Jazzmusik habe ich als Kind erstmals durch die Schallplattensammlung meines Vaters kennengelernt, das war allerdings eher traditioneller Jazz von Musikern und Gruppen wie z.B. Sidney Bechet, Louis Armstrong, Firehouse Five plus Two oder Ramsey Lewis. In meiner Jugend lag dann eigentlich nichts ferner als Jazz zu hören, obwohl Musik selbst sehr wohl eine große und immer größere Rolle gespielt hat. Auch in der Schule, Musikschule, Berufsfachschule wurde hier kein entscheidender oder nachhaltiger Beitrag geleistet. Erst im Musikstudium am Würzburger Konservatorium gab es Mitstudenten, die nicht Klassik (wie ich), sondern eben Jazz studierten, sie waren interessiert am technisch-instrumentalen Fortkommen, aber ganz ehrlich, die meisten von denen hörten selbst allenfalls mal jazzverwandtes, aber nicht gerade Jazz. Das fiel mir besonders auf, als ich freiwillig (als „Klassiker“) die Kurse Jazzharmonielehre und Jazzgeschichte besuchte. Weiterlesen
Buch: „Arrival of the Fittest“ von Andreas Wagner
Der US-Amerikaner Andreas Wagner ist Professor für Evolutionsbiologie und Umweltwissenschaften der Universität Zürich. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Fachpublikationen ist „Arrival of the Fittest“ Wagners erste populärwissenschaftliche Veröffentlichung. Das Buch erschien 2014 im gleichnamigen, englischen Original. Die deutsche Version trägt den Untertitel „Wie das Neue in die Welt kommt – Über das größte Rätsel der Evolution“. Wagner beginnt mit einem Prolog, darauf folgen sieben Kapitel und ein sehr kurzer Epilog. Die Kapitelüberschriften lauten: 1. Was Darwin noch nicht wusste, 2. Der Ursprung der Neuerungen, 3. Die universelle Bibliothek, 4. Wohlgeformte Schönheiten, 5. Befehl und Steuerung, 6. Die verborgene Architektur, 7. Von der Natur zur Technik, weitere Unterteilungen, Unterüberschriften oder Stichwörter gibt es in mehr 400-seitigen Schrift leider nicht, ebenso kein Glossar und nur wenige, noch dazu sehr abstrakte bildliche Darstellungen, die inhaltliche Orientierung fällt daher etwas schwer. Weiterlesen
Film: „Miles Ahead“
Trailer zur Filmbiographie „Miles Ahead“ über den legendären Jazztrompeter und Musikinnovator Miles Davis, ein Projekt von Don Cheadle (Drehbuch, Regie, Hauptrolle). Frei nach Miles: „One bad Motherfucker!“ Startet am 1. April in den amerikanischen Kinos, ob und wenn wann der Film auch in Deutschland gezeigt wird, war nicht in Erfahrung zu bringen.
Songproduktion: „Am Ende aller Tage“ von Simon-Philipp Vogel
Es kommt gerade Schlag auf Schlag: Nach neun Monaten Funkstille hat der Würzburger Liedermacher Simon-Philipp Vogel heute eine neue Songproduktion mit dem Titel „Am Ende aller Tage“ veröffentlicht. Ein frisches, unkitischiges Liebeslied in zeitgemäßen Sound und mit entspanntem Groove.
Ich habe mitproduziert, beim Arrangement assistiert und Klavier und E-Bass beigesteuert. Schlagzeug, Mix und Master stammen von Jan Hees. Und jetzt drückt auf Play und lasst euch auf Händen tragen. Kommentare und Feedback aller Art sind wie immer herzlich Willkommen.
Album: „Erinnerung“ von Marie Schwind
Marie Schwind habe ich in einem Songwriting-Kurs an der Würzburger Universität kennengelernt. Sie war damals Studentin, ich habe den Kurs als Lehrbeauftragter einige Semester geleitet, kurz danach wurde der Kurs bedauerlicherweise ohne weitere Erklärung wegrationalisiert. Marie war als gute Sängerin zum Kurs gestoßen, ich glaube, sie spielte auch schon Klavier und fing dann mit Gitarre an, wie auch immer, jedenfalls hat sie sich voll auf die Inhalte eingelassen, viel ausprobiert und geschrieben, in einem atemberaubendem Tempo dazugelernt und nahezu wöchentlich neue Ideen präsentiert. Als der Kurs zu Ende ging hatte sie bereits mehrere Songs fertig geschrieben und, meiner Erinnerung nach, sehr viele Texte geschrieben. Weiterlesen
Buch: „Panikherz“ von Benjamin von Stuckrad-Barre
Benjamin von Stuckrad-Barre ist Schriftsteller, Journalist und Moderator. Seit seinem Debutwerk „Soloalbum“ (1998) gilt er als bedeutender, deutscher Popliterat. Nach verschiedenen Praktika folgten Anstellungen als Redakteur beim deutschen Rolling Stone, als Produktmanager beim Plattenlabel Motor Music und als Autor der Harald Schmidt Show. Nebenbei war er als freier Mitarbeiter diverser Zeitungen und Magazine wie FAZ, Die Woche, Stern und taz tätig. Nach turbulenten Anfangsjahren und verschiedenen Buch- und Artikelveröffentlichungen hat er sich seit 2010 wechselnden TV-Formaten gewidmet. Stuckrad-Barre moderierte u.a. „Stuckrad Late Night“ (ZDFneo), „Stuckrad-Barre“ (Tele 5) und „Stuckrads Homestory“ (RBB), allesamt mit eher mäßigem Erfolg. Mit dem autobiographisch geprägtem „Panikherz“ schließt er wieder an seine früheren literarischen Erfolge an und legt eine gewichtige und nüchterne (!) Selbstbetrachtung vor. Weiterlesen
Musikproduktion: „Nights in White Satin“ von Sandra Buchner
In den letzten Monaten habe ich für die Würzburger Sängerin Sandra Buchner drei Einzeltracks produziert. Wir hatten bereits im Sommer mit der Auswahl passender Songs begonnen, im Herbst fiel dann die Entscheidung, danach haben wir losgelegt und im Verlauf der Produktion verschiedene Ansätze, Ideen und Sounds ausprobiert, auch für die Mixe haben wir uns viel Zeit genommen. Inzwischen ist alles fertig und abgeschlossen.
Sandra Buchner hat gerade einen ersten Track auf Soundcloud gestellt und in ihrem eigenen Blog präsentiert. Es handelt sich dabei um eine Neuinterpretation des alten Schmachtfetzens „Nights in White Satin“. Wir haben den Streicherkitsch entfernt, das Metrum verändert (von 6/8 nach 4/4) und eine loungige Elektroversion geschraubt. Mit dabei Fritz Wenzel an der Querflöte, vielen Dank!
Jetzt freuen wir uns auf interessierte Hörer. Kommentare und Feedback sind wie immer willkommen.
Video: „I’d rather go blind“ von Trixie Whitley
Like Father, like Daughter: Trixie Whitley ist die Tochter von Chris Whitley (1960-2005). Gerade wurde – nach 2 EPs und dem Debutalbum „Fourth Corner“ (2013) – ihr zweites Album „Porta Bohemica“ veröffentlicht. Der tanzende Derwisch im Video ist übrigens nicht Rick Rubin, sondern der Musikproduzent Daniel Lanois, der auch schon beim Debut des Vaters („Living with the Law“, 1991) mitgewirkt hat.
Buch: „Inside Chefs’ Fridges, Europe“ von Carrie Solomon & Adrian Moore
Carrie Solomon ist Foodfotografin, Adrian Moore schreibt Artikel über kulinarische Trends, beide leben und arbeiten in Paris. Jeder kennt den Ausspruch „die kochen auch nur mit Wasser“. Stimmt das, ist das wirklich so? Solomon und Moore haben sich gemeinsam gefragt mit welchen Zutaten kochen Europas Spitzenköche in ihren privaten Küchen daheim. Und was wäre da hilfreicher als ein Blick in deren Kühlschranke? Also haben sie sich aufgemacht, sind quer durch Europa gereist, haben insgesamt 40 Sterneköche besucht und den Inhalt ihrer privaten Kühlschränke inspiziert und dokumentiert. Weiterlesen
Fender Jazz Bassist
Gerade habe ich mir einen Fender Jazz Bass (AM STD, 3TS) zu einem guten Kurs bei dem letztverbliebenen lokalen Dealer gekauft. Habe ja schon berichtet, dass im Projektstudio immer öfter Mal ein schneller Basstrack anfällt und da will man eben gewappnet und entsprechend ausgerüstet sein („You want to be prepared!“).
Bezüglich Firma und Modell hatte ich dann sozusagen keine wirklich Wahl mehr, wenn man mal so rumschaut wer, wann und wo dieses klassische Instrument einsetzt. Passt meines Erachtens auch gut zu den Musikstilen, mit denen ich so zu tun habe. Bin jetzt ein Fender Jazz Bassist. „Bass! How low can you go?“