage aus den Neuerscheinungen auswählen, wenn ich plane darüber zu schreiben. Dadurch hat sich das anfangs etwas eng gefasste Spektrum beträchtlich erweitert. Ich lese und schreibe über Publikationen, die ich mir womöglich nicht gekauft hätte und entdecke dabei immer wieder neue Fachgebiete für mich. Darunter z.B. Reiseführer, Kochbücher, Fotobände, musikwissenschaftliche Fachbücher, kulturgeschichtliche Sachbücher, Notenausgaben, Kinder-CDs usw.
Die Tätigkeit als Rezensent ist unbezahlt, ich bekomme dafür lediglich Freiexemplare. Das Lesen und Schreiben nimmt beträchtlich Zeit in Anspruch, ist aber auf der anderen Seite enorm bereichernd. Nicht nur bekomme ich viele Anregungen und erfahre viel Neues, auch meine Art zu Lesen hat sich dadurch verändert, ich lese gleichzeitig schneller und aufmerksamer. Weil ich anschließend darüber berichte, mache ich mir Notizen und sammle Anmerkungen, ich merke mir mehr, reflektiere stärker, arbeite alles (auch Publikationsumstände, Verlagsprogramm, Übersetzer, Fotografen) gründlich auf, ich beantworte Fragen und manchmal entstehen auf dem Blog im Anschluss an die Rezension kleine Diskussionen. Und wenn ich mich Monate oder Jahre später nur noch dunkel an ein Buch erinnern sollte, kann ich später einfach nochmal nachlesen, was ich davon gehalten habe.
Mittlerweile bin ich mit den Rezensionen allerdings etwas im Rückstand, obwohl ich viel lese und schreibe, stapeln sich hier die interessanten Bücher und ich kann mich gar nicht entscheiden, was als nächstes drankomme soll. Die Verlage freuen sich über meine Anfragen und schicken mir gerne ihre Bücher. Sie haben ja auch etwas davon, als Gegenleistung bekommen sie eine ausführliche und meist wohl gesonnene Erwähnung. Gerade eine Amazonrezension kann zum Teil enorme Wirkung entfalten und bei den obskuren Titeln bei unentschlossenen Kunden den Unterschied machen. Ein paar mittelmäßige und auch sogenannte Verrisse waren übrigens auch dabei. Die haben meistens wesentlich mehr Effekt und öffentliche Wirkung als gute bis sehr gute Rezensionen. Teilweise gab es sogar ein Nachspiel hinter den Kulissen. Ich wurde von beleidigten Lesern, Mitarbeitern, Verlagen, vereinzelt auch von gekränkten Autoren kontaktiert und gebeten meine Kritik zurückzuziehen, weil sie nicht gut für den Absatz wären. Ich frage dann immer, ob irgendeiner der Kritikpunkte in meiner Rezension falsch sei oder nicht zutrifft. Das war bisher nicht einmal der Fall. Manchmal räume ich der Gegenseite als freundliche Geste die Möglichkeit zur Gegendarstellung auf meinem Blog ein, davon wurde aber erst ein einziges Mal Gebrauch gemacht. Ich glaube, begründete Kritik darf in einer Rezension schon möglich sein. Das müssen die Macher schon aushalten, wenn sie mit einer Publikation an die Öffentlichkeit gehen.
Ich werde oft gefragt warum ich so unterschiedlich gelagerte Themen in meinen Rezensionen behandle. Die Antwort ist: Das ist, was mich interessiert und zur Zeit bewegt, deswegen will ich genau darüber auch auf dem Blog berichten. Kann sein, dass die Themen sich in Zukunft ändern, es ist sogar ziemlich wahrscheinlich. Ich lasse mich aber auch weiterhin von meinen Interessen leiten und die ändern sich ja bekanntlich hin und wieder mal. Bis Weihnachten kommen jetzt erstmal noch viele Buchrezensionen und vielleicht knacke ich dann irgendwann im neuen Jahr die Top 500. Würde mich freuen.
Buch: „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ von Joachim Meyerhoff
Joachim Meyerhoff ist Schauspieler am Wiener Burgtheater und Autor einer mittlerweile bereits dreibändigen, frei interpretierten Autobiographie mit dem Titel „Alle Toten fliegen hoch“. Der erste Band „Amerika“ erschien im Frühjahr 2011 und erzählte von seinem Austauschjahr als Jugendlicher in den USA. Der zweite Band folgte 2013 und berichtete von seiner Kindheit als Sohn eines Arztes in einer Psychiatrie bei Schleswig. Nun erschien der dritte Band „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“. In diesem Teil schreibt Meyerhoff über seine Ausbildung an der Schauspielschule Otto Falkenberg in München und seine Zeit mit den Großeltern, bei denen er während dieser Zeit für einige Jahre wohnte. Weiterlesen
Video: „Gavott“ von Johann Pachelbel
Hier der vierte, vorletzte Satz aus der Suite für Cembalo in F#-Moll von Johann Pachelbel (T.312). Die komplette Satzfolge ist Allemand – Courant – Saraband – Gavott – Gyque. Pachelbel ist ein fränkischer Barockkomponist (1653-1706). Der fünfte und letzte Satz erscheint am kommenden Montag und beschließt vorläufig die Pachelbel-Reihe.
