Es ist einer der bewegendsten öffentlichen Auftritte in der Amtszeit des amerikanischen Präsidenten Barack Obama. Während seiner Rede anlässlich der Trauerfeier für den erschossenen Reverend Clementa Pinckney spricht er heikle innenpolitische Themen wie Waffengesetze, Gewaltbereitschaft, Rassismus und die Symbolik der Südstaatenflagge an. Er erwähnt immer wieder „Grace“, die göttlichen Gnade, und singt kurz vor Ende seiner Rede alleine das Lied „Amazing Grace“, die Trauergesellschaft, der Chor und die Begleitband stimmen ein. Es ist ein trostspendender, emotionaler und musikalischer Höhepunkt in der Aufarbeitung dieser furchtbaren, amerikanischen Tragödie.
Buch: „Texte zur Musikästhetik“ von Frieder von Ammon & Elisabeth Böhm (Hg.)
Bereits 2011 erschien bei Reclam das kleine, gelbe Büchlein „Texte zur Musikästhetik“. Frieder von Ammon und Elisabeth Böhm haben als Herausgeber 25 einflussreiche Texte zum Thema zusammengestellt. Die Entstehungszeiten erstrecken sich über mehr als 2000 Jahre und reichen von Platon bis Pierre Boulez. Das Buch beginnt mit einer Einleitung der Herausgeber, darin führen sie an das Thema heran, erklären die Problematik, begründen die Auswahl der Texte und weisen abschließend hin auf weiterführende Lektüre. Das alles ist plausibel und nachvollziehbar und bietet dem Leser einen angenehmen Einstieg. Weiterlesen
Kochbuch: „Hummus, Bulgur & Za’atar“ von Rawia Bishara
Mediterran-orientalische Küche ist das Thema des soeben erschienenen Kochbuchs von Rawia Bishera. Die Köchin und Kochbuchautorin wurde in Nazareth geboren und wuchs in einer palästinensich-arabischen Familie auf, seit 1998 betreibt sie das Restaurant „Tanoreen“ in Bay Ridge Brooklyn (NY). Das Buch beginnt mit einer sehr persönlichen Einleitung, in dem Bishara ihren familiären, kulturellen und kulinarischen Hintergrund erläutert. Ihre Kochkunst ist geprägt von überlieferten Familienrezepten des Mittelmeerraums und des Nahen Ostens. Durch den Einfluss etlicher Europareisen und die Auswanderung an die Ostküste der USA werden diese aber erkennbar neu interpretiert. Weiterlesen
Buch: „I Have A Stream“ von Berthold Seliger
Berthold Seliger ist freier Autor und betreibt seit vielen Jahren eine Konzertagentur. Im Frühjahr 2013 legte er mit dem Buch „Das Geschäft mit der Musik: Ein Insiderbericht“ (Tiamat) einen bestens informierten, aufklärenden und meinungsstarken Text vor, der ungewohnte Einblicke in die Mechanismen der modernen Musikwirtschaft gewährte. Seliger ist ein engagierter Kämpfer für die gute Sache. Sein soeben erschienenes Nachfolgewerk trägt den Titel „I have a stream“ und ist ein ausführliches Plädoyer für die Abschaffung des – wie er es formuliert – „gebührenfinanzierten Staatsfernsehens“. Nach einer etwas provokanten Einführung, die an das vermeintlich trockene Thema heranführt, folgen zwölf umfangreiche Kapitel, die sich mit einzelnen Facetten auseinandersetzen. Die Überschriften lauten: Fernsehgeschichte, Öffentlich? Rechtlich?, Fernsehwirtschaft, Programm, Propaganda, Sozial.Demokratisch, Ideologie, Shows, Sport, Musik, Stream, abschließend folgt eine kompakte Zusammenfassung seiner grundsätzlichen Forderungen unter der Überschrift: Abschaffen! Weiterlesen
Buch: „Die schönsten Tagesausflüge in Franken“ von Armin Schneider
„Tagesausflüge in Franken“ ist soeben in einer 4., erweiterten und aktualisierten Ausgabe erschienen. Der fränkische Autor Armin Schneider versammelt in dem Taschenbuch interessante Tagesausflüge in verschiedene Kulturstädte und -regionen in Unter-, Ober- und Mittelfranken. Nach einer kurzen, aber informativen Einleitung werden die Empfehlungen in die drei Regierungsbezirke aufgeteilt: Ausflugsziele in Unterfranken, Mit Auto und Fahrrad unterwegs in Mittelfranken und Oberfränkische Attraktionen. Die insgesamt 25 Ausflugsziele werden dann auf jeweils ca. 4-8 Seiten im Detail beschrieben. Weiterlesen
Komposition: „Monotonie“ von Dennis Schütze
Songproduktion: „Manchmal“ von Simon-Philipp Vogel
Nach seinen ersten drei Singles „Zoo“, „Puzzle“ und „Schmerz in meinen Rippen“ hat der Musiker- und Songschreiberkollege Simon-Philipp Vogel soeben einen weiteren Song vorgelegt. Der Song heißt „Manchmal“ und ist ein Gute-Laune-Track mit Sommerhitpotential.
Ich habe wieder mal etwas bei der Form- und Arrangementfindung assistiert und dann E-Gitarren, Orgel, Backgroundgesang beigesteuert. E-Bass spielt Camilo Goitia. Schlagzeug, Mix und Master stammen von Jan Hees. So, und jetzt Sonnenbrille aufsetzen, in die Flip-Flops schlüpfen und einen California Smile aufsetzen. Einfach auf „play“ drücken, Musik genießen und dabei gut aussehen. Ja, der Würzburger Sommer kann kommen!
Update: Zum Kennenlernen gibt es den Track auf Soundcloud für eine limitierte Zeit als kostenlosen Download. Ja richtig gelesen, kostenlos!
Buch: „Emanuel Schikaneder“ von Eva Gesine Baur
Eva Gesine Baur ist Kulturhistorikerin und Autorin von Sachbüchern und fiktionaler Literatur. Das Buch „Emanuel Schikander“ erschien bereits im Jahr 2012 als gebundene Ausgabe bei C.H. Beck, seit einigen Monaten ist es nun auch als günstiges Taschenbuch bei dtv erhältlich. Bei dem Buch handelt es sich um eine klassische Biographie über den „Mann für Mozart“, so der Untertitel, denn Schikaneder war Librettist und treibende Kraft bei der Entstehung der „Zauberflöte“, dem bis heute wohl populärsten deutschen Singspiel. Damit ist Schikaneder in die Musikgeschichte eingegangen, aber er war noch viel mehr als das. Zu seinen Lebzeiten war Schikaneder revolutionärer Theatermacher, waghalsiger Unternehmer und unerschrockener Kampfgeist. Er arbeitete sich vom Dienersohn aus Straubing nach oben zum gefeierten Bühnenimpressario in Wien, Budapest und vielen anderen Orten. Er war Schauspieler, Sänger, Autor und Unternehmer, stand im engen Austausch mit Musikern und Autoren seiner Zeit und setzte über Jahre hinweg immer wieder neue Maßstäbe in der europäischen Unterhaltungskultur. Weiterlesen
Noten: „Welcome to the Jungle“ von Gerwin Eisenhauer
Vor mittlerweile bereits 10 Jahren erschien das Arbeitsheft „Welcome to the Jungle“ (2005) von Gerwin Eisenhauer. Der darin behandelte Musikstil Drum & Bass war ab Anfang der 1990er Jahre entstanden und zum Zeitpunkt der Heftveröffentlichung im Jahr 2005 auch schon wieder ca. zehn Jahre alt. Betrachtet man diese fast schon als klassisch zu betrachtende Veröffentlichung aus heutiger Sicht (2015), so hat Eisenhauers „Workbook“ nicht viel von seiner damaligen Aktualität verloren, ja, es ist mittlerweile nahezu ein deutschsprachiges Manifest für Schlagzeuger, die an elektronisch produzierten Musikstilen interessiert sind. Weiterlesen
Film: Love & Mercy
Diese Woche startet das BioPic „Love & Mercy“ in den deutschen Kinos. Es ist ein Portrait des kreativen Beach Boys Brian Wilson, der in den 1960ern mit seinen musikalischen Ideen und Produktionen neue Maßstäbe setzte und vielen Musikern und Produzenten bis heute als Inspiration dient. Sein Privatleben und zunehmend auch seine musikalische Arbeit waren allerdings von psychischen und allerhand anderen Problemen überschattet. Der Film ist zweigeteilt und erzählt einerseits von der prägenden Zeit in den 60ern, hier wird Wilson von Paul Dano dargestellt, und andererseits von seiner Wiedererweckung ab Mitte der 1990er, hier wird Wilson dargestellt von dem brillianten John Cusack. Der Film wird in ausgewählten Kinos gezeigt (leider nicht Würzburg).
