Am Samstag fand in Würzburg eine besondere Stadtführung unter dem Titel „Innenhöfe – Orte der Begegnung“ statt. Im Innenhof des Juliusspital, der Augustinerkirche, des Bürgerspitals, dem Rosenbachpark und dem Lusamgärtchen wurden kleine, feine Tanzperformances aufgeführt. Das Publikum wanderte unter der Führung von Angela Sey von Ort zu Ort und konnte kostenlos Werkproben und kleine Tanzstücke von Lisa Kuttner, Andrea Kneis und der Tanzgruppe JRH betrachten. Weiterlesen
Bluesnews über „Unsung Songs“
Von Thomas Ritter
Eine Überraschung auf der ganzen Linie ist „Unsung Songs“ von Dennis Schütze und seiner Band. Die zehn hervorragend aufgenommenen und produzierten Eigenkompositionen des gebürtigen Elmshorners und jetzigen Würzburgers klingen, als kämen sie direkt aus dem Mittleren Westen der USA. Da sitzt jeder Ton, jede Note ergibt einen Sinn. Die Songs sind so rund, wie sie nur sein können. Man glaubt kaum, dass man es mit Süddeutschen zu tun hat und nicht mit einer neuen Americana-Hoffnung aus den USA. Egal, ob es sich um leise akustische Songs mit Country-Gitarren handelt, ob um Lustiges mit Vaudeville-Charakter oder New-Orleans-Second-Line-Adaptionen mit Tuba und verzwirbelten Rhythmen – immer spielen die jungen Musiker auf den Punkt und mit musikalischem Humor. Das ist gehaltvoll und leicht zugleich. Wer gerne auch mal was anderes als reinen Blues hört, auf höchste Qualität aber nicht verzichten mag, sollte Dennis Schütze und seine Band kennenlernen.
Erschienen in bluesnews 78, ab 1. Juli 2014 am Kiosk.
Buchtipp: „Die Märchentante, der Sultan, mein Harem und ich“ von Helge Timmerberg
Im letzten Frühsommer habe ich einen Roadtripp durch den Mittleren Westen der USA unternommen und die Erlebnisse auf einem (Reise-)Blog dokumentiert. Im Zuge dessen habe ich mich mit dem Genre „Reiseberichte“ (nicht Reiseführer) beschäftigt und mir als Vor- und Nachbereitung Literatur von einigen deutschen Autoren besorgt, die die USA bereist und darüber berichtet hatten: Reinhold Ziegler („Es gibt hier nur zwei Richtungen“), Andreas Altmann („Im Land der Freien“), Wolfgang Büscher („Hartland“), Joachim Meyerhoff („Amerika“), allesamt empfehlenswert. Immer wieder begegnete mir auch der Name Timmerberg und ich besorgte mir sein sehr unterhaltsames Buch „Der Jesus vom Sexshop“ (2010), eine Art Best of-Kompilation von Artikeln aus den Jahren 1982 bis 2009.
Musikstudenten in München
Mitte der Woche haben die Musikstudenten im GS Hotel in München gespielt. Los ging es von Würzburg schon am frühen Nachmittag, wir sind gut durchgekommen und gegen 17.00 am Spielort eingetroffen. Freundlicher Empfang, schöne Location, doch beim Aufbau dann ein kleiner Schock: Wir hatten das Gesangsmikrophon zu Hause liegen lassen. Aus meiner Jugend und gelegentlichen besuchen in der bayerischen Landeshauptstadt waren mir noch ein paar Musiklaienhändler aus der Gegend bekannt, ergänzt habe ich diese Wissen mit einer flotten Recherche am Hotel-Computer. Rein ins Auto und als erstes zum nahegelegenen Musikalienhändler Hartwig in der Nähe des Harras in Sendling. Weiterlesen
Video: Manha de Carnaval
Eine meiner liebsten Liedkompositionen ist „Manha de Carnaval“ von Luiz Bonfa aus dem Film „Black Orpheus“ (1959). Der Titel heißt übersetzt „Der Morgen nach dem Karneval“. Ich habe den Songs vor langer Zeit mit den Musikstudenten eingespielt und seit dem bei wirklich jedem Engagement der Band mindestens einmal gespielt. Nach dem Artikel „Brazilian Guitar“ auf diesem Blog habe ich mir die verschiedenen Versionen des Liedes auf dem Soundtrack zum Film angehört und die Melodie danach tagelang nicht mehr aus dem Kopf bekommen.
Heute habe ich in meinem Wohnzimmer eine einfache Version auf dem Glockenspiel eingespielt (musste mir dafür extra das tiefe H-Plättchen nachkaufen!). Boa Tarde!
14 einfache Regeln einen Country Song zu schreiben
Die amerikanische Ausgabe des Rolling Stone Magazins hat in der aktuellen Ausgabe “14 simple rules for writing a Country Hit” aufgestellt. Die Autoren berufen sich dabei auf die Aussagen erfahrener und kommerziell erfolgreicher Songschreiber, die u.a. für Countrymusik-Stars wie Luke Bryan, Keith Urban und Tim McGraw schreiben. Die Regeln lauten wie folgt: Weiterlesen
Impressionen aus Eisenach
Impressionen aus Hohenroda
Ben & Ellen Harper: Childhood Home
Am 2. Mai 2014 erschien das Album „Childhood Home“ von Ben & Ellen Harper. Es ist eine Zusammenarbeit mit seiner Mutter Ellen Harper, die vier der insgesamt zehn Songs des Album geschrieben hat, der Rest ist von Ben Harper. Der Titel ist Programm: In den z. T. sehr persönlichen Texten geht es um Kindheit, Familie und Heimat. Die Musik ist sehr ruhig und folky, sparsam mit Gitarre und Weissenborn arrangiert und meist wird zweistimmig gesungen. Weiterlesen
Brazilian Guitar
Anlässlich des Beginns der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien gibt es heute ein paar Hinweise für Gitarristen, die an Spielweisen des Bossa Nova interessiert sind. Traditionell werden in Südamerika klassische oder spanische Gitarren mit Nylonsaiten gespielt. Ab Ende der 1950er Jahre wurden Elemente der brasilianischen Volksmusik mit nordamerikanischem Jazz fusioniert und es entstand ein neuer Stil mit dem passenden Namen „Bossa Nova“. Tragende Rollen bei dieser Entwicklung spielten die Musiker Luiz Bonfa, Joao Gilberto, Antonio Carlos Jobim und der amerikanische Saxophonist Stan Getz. Wer sich als Gitarrist näher mit dem Thema befassen will, dem empfehle ich folgende Quellen: Weiterlesen


