Musikvideo: Mercy, Mercy, Mercy

Die Musikstudenten sind eine kleine, feine Würzburger Tanz- und Cocktailband und sie sind wirklich eine emsige und produktive Truppe. Alleine in den letzten Jahren haben sie mehrere EPs und Musikvideos veröffentlicht, Anfang des Jahres die EP „Take Five“ und vor wenigen Wochen die EP „Pop Studies“ (beide exklusiv als Download). Nun ist ein Musikvideo zu „Mercy, Mercy, Mercy“ erschienen, ein relaxt groovender Jazzfusionstandard, der sich schon länger im Programm der ewigen Studenten befindet. Der Song stammt aus der Feder des österreichischen Keyboarders Joe Zawinul und wurde durch eine Liveeinspielung des Cannonball Adderley Quintetts weltberühmt (Live at ‚The Club’, 1966).

In ihrem Video zu dieser markanten Songkomposition zeigen die Musikstudenten einen typischen Vorlauf zu einem ihrer Konzerte: Anfahrt, Ankunft, Begrüßung, Sichtung der Bühne, Aufbau der Instrumente, Soundcheck, Umziehen, Spielbeginn, Konzert. Das Video ist gleichzeitig ein freundliches Farewell an den langjährigen musikalischen Begleiter Sven Lehmkämper, der im Video mitwirkt, mittlerweile aber in nördlichere Gefilde verzogen ist. Merci, Chérie, war eine schöne Zeit!

Und ganz nebenbei gelingt den Musikstudenten noch eine kleine Sensation: Der Musikclip „Mercy, Mercy, Mercy“ ist tatsächlich das erste Würzburger JazzMusikVideo (wackelige Konzertmitschnitte mal ausgenommen). Lord, have mercy!

Die Musik für diesen Track wurde produziert von Dennis Schütze, Mix & Master von Jan Hees (5Stroke Studio), Video von Jens-Uwe Otte (Ape Demie Movie). Weitere Videos zu Tracks der beiden aktuellen EPs folgen in den nächsten Monaten.

Reiseführer: „Südenstaaten USA“ von Horst Schmidt-Brümmer

SuedstaatenNach einem kurzen, ca. 10-seitigen Abriss der Geschichte werden die Südstaaten in elf Reiseregionen unterteilt und in einzelnen Kapiteln vorgestellt. Abgedeckt werden Atlanta, die Blue Ridge Mountains, der Antebellum Trail von Georgia, South Carolina, die Atlantikküste, der Florida Panhandle, New Orleans und Louisiana, Albama, Mississippi, Memphis und Nashville in Tennessee, nicht dabei sind Virginia, Maryland, Arkansas und Texas. Die Kapitel zu den einzelnen Regionen haben einen Umfang von 10-30 Seiten, umfassen Fotos und Karten, sie sind übersichtlich aufgebaut und führen abschließend unter der Überschrift ‚Service & Tipps’ verschiedene Kontaktadressen auf. Weiterlesen

Jung & Naiv (225): Politik, das System & überhaupt

Politik für Desinteressierte: Christoph Lauer, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und ehemaliges, prominentes Aushängeschild der Piratenpartei, erzählt frei von der Leber weg von den Mechanismen und Machenschaften der Berliner Parteienpolitik. Unterhaltsam, erhellend und deprimierend zugleich. Danke für diese Empfehlung an Stefan Hetzel.

USA-Reise: Pictures, Stories, Sounds

Am gestrigen Sonntag habe ich zu einem bebilderten Vortrag über meine Reise durch die Südstaaten der USA eingeladen. Zusammen kam ein kleiner, illustrer Kreis von Familie, Freunden und Sympathisanten, die den Reisebericht auf diesem Blog verfolgt und zum Teil auch ausführlich kommentiert hatten. Nach einem kurzen Meet & Greet bei Pizza, Salat und anderen kleinen Snacks ging’s los und meine geduldigen Zuhörer haben mich knapp 200 Bilder mit dem Beamer zeigen und Geschichten dazu erzählen lassen, in der Pause erklang Musik von Zac Brown. Frankenwein und Bier aus dem Taubertal lockerte derweil die Zungen und wir haben auch nach dem Vortrag noch weiter miteinander gequatscht, obwohl sich die meisten meiner Gäste “nur” virtuell über den Blog kannten. War ein feiner, gediegener Abend, hat mir gut gefallen und war auch ein angemessener, vorläufiger Abschluss dieser großen Unternehmung. In den kommenden Tagen werde ich die Frequenz der Blogartikelveröffentlichungen wieder etwas zurückfahren. Habe das tägliche Schreiben sehr genossen, aber der Würzburger Alltag ist doch nicht so ereignisreich, dass ständig darüber berichtet werden müsste, außerdem muss ich zur Abwechslung auch mal wieder meinen diversen bezahlten Tätigkeiten nachgehen.

Music-on-net über „Pop Studies“

Von Gerald Langer

Die vorlesungsfreie Zeit nach dem Wintersemester haben die Musikstudenten genutzt, um innerhalb nur weniger Monate die Veröffentlichung ihre zweiten EP “Pop Studies” vorzubereiten. War “Take Five” mehr dem Jazz zugeneigt, klingen die Musikstudenten auf dem aktuellen Extended Player entspannt amerikanisch. Die sechs Tracks sind sorgfältig ausgewählt. Bis auf “Valerie” von Amy Winehouse und “Rolling In The Deep” von Adele war mir jedoch namentlich und melodisch erst mal kein Song geläufig. Nun bin ich aber auch kein ausgesprochener Radiohörer. Ich fahre wohl zu wenig Auto, im Gegensatz zu Dennis Schütze, der gerade über das amerikanische Straßennetz gleitet und via Airplay neue Eindrücke sammeln dürfte. Weiterlesen

USA-Reise 2015: Resume

Von Montag, den 30. März bis zum Dienstag, den 14. April 2015 war ich auf musikkultureller Entdeckungsreise in den Südstaaten der USA und habe meine Erlebnisse in 16 ausführlichen und bebilderten Blog-Beiträgen dokumentiert. In den zwei Wochen bin 22h geflogen (hin und zurück), habe ich ca. 1800 Meilen mit dem Mietwagen abgefahren und habe ca. 20h gebloggt. Ich habe vier US-Bundesstaaten (LA, MS, AL, TN) besucht, Station in sechs größeren Städten gemacht (New Orleans, Baton Rouge, Natchez, Nashville, Memphis, Lafayette), habe in sechs verschiedenen Betten und dreimal im Auto geschlafen, habe 660 Fotos gemacht und mehrere Kurzfilme gedreht, war einmal für 150 $ beim Arzt, habe ein Reh angefahren und einen Nissan Compact SUV geschrottet.

Die Reise war sehr aufregend und anregend für mich, es gab unzählige nicht geplante Begegnungen, ich habe mit sehr vielen, sehr freundlichen Menschen gesprochen. Ich bin dankbar, dass summa summarum alles gut verlaufen ist, dass meine Frau mir diese Möglichkeit eingeräumt hat, dass die Kinder das ausgehalten haben und dass ich wieder heil zu hause angekommen bin. Danke auch an alle Leser und Kommentatoren des Reise-Blogs. Zum Schluss noch ein Link zu Google Maps, wo ich versucht habe den genauen Streckenverlauf der Reise zu kartografieren.


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Simon-Philipp Vogel über “Pop Studies”

Von Simon Philipp Vogel

Ich hatte bereits im Februar auf die neue Musikproduktion der Musikstudenten verwiesen und die EP „Take Five“, die sich mit einigen Jazz-Klassikern beschäftigt, ausführlich besprochen. Bereits hier war klar, dass eine zweite EP folgen wird, die nun den Weg in die gängigen Verkaufsportale gefunden hat. „Pop Studies“ heißt das gute Stück und die „Studenten“ um Frontmann Dennis Schütze verlassen hier ihre bekannten Pfade und interpretieren Pop Songs englischsprachiger Künstler. Hierbei wagen sich die Würzburger neben Taylor Swift (Shake it off) und Jason Mraz (I’m Yours) auch an die aktuellen großen Stimmen von Amy Winehouse (Valerie) und Adele (Rolling in the Deep) heran. Weiterlesen

New Orleans – Newark – Frankfurt – Würzburg

Hatte mir gar keinen Wecker gestellt, bin aber trotzdem sehr früh aufgewacht und das war auch gut so. Konnte mich sortieren, bin nochmal alles durchgegangen, habe gepackt und nochmal umgepackt, hat alles gerade so in die Rucksäcke gepasst, dann von Hostel auschecken, Auto nochmal volltanken und ab die Post zum Flughafen. Es regnete in Strömen, bin aber gut durchgekommen und war zwei Stunden vor Abflug am Schalter. Da standen bereits ca. 25-30 Leute vor mir an und es ging nichts voran, langsam sprach sich herum, dass es Verzögerungen gäbe und zwar wegen schlechten Wetters, so schlimm war es draussen aber nun auch wieder nicht gewesen. Ich war ja erst mal nach Dallas gebucht, vielleicht tobte da ein Unwetter oder auf dem Weg dahin. Für die nächste Zeit ging erst mal gar nichts, alle 15 Min wurde vor mir ein Passagier angefertig, es war offensichtlich, dass am Schalter umgebucht wurde und alternative Routen gecheckt wurden. Ich wartete ungelogen 2h, der geplante Flieger war gar nicht gestartet, als ich endlich an der Reihe war, war klar, dass auch für mich umgebucht werden musste. Ich deutete freundlich an, dass es schon wichtig wäre, dass ich weiter komme, wollte ja eigentlich noch nach Hause nach Europa. Die Dame bot mir einen Flug nach Philadelphia und dann weiter über London nach Frankfurt an, Ankunft in Frankfurt 17:00 am Folgetag. Ich sagte, das wäre leider nicht so optimal, ob es nicht noch eine Alternative gäbe, auch wenn es knapp wäre, ich wäre ein schneller Läufer. Da suchte die kompetente Dame einen Flug, der in 30 Min nach Newark abflog, wenn es nicht klappen würde, sollte ich einfach wieder kommen, zu ihrem Kollegen meinte sie: „He’s young, we can give it a shot“. Ich war auf einen anderen Anbieter umgebucht worden (United statt AA), die waren nicht gerade begeistert, als ich in letzter Sekunde um die Ecke gerannt kam, aber ging alles gut, der Self-Check-In winkte mich durch, dann schnell Security und ich saß im Flieger nach Newark. Dort kam ich 20 Min zu spät an und hatte nur noch 15 Min. um zum Bording ans richtige Gate zu kommen. Beim Aussteigen drängelte ich mich etwas forsch durch die Reihen der Passagiere, war schnell im Terminal und rannte zum Gate. Als ich ankam, war ich wieder mal buchstäblich der allerletzte, der an Bord ging, hoffte inständig, dass in der kurzen Zeit auch mein Gepäck umgeladen werden konnte.
Dann weitere knappe 7h durch die Nacht und über den Nordatlantik, konnte etwas schlafen, aber nicht sehr gut. Weil es über Newark ein kürzerer Weg ist und der Anschluss so knapp war, hatte ich im Vergleich zu meinem ursprünglichen Zeitplanung nur ca. 35 Min Verspätung. Es sah so aus, als ob ich meine Verbindung mit fester Uhrzeit und Zugbindung noch erreichen würde. Und hier nun mal ein Hoch auf die sprichwörtliche, deutsche Effizienz. Als ich mit dem Bus im Terminal war, dauerte das automatisierte Einreisungsprozedere inkl. Passkontrolle und Fotoknips ca. 12 Sekunden, danach musste ich noch kurz beim Gepäckband warten, mein Rucksack war dabei und noch dazu ziemlich am Anfang, Zollkontrolle fiel heute anscheinend aus, ab durchs grüne Tor, war auch tatsächlich unter dem Freibetrag, und ich war draussen. Die Zeit reichte sogar noch um mir einen kleinen Frühstückssnack (Gruss an Bernhard und Gerhard an dieser Stelle) zu kaufen (und zu verzehren), dann rollte der Zug im Fernbahnhof ein. Ich rein, Zug los, mitten durch den blühenden Spessart und ins sonnendurchflutete Maintal, herrlich, warum wollte ich hier nur weg? In Würzburg raus, bin dann noch schwer beladen vom Bahnhof nach Hause gewankt, Wohnungsschlüssel passt noch (puh!), keiner da, abladen, tief einatmen, ich hab’s geschafft, ich bin wieder daheim angekommen. Home sweet home.