Music-on-net über „Take Five “

von Gerald Langer

MSTakeFive(2600)(music-on-net) – „Cover das Cover“ – die Musikstudenten sind regelrecht respektlos, möchte man meinen. Sie scheuen sich noch nicht einmal, für ihre aktuelle Retroproduktion „Take Five“ auf die legendäre Pappummantelung von Cannonball Adderley’s – Somethin‘ Else, erschienen bereits 1958, zurückzugreifen, ohne auch nur einen Song dieses Jazzklassikers neu zu interpretieren. Der visuelle Rückgriff auf diese Blaupause von Reid Miles, der das Maßstab setzende Corporate Design des amerikanischen Plattenlabels Blue Note, welches im letzten Jahr seinen 75. Geburtstag feiern konnte, über viele Jahr prägte, ist dabei hörbarer Anspruch zugleich. Bringt sich doch das Quartett unweigerlich mit großen Namen wie Miles Davis, Art Blakey, Hank und Sam Jones in Verbindung. Weiterlesen

Video: Country Song Mashup

Unter dem Motto „Welcome to MASHville“ hat der amerikanische Mixer Gregory Todd (aka Sir Mashalot) sechs der aktuell erfolgreichsten amerikanischen Countrysongs zerstückelt und zu einem neuen Song re-kombiniert. Das Ergebnis wurde kürzlich als kommentiertes Screenshot-Video der DAW veröffentlicht Das erstaunlichste daran: Es passt alles nahtlos zusammen und klingt vollkommen organisch. Müssen sich Anhänger kommerzieller amerikanischer Countrymusik jetzt Sorgen machen? Was ist hier los? Werden wir alle nur von Musikproduzenten und -industrie verkackeiert? Und überhaupt, seit wann schreibt man Countrysongs bitte schön in der gitarrenunfreundlichen Tonart F-Dur? Das kann doch alles wohl nicht wahr sein, oder wie oder was jetzt? Bildet euch bitte selbst eine Meinung!

Buch: „Musikwirtschaft 2.0“ von Steffen Höhne, Matthias Maier, Wolf-Georg Zaddach (Hg.)

51POsYoiQ8LDas Buch erschien im März 2014 in der Reihe „Weimarer Studien zur Kulturpolitik und Kulturökonomie“ im Leipziger Universitätsverlag und trägt den Untertitel „Bestandsaufnahmen und Perspektiven“ (Preis: 29,00 €). Der Herausgeber Steffen Höhne ist Professor für Kulturmanagement am Institut für Musikwissenschaft Weimar-Jena; der Herausgeber Matthias Maier ist Professor für Medienmanagement an der Bauhaus-Universität Weimar; der Herausgeber Wolf-Georg Zaddach ist Musikwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Kulturwissenschaft der Hochschule für Musik Weimar. Weiterlesen

Teaser Track: „What A Difference a Day Made“, Take Five (2015)

Die neue EP „Take Five“ der akustischen Tanz- und Cocktailband Musikstudenten ist ein instrumentales Jazzalbum und erscheint Anfang Februar exklusiv als Downloadversion. Darauf enthalten sind Einspielungen der Genre-Klassiker „Mercy, Mercy, Mercy“, „What a Difference a Day made“, „Take Five“, „Paper Moon“ und „Tico, Tico“, allesamt eingespielt in der Stammbesetzung Sax/Klarinette, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug. Als kleiner Teaser hier eine alternativer Take von „What a Difference a Day made“ mit Ukulele (Brüko) statt Gitarre. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare.

Neues EP-Album der Musikstudenten: Take Five (2015)

Gegen Ende letzten Jahres sind neue Aufnahmen der akustischen Tanz- und Cocktailband Musikstudenten entstanden. Weil nach den ursprünglich fünf angesetzten Popnummern noch ordentlich Zeit im Studio übrig war, wurden spontan zusätzlich fünf Jazzstandards eingespielt, zur Hand waren u.a. gerade die gut abgehangenen Genre-Klassiker „Mercy, Mercy, Mercy“, „What a Difference a Day made“ und „Take Five“. Da die Band sich bei Aufnahmen gerne als Tanz- und Unterhaltungsband mit akustischem Jazzsound präsentiert, blieben echte Jazzstandards im Studio bisher meist außen vor. Man will ja auch keine popsozialisierten Interessenten mit sperrigem Jazzgedudel vertreiben. Und das paradoxerweise, obwohl wir bei Abendveranstaltungen mit instrumentalem Swing, Blues, Bossa und Balladen einen Großteil der immer gut gelittenen Dinnerumrahmung bestreiten. Wir sind deswegen besonders froh, dass durch einen Zufall dieser wesentliche Teil unserer musikalischen Praxis nun ohne große Vorbereitung und irgendwie auch nebenbei (also im Sinne eines echten Jazzapproachs) klanglich festgehalten wurde.
Die spontan entstandenen Jazztracks wurden von Jan Hees zwischen den Jahren in einem klassischen Rudy-Van-Gelder-Gedächtnissound gemischt und gemastert (knallhartes 60s-Stereo: Schlagzeug auf Anschlag rechts, Gitarre auf Anschlag links). Van Gelder war in den 1960er Jahren der stilbildende Tontechniker für die meisten Veröffentlichungen des legendären New Yorker Jazzlabels Blue Note.
Entsprechend wurde dann auch beim Coverdesign ein klassisches Motiv des berühmten Labels zitiert. Friedel Muders vom Onlinelabel Fuego hat auf Anregung der Band die Motivik des Albumcovers von „Somethin’ Else“ (Cannonball Adderley, 1958) entlehnt.

MSTakeFive(2600)Angaben zu Artist, Albumtitel und beteiligten Musikern wurden ersetzt, Schrift, Farben und Positionierung aber entsprechend übernommen. Die Band will mit dem Retro-Sound und dem Retro-Design einer musikhistorischen Ära ihren Respekt erweisen.
Alle fünf Jazztracks und das Cover wurden soeben an das verantwortliche Label übermittelt und das komplette EP-Album steht ab Februar 2015 zum Download bereit. Wir freuen uns auf diese für die Band unvorhergesehene Veröffentlichung (hin und wieder darf man sich auch selbst überraschen), eine dezidierte Ankündigung folgt.

Noten: „Mein Gitarrenbuch“ von Michael Langer

Dux_Michael_Langer_Mein_Gitarrenbuch1.jpgDer Gitarrist Michael Langer hat in Wien klassische Gitarre studiert und leitet die Gitarrenklassen an der Anton-Bruckner-Privatuniversität in Linz und am Konservatorium in Wien. Im Laufe seiner Karriere hat er einige CD-Alben eingespielt und viele Notenhefte mit Eigenkompositionen und arrangierten Fremdkompositionen veröffentlicht. Weiterlesen